Statistiken aus Bayern

Mehr Sterbefälle

NEUMARKT. Die Zahl der Sterbefälle in der Stadt Neumarkt hat im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr zugenommen.

Dies geht aus den internen Aufzeichnungen des Neumarkter Standesamtes hervor. Insgesamt wurde bei 939 Verstorbenen im letzten Jahr Neumarkt als Sterbeort eingetragen. 2018 waren es 896 Sterbefälle; das entspricht einer Zunahme von rund 4,8 Prozent.


Unter den 2019 Verstorbenen waren 452 Männer und 487 Frauen. 413 der 2019 in Neumarkt Verstorbenen hatten ihren Wohnsitz in der Stadt, 316 im Landkreis und 210 Verstorbene stammen von außerhalb des Landkreises.

Im Durchschnitt waren die 2019 in Neumarkt verstorbenen Frauen 81,11 Jahre alt und die verstorbenen Männer im Durchschnitt 76,72. Im Jahr davor lag das Durchschnittsalter der verstorbenen Frauen bei 81,65 und das der verstorbenen Männer bei 76,18.

Vor zehn Jahren, im Jahr 2009, lag das Durchschnittsalter der verstorbenen Frauen in Neumarkt noch bei 79,89 Jahre und das der verstorbenen Männer bei 72,26 Jahren.
02.06.20

60 Prozent weniger Urlaubsgäste


Erhebliche Einbrüche gab es bei den Tourismuszahlen im März im Landkreis Neumarkt. Wegen der Reisebeschränkungen sind Radtouren - wie hier bei Berg - derzeit nur für Einheimische möglich
Foto: Florian Trykowski
NEUMARKT. Erwartungsgemäß sind die Tourismuszahlen im März auch im Landkreis dramatisch eingebrochen: fast 60 Prozent weniger Gäste kamen.

Obwohl die offiziellen Reisebeschränkungen erst ab 18.März galten ist die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem März 2019 um 56 Prozent gesunken - ein noch stärkerer Rückgang als im bayerischen Durchschnitt.

5792 Gäste kamen im März in den Landkreis Neumarkt und blieben 12.815 Nächte. Genau ein Jahr zuvor wurden im März noch 14.802 Besucher und 29.286 Übernachtungen gezählt - auch damals waren die Zahlen schon um rund fünf Prozent zurückgegangen.

Doch die Corona-Pandemie sorgte heuer im März für dramatische Einbrüche: obwohl die Beherbergungsbetrieb im Landkreis ihre Betten erst ab 18.März wegen der Reisebeschränkungen nur mehr für notwendige, jedoch nicht mehr für touristische Zwecke anbieten konnten, kamen im gesamten März 59,5 Prozent weniger Gäste und wurden um 56,4 Prozent weniger Übernachtungen gezählt als im März 2019.


Kein Trost für Hotels und Zimmervermieter im Landkreis: auch bayernweit sorgte die „Corona-Krise“ im März für erhebliche Rückgänge der Gäste- und Übernachtungszahlen im bayerischen Tourismus. Wie das Landesamt für Statistik nach vorläufigen Ergebnissen der Monatserhebung im Tourismus mitteilt, meldeten die rund 10.980 Beherbergungsbetriebe Bayerns für März lediglich 1,0 Millionen Gäste und damit einen Rückgang um 61,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Zahl der Übernachtungen brach um 53,4 Prozent auf rund 3,2 Millionen ein.

Die Nachfrage aus dem Ausland war mit einem Minus von 71,8 Prozent bei den Gästeankünften und von 64,9 Prozent bei den Übernachtungen noch stärker betroffen.

Die starken Einbrüche im März dominieren auch das Ergebnis für das erste Quartal 2020: Hier sank bayernweit die Zahl der Gästeankünfte gegenüber dem Vorjahresquartal um 20,7 Prozent auf knapp 6,0 Millionen und die Zahl der Übernachtungen um 15,8 Prozent auf rund 16,0 Millionen.

Im Landkreis Neumarkt waren die Rückgänge ähnlich: in den ersten drei Monaten ging die Zahl der Gäste um 21,7 Prozent auf 29.953 und die Zahl der Übernachtungen um 19,8 Prozent auf 63.123 zurück.

Die massiven Rückgänge im März 2020 betrafen bayernweit durchweg alle Betriebsarten, hieß es vom Landesamt. Die höchsten Einbußen gegenüber dem Vorjahresmonat mussten die Jugendherbergen und -hütten (Gästeankünfte: -65,5 Prozent, Übernachtungen: -58,9 Prozent), die Campingplätze (Gästeankünfte: -65,4 Prozent, Übernachtungen: -59,0 Prozent) und die Hotels (Gästeankünfte: -63,5 Prozent, Übernachtungen: -60,5 Prozent) hinnehmen. Mit einem Minus von 33,5 Prozent bei den Gästeankünften und von 22,9 Prozent bei den Übernachtungen traf es die Vorsorge- und Rehaeinrichtungen noch am geringsten.

In den Regierungsbezirken nahmen die Gästeankünfte im März 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat zwischen 65,0 Prozent in Mittelfranken und 55,0 Prozent in Niederbayern ab. Bei den Übernachtungen lag die Spanne zwischen -60,6 Prozent in Mittelfranken und -45,4 Prozent in Unterfranken.

Wegen der CoViD-19-Pandemie wurden im März 2020 zunächst zahlreiche Messen, Ausstellungen, kulturelle Veranstaltungen und Freizeitangebote abgesagt oder eingeschränkt. Dazu kamen weltweite Reisewarnungen für Touristen sowie Grenzschließungen.

Und es gibt keinen Zweifel: noch größere Auswirkungen der „Corona-Krise“ auf die Tourismusergebnisse sind mit den April-Zahlen zu erwarten. Bereits im Laufe des März hätten viele Häuser ihren Betrieb vorübergehend geschlossen, hieß es vom Landesamt.
07.05.20

Weniger Straftaten


Die Kriminalstatistik für den Osten und Süden des Landkreises wurde am Donnerstag vorgestellt
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NEUMARKT. Auch im Osten und Süden des Landkreises Neumarkt ging im letzten Jahr die Zahl der Straftaten deutlich zurück. Das wurde bei der Vorstellung der Kriminalitäts-Statistik der Polizeispektion Parsberg deutlich.

Das sicherste Pflaster im Einzugsbereich der Parsberger Polizei war und ist auch heuer wieder der Markt Lupburg.

In Lupburg wurden im letzten Jahr nur 9 Straftaten pro 1000 Einwohner gezählt. In der Stadt Parsberg liegt diese sogenannte „Häufigkeitszahl“ bei 32, im Gesamtbereich der Parsberger Polizei mit den Gemeinden Breitenbrunn, Dietfurt, Hohenfels, Lupburg, Parsberg, Seubersdorf, Velburg bei 17, im gesamten Neumarkter Landkreis bei 24, in der Oberpfalz bei 38,8 und in Bayern bei 43,4.


Die Übersicht zu den verschiedenen Gemeinden
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Die Vergleichzahlen sind übrigens nicht immer ganz fair: Hohenfels hat zum Beispiel auch deswegen eine vergleichsweise hohe Häufigkeitszahl, weil dort außergewöhnlich viele amerikanische Staatsbürger wohnen, die keinen deutschen Meldeauflagen unterliegen. Von ihnen begangene Straftaten werden in der Statistik der Gesamt-Bevölkerung der Gemeinde angelastet. Parsberg und Velburg haben auch wegen der Autobahn-Auffahrten in ihren Gemeindegebieten eine höhere Häufigkeitszahl. Straftaten von mobilen, überregional tätigen Straftätern und Straftätergruppen werden auch hier den jeweiligen Gemeinden zugeschlagen.

Für das Jahr 2019 ist nach einem leichten Anstieg der Kriminalitätsbelastung im Jahr 2018 ein Rückgang von 6,8 Prozent zu verzeichnen, erklärte der Parsberger Polizeichef Kriminalhauptkommissar Dmitri Schreiber bei der Vorstellung der Zahlen, die wegen der Corona-Einschränkungen nicht im Rahmen einer Pressekonferenz sondern schriftlich erfolgte. Über die Zahlen im Bereich der Neumarkter Polizei und im Gesamt-Landkreis haben wir bereits berichtet.


Der Polizei wurden insgesamt 575 Straftaten im Zuständigkeitsbereich bekannt. Das sind 42 Fälle weniger als im Vorjahr und ist der zweitniedrigste Wert in den letzten zehn Jahren.

Erfreulich zeige sich die rückläufige Tendenz bei einfachen Diebstählen mit -21,9 Prozent und Sachbeschädigungen mit -23,2 Prozent. Die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle bleibt mit vier Fällen auf einem niedrigen Niveau konstant.

Sorgen bereiten der Parsberger Polizei die erheblich gestiegenen Zahlen des Computerbetrugs. Hier wurde eine Verdreifachung von 13 auf 39 Fälle verzeichnet. Auch im Deliktsbereich der allgemeinen Computerkriminalität steigen die angezeigten Fälle von 17 auf 40 im Jahr 2019. Dies entspricht einer Steigerung um 135,3 Prozent.

Von den erfassten 575 (in Klammern die Vorjahreszahlen: 617) Straftaten wurden 430 (471) Fälle aufgeklärt. Die diesjährige Aufklärungsquote liegt damit bei außergewöhnlichen 74,8 Prozent (76,3). Die Quote der Oberpfalz liegt bei 69,7 Prozent (68,3), die bayerische Quote bei 65 Prozent (64,5). Zu den geklärten 430 Delikten wurden 363 (393) Tatverdächtige ermittelt, wovon 221 Personen (also mehr als die Hälfte) bereits polizeilich in Erscheinung getreten sind. Besonders auffällig und besorgniserregend sei der starke Anstieg bei den jugendlichen Tatverdächtigen von zwölf Personen im Jahr 2018 auf 35 im Jahr 2019.

Insgesamt 45 (74) Tatverdächtige, also 12,4 Prozent (15,7), standen zur Tatzeit unter Alkoholeinfluss. Besonders deutlich zeigt sich die enthemmende Wirkung von Alkohol im Bereich der Körperverletzungsdelikte. Hier waren 48 von 153 Tatverdächtigen, also knapp ein Drittel, be- oder angetrunken.


Die seit Jahren günstige Entwicklung der Kriminalitätsstatistik unterstreicht aber die gefestigte Situation der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Dienstbereich. erklärte Schreiber in seinem Fazit. Die Bürger könnten sich sicher fühlen, aber auch darauf vertrauen, dass im Ernstfall ihre Polizei parat stehe.
23.04.20

Viel weniger Straftaten


So verteilen sich die Straftaten im letzten Jahr im Bereich der Neuamrkter Polizei
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NEUMARKT. Im Jahr 2019 war im Bereich der Neumarkter Polizei ein deutlicher Rückgang an Straftaten über viele Deliktsgruppen zu verzeichnen, insbesondere im Bereich der Gewaltkriminalität, aber auch den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und bei den Diebstahlsdelikten insgesamt.

Das wurde bei der Vorstellung der aktuellen Kriminalitätsstatistik am Freitag bekannt.

Für neumarktonline-Leser kommt dies nicht überraschend: wir veröffentlichten bereits vor anderthalb Wochen die Statistik für den gesamten Landkreis - also für die Bereiche der Polizei-Inspektionen Neumarkt und Parsberg zusammengenommen (Bericht hier).


Unter den von der Neumarkter Polizei betreuten Gemeinden lebt es sich in Pilsach am sichersten: hier gab es im letzten Jahr nur fünf Straftaten pro tausend Einwohner; in der Stadt Neumarkt waren es über 43. Die sogenannte „Häufigkeitszahl“ zeigt die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner an und liegt für das Gebiet der Neumarkter Polizei bei 2562, als bei gut 25 Straftaten pro tausend Menschen. In der Oberpfalz sind es immerhin rund 40, in Bayern etwa 46 Straftaten.

Zur Aussagekraft dieser Häufigkeitszahl muß man allerdings auch wissen, daß bei der Bevölkerungszahl nur amtlich gemeldete Einwohner berücksichtigt werden. Touristen, Grenzpendler oder Personen mit ausländischem Wohnsitz werden nicht berücksichtigt. Begehen Personen aus solchen Bevölkerungsgruppen Straftaten, erhöht sich die Häufigkeitszahl überproportional.

Wenngleich bei der Straßenkriminalität allgemein ein Rückgang vorliegt, stieg die Kriminalität bei Sachbeschädigung an Fahrzeugen an, hieß es bei der Präsentation der Neumarkter Polizei. Die weitere Zunahme an Taten bei der Rauschgiftkriminalität wird nicht so negativ gesehen, wie es im ersten Augenblick scheint. Die Polizei glaubt, daß die Zunahme vor allem auf die verstärkten Kontrollen zurückzuführen ist.

Pilsach, Berngau und Berching sind das sicherste Pflaster im Bereich der Neumarkter Polizei
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20.03.20


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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