Statistiken aus Bayern

Zwölf Tote in zwölf Monaten


Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle stieg im Landkreis Neumarkt im letzten Jashr stark an
Foto: Archiv
NEUMARKT. Ein „Schwarzes Jahr“ in der Verkehrsstatistik: im Landkreis Neumarkt starben im letzten Jahr zwölf Menschen im Straßenverkehr.

Das ist der höchste Wert seit zehn Jahren - nur im „Horrorjahr 2015“ verunglückten sogar 14 Menschen tödlich.

Zeitgleich mit den Vorstellungen der Straßenverkehrsstatistik für Bayern durch Innenminister Joachim Herrmann und für die Oberpfalz durch das Polizeipräsidium in Regensburg wurde ein Bericht in neumarktonline bestätigt. Wir hatten bereits im Dezember berichtet, dass auf den Landkreis Neumarkt ein Negativ-Rekord bei den Verkehrstoten zukommt.

neumarktonline berief sich dabei auf Zahlen des Statistischen Landesamtes für die ersten zehn Monate des Jahres 2025. Dort wurden zu diesem Zeitpunkt bereits zwölf Todesopfer im Landkreis Neumarkt gezählt. Zum Glück stieg in den letzten Wochen des Jahres diese Zahl nicht noch weiter an.

Besonders der Oktober war im letzten für die negative Statistik verantwortlich: Auf der Autobahn bei Parsberg starben am 4.Oktober eine 32jährige Frau und ihr wenige Wochen altes Baby (wir berichteten).


Am 27.Oktober verloren zwischen Dietfurt und Breitenbrunn bei einem Frontalzusammenstoß zwei 59 und 34 Jahre alte Männer ihre Leben (wir berichteten).

Auch im Land und im Bezirk stiegen die Zahlen der schweren Verkehrsunfälle und der Verkehrstoten an - jedoch nicht so dramatisch wie im Landkreis Neumarkt. Hier stieg die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer im letzten Jahr von fünf auf zwölf an. 541 Unfälle mit Verletzten (2024:475) zählte man im letzten Jahr; dabei wurden 709 (609) Menschen verletzt, 126 (128) schwer und 571 (476) leicht.
25.02.26

31 Prozent über 60 Jahre


Neumarkt hat jetzt über 42.000 Einwohner
Foto: Archiv/Benedikt Schnuchel
NEUMARKT. Auch wenn Fachleute das Gegenteil prognostizierten: in Neumarkt ist die Zahl der Einwohner angestiegen - auf jetzt über 42.000.

Man wolle das positive Wachstum der Stadt nachhaltig unterstützen, sagte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn zu den neuesten Zahlen, die das Einwohnermeldeamt vorlegte.

Mittlerweile haben genau 42.007 Menschen Neumarkt als ihren Hauptwohnsitz gewählt. Die positive Entwicklung der Einwohnerzahlen ist natürlich auf Zuzüge zurückzuführen - beim alleinigen Vergleich von Geburts- und Sterbezahlen wären seit vielen Jahren starke Rückgänge unumgänglich.

Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn konnte gemeinsam mit dem Leiter des Einwohnermeldeamtes Alfred Frauenknecht die Nachricht verkünden, dass Neumarkt erneut bei der Einwohnerzahl zugelegt hat.

Bei der Religionszugehörigkeit und den Kirchenaustritten verzeichnete die Stadt mit 413 Austritten nicht mehr ganz so viele wie in den letzten Jahren. Katholiken gibt es in Neumarkt noch 20.694, das sind 47,32 Prozent der Bevölkerung. Der evangelischen Kirche gehören 5.447 Christen an, was einem Anteil von 12,45 Prozent entspricht.


Die Zahl der Geburten mit Wohnsitz im Stadtgebiet lag im vergangenen Jahr mit 339 etwas höher als im Jahr 2024, als 319 Geburten verzeichnet wurden. Die Zahl der Sterbefälle blieb mit 514 gegenüber dem Vorjahr (512) nahezu gleich.

Inzwischen leben in Neumarkt 13.574 Menschen, die 60 Jahre und älter sind; das entspricht 31,04 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen liegt mit 6.790 bei 15,53 Prozent. Die früher einmal als Pyramide darstellbare Altersverteilung habe diese Form längst verloren.

Erfreulich sei jedoch, dass mehr Menschen länger leben. Neumarkt habe schon seit langem zahlreiche Bürger im Alter von 100 Jahren und darüber. Aktuell sind es zwölf Hundertjährige. Die älteste Neumarkterin wurde heuer 106 Jahre alt.
17.02.26

Viel weniger Eheschließungen


Mehr Geburten und Sterbefälle aber viel weniger Eheschließungen gab es im letzten Jahr in Neumarkt
Foto: Archiv/Jonas Gronau
NEUMARKT. Neumarkt wächst nur durch Zuzug: im Neumarkter Standesamt wurden 2025 mehr Geburten, aber auch mehr Sterbefälle als im Vorjahr gezählt.

Einen Tiefpunkt verzeichnete man bei den Eheschließungen: im letzten Jahr trauten sich nur mehr 185 Paare vor den Standesbeamten - im Vorjahr waren es noch 22 Paare mehr.

Das Neumarkter Standesamt legte die aktuellen statistischen Daten vor und gab damit einen Einblick in die demografische Entwicklung der Stadt. Insgesamt wurden 895 Geburten beurkundet – 57 mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg unterstreiche die anhaltend positive Entwicklung im Bereich der Neugeborenen, hieß es aus dem Rathaus. Unter den Kindern befanden sich 469 Jungen und 426 Mädchen, was erneut zu einem deutlichen Jungenüberschuss führt.


Im Bereich der Eheschließungen wurden im Jahr 2025 insgesamt 185 Ehen geschlossen, was einem Rückgang von 22 Hochzeiten gegenüber dem Vorjahr entspricht. 155 Paare entschieden sich für einen gemeinsamen Familiennamen. 30 Paare wollten ihre bisherigen Namen beizubehalten oder einen Begleitnamen hinzuzufügen.

Im Sterberegister wurden im Jahr 2025 insgesamt 1041 Sterbefälle erfasst, mehr als die 1018 Beurkundungen im Jahr 2024. Von den Verstorbenen hatten 451 Personen ihren Wohnsitz im Standesamtsbezirk Neumarkt, während 590 Personen nicht in Neumarkt wohnten. Die Geschlechterverteilung zeigt ein weitgehend ausgeglichenes Bild mit 530 männlichen und 511 weiblichen Verstorbenen.
14.01.26

Schwarzes Jahr


Die Zahl der getöteten Menschen im Straßenverkehr stieg heuer im Landkreis stark an
Foto: Archiv
NEUMARKT. Die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis hat sich in den ersten zehn Monaten im Vergleich zum gesamten Vorjahr weit mehr als verdoppelt.

Bereits bis Oktober starben in diesem Jahr zwölf Menschen auf Straßen im Landkreis - das ist der höchste Wert seit dem „Horrorjahr 2015“, als sogar 14 Menschen tödlich verunglückten.

Im letzten Jahr zählte man im Landkreis Neumarkt fünf Todesopfer bei Verkehrsunfällen im Landkreis. Das Statistische Landesamt berichtete jetzt in den Zahlen für die ersten zehn Monate des Jahres 2025 bereits von zwölf Todesopfern.

Die Zahlen sind nicht leicht zu errechnen: neben den Polizeiinpektionen Neumarkt und Parsberg laufen die Zahlen von Verkehrsunfällen auch bei der Autobahnpolizei Parsberg auf, die allerdings auch für ein Stück Autobahn außerhalb des Landkreises Neumarkt zuständig ist. Andererseits sind andere Verkehrspolizei-Inpektionen für die Münchner und die Amberger Autobahn zuständig, die auf kleinen Abschnitten bei Pyrbaum und Lauterhofen ebenfalls durch den landkreis Neumarkt führen.


Besonders der Oktober war heuer für die negative Statistik verantwortlich: Auf der Autobahn bei Parsberg starben am 4.Oktober eine 32jährige Frau und ihr wenige Wochen altes Baby (wir berichteten). Am 27.Oktober verloren zwischen Dietfurt und Breitenbrunn bei einem Frontalzusammenstoß zwei 59 und 34 Jahre alte Männer ihre Leben (wir berichteten).

In den ersten zehn Monaten des Jahres stieg im Landkreis Neumarkt nicht nur die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle, sondern auch die Zahl der Unfälle mit Personenschäden von 422 im Vorjahr auf heuer 472. Dabei wurden 483 Menschen (2024: 417) leicht und 115 Personen (119) schwer verletzt.

Allerdings sank die Zahl der „schwerwiegenden Unfälle mit Sachschaden“ heuer in den ersten neun Monaten auf 83. Im Vorjahr wurden dabei in den ersten neun Monaten noch 97 Fälle gezählt.

Mit mindestens zwölf Todesopfern wird 2025 für den Landkreis das schwärzeste Jahr seit zehn Jahren: im „Horrorjahr 2015“ verunglückten im Landkreis sogar 14 Menschen tödlich.
17.12.25


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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