Statistiken aus Bayern
55 Prozent mehr Einbrüche

Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg im letzten Jahr im Landkreis stark an
Symbolfoto: Steffen Salow/Pixabay
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten ging im Landkreis Neumarkt deutlich zurück - allerdings stieg die Zahl der Einbrüche um über 55 Prozent an.
Oberpfalzweit gab es dagegen 17 Prozent weniger Wohnungseinbrüche.
Auf 1000 Einwohner kamen im letzten Jahr im Landkreis 25 bekanntgewordene Straftaten, ein Jahr zuvor waren es noch 28.
Das wurde aus dem am Montag in Regensburg vorgestellten Sicherheitsbericht des Polizeipräsidiums Oberpfalz bekannt.
Für den Landkreis Neumarkt wurde dort ein Rückgang der sogenannten „Häufigkeitszahl“ von 2807 auf 2498 gemeldet. Bezogen auf die Bevölkerungszahl im Landkreis bedeutet dies im letzten Jahr 24,98 Straftaten pro 1000 Einwohner. Im Jahr 2024 waren es noch über 28.
In absoluten Zahlen registrierte die Polizei im Landkreis im letzten Jahr 3464 Straftaten - das sind 446 oder 11,4 Prozent weniger als im Jahr 2024 (3910 Straftaten). Zusätzlich sank auch noch die Aufklärungsquote im Landkreis geringfügig um 1,3 Prozent auf 65,2 Prozent.
Beim Anteil von Straftaten pro tausend Einwohner liegt der Landkreis Neumarkt hinter den Nachbarlandkreisen Regensburg (19,49) und Amberg (19,99) an der drittbesten Stelle. In der Oberpfalz beträgt dieser Wert 36,46 und in Bayern gar 40,95 Straftaten pro tausend Einwohner.
Einen besorgniserregenden Ausreißer bei der eher positiven Kriminalstatistik gab es im Landkreis bei den Wohnungseinbrüchen, wo die absoluten Zahlen eher niedrig, die prozentualen Steigerungen aber gewaltig sind: im letzten Jahr zählte die Polizei im Landkreis Neumarkt 28 Wohnungseinbrüche oder Einbruchsversuche, das sind 55,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (18). Die Aufklärungsquote stieg bei diesen Delikten zwar um 4,8 Prozent an, liegt damit aber immer noch bei mageren 14,3 Prozent.
Besonders fällt die starke Zunahme bei Einbruchsdelikten im Landkreis deshalb auf, weil oberpfalzweit „die Zahl der Diebstahlsdelikte
deutlich zurückging, auch beim Wohnungseinbruchsdiebstahl“, wie Polizeipräsident Thomas Schöniger bei der Vorstellung der Kriminalstatistik in Regensburg sagte.
Die öffentliche Sicherheit sei „kein einmal
errungener Zustand, sondern ein kontinuierlicher
Prozess“, sagte der Polizei-Chef. „Nur wenn wir diese
Verantwortung gemeinsam wahrnehmen,
bleibt die Oberpfalz weiterhin eine
attraktive Heimat für alle“.
Übrigens wurde mit der Kriminalstatistik auch bekannt, an welchen Wochentagen Kriminelle in der Oberpfalz besonders aktiv sind: die meisten Straftaten wurden oberpfalzweit an Freitagen gezählt, die wenigsten an Sonntagen.
16.03.26
Zwölf Tote in zwölf Monaten

Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle stieg im Landkreis Neumarkt im letzten Jashr stark an
Foto: Archiv
NEUMARKT. Ein „Schwarzes Jahr“ in der Verkehrsstatistik: im Landkreis Neumarkt starben im letzten Jahr zwölf Menschen im Straßenverkehr.
Das ist der höchste Wert seit zehn Jahren - nur im „Horrorjahr 2015“ verunglückten sogar 14 Menschen tödlich.
Zeitgleich mit den Vorstellungen der Straßenverkehrsstatistik für Bayern durch Innenminister Joachim Herrmann und für die Oberpfalz durch das Polizeipräsidium in Regensburg wurde ein Bericht in
neumarktonline bestätigt. Wir hatten bereits
im Dezember berichtet, dass auf den Landkreis Neumarkt ein Negativ-Rekord bei den Verkehrstoten zukommt.
neumarktonline berief sich dabei auf Zahlen des Statistischen Landesamtes für die ersten zehn Monate des Jahres 2025. Dort wurden zu diesem Zeitpunkt bereits zwölf Todesopfer im Landkreis Neumarkt gezählt. Zum Glück stieg in den letzten Wochen des Jahres diese Zahl nicht noch weiter an.
Besonders der Oktober war im letzten für die negative Statistik verantwortlich: Auf der Autobahn bei Parsberg starben am 4.Oktober eine 32jährige Frau und ihr wenige Wochen altes Baby (
wir berichteten).
Am 27.Oktober verloren zwischen Dietfurt und Breitenbrunn bei einem Frontalzusammenstoß zwei 59 und 34 Jahre alte Männer ihre Leben (
wir berichteten).
Auch im Land und im Bezirk stiegen die Zahlen der schweren Verkehrsunfälle und der Verkehrstoten an - jedoch nicht so dramatisch wie im Landkreis Neumarkt. Hier stieg die Zahl der getöteten Verkehrsteilnehmer im letzten Jahr von fünf auf zwölf an. 541 Unfälle mit Verletzten (2024:475) zählte man im letzten Jahr; dabei wurden 709 (609) Menschen verletzt, 126 (128) schwer und 571 (476) leicht.
25.02.26
31 Prozent über 60 Jahre

Neumarkt hat jetzt über 42.000 Einwohner
Foto: Archiv/Benedikt Schnuchel
NEUMARKT. Auch wenn Fachleute das Gegenteil prognostizierten: in Neumarkt ist die Zahl der Einwohner angestiegen - auf jetzt über 42.000.
Man wolle das positive Wachstum der Stadt nachhaltig unterstützen, sagte Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn zu den neuesten Zahlen, die das Einwohnermeldeamt vorlegte.
Mittlerweile haben genau 42.007 Menschen Neumarkt als ihren Hauptwohnsitz gewählt. Die positive Entwicklung der Einwohnerzahlen ist natürlich auf Zuzüge zurückzuführen - beim alleinigen Vergleich von Geburts- und Sterbezahlen wären seit vielen Jahren starke Rückgänge unumgänglich.
Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn konnte gemeinsam mit dem Leiter des Einwohnermeldeamtes Alfred Frauenknecht die Nachricht verkünden, dass Neumarkt erneut bei der Einwohnerzahl zugelegt hat.
Bei der Religionszugehörigkeit und den Kirchenaustritten verzeichnete die Stadt mit 413 Austritten nicht mehr ganz so viele wie in den letzten Jahren. Katholiken gibt es in Neumarkt noch 20.694, das sind 47,32 Prozent der Bevölkerung. Der evangelischen Kirche gehören 5.447 Christen an, was einem Anteil von 12,45 Prozent entspricht.
Die Zahl der Geburten mit Wohnsitz im Stadtgebiet lag im vergangenen Jahr mit 339 etwas höher als im Jahr 2024, als 319 Geburten verzeichnet wurden. Die Zahl der Sterbefälle blieb mit 514 gegenüber dem Vorjahr (512) nahezu gleich.
Inzwischen leben in Neumarkt 13.574 Menschen, die 60 Jahre und älter sind; das entspricht 31,04 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen liegt mit 6.790 bei 15,53 Prozent. Die früher einmal als Pyramide darstellbare Altersverteilung habe diese Form längst verloren.
Erfreulich sei jedoch, dass mehr Menschen länger leben. Neumarkt habe schon seit langem zahlreiche Bürger im Alter von 100 Jahren und darüber. Aktuell sind es zwölf Hundertjährige. Die älteste Neumarkterin wurde heuer 106 Jahre alt.
17.02.26
Viel weniger Eheschließungen

Mehr Geburten und Sterbefälle aber viel weniger Eheschließungen gab es im letzten Jahr in Neumarkt
Foto: Archiv/Jonas Gronau
NEUMARKT. Neumarkt wächst nur durch Zuzug: im Neumarkter Standesamt wurden 2025 mehr Geburten, aber auch mehr Sterbefälle als im Vorjahr gezählt.
Einen Tiefpunkt verzeichnete man bei den Eheschließungen: im letzten Jahr trauten sich nur mehr 185 Paare vor den Standesbeamten - im Vorjahr waren es noch 22 Paare mehr.
Das Neumarkter Standesamt legte die aktuellen statistischen Daten vor und gab damit einen Einblick in die demografische Entwicklung der Stadt. Insgesamt wurden 895 Geburten beurkundet – 57 mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg unterstreiche die anhaltend positive Entwicklung im Bereich der Neugeborenen, hieß es aus dem Rathaus. Unter den Kindern befanden sich 469 Jungen und 426 Mädchen, was erneut zu einem deutlichen Jungenüberschuss führt.
Im Bereich der Eheschließungen wurden im Jahr 2025 insgesamt 185 Ehen geschlossen, was einem Rückgang von 22 Hochzeiten gegenüber dem Vorjahr entspricht. 155 Paare entschieden sich für einen gemeinsamen Familiennamen. 30 Paare wollten ihre bisherigen Namen beizubehalten oder einen Begleitnamen hinzuzufügen.
Im Sterberegister wurden im Jahr 2025 insgesamt 1041 Sterbefälle erfasst, mehr als die 1018 Beurkundungen im Jahr 2024. Von den Verstorbenen hatten 451 Personen ihren Wohnsitz im Standesamtsbezirk Neumarkt, während 590 Personen nicht in Neumarkt wohnten. Die Geschlechterverteilung zeigt ein weitgehend ausgeglichenes Bild mit 530 männlichen und 511 weiblichen Verstorbenen.
14.01.26
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