Statistiken aus Bayern

Das 1000. Baby


Der kleine Franz - hier mit den stolzen Eltern - ist das 1000. Baby, das heuer im Klinikum geboren wurde
Foto: Julia Pflaum
NEUMARKT. Der kleine Franz aus der Gemeinde Seubersdorf ist mit seinen 3040 Gramm und 48 Zentimetern die tausendste Geburt in diesem Jahr im Neumarkter Klinikum.

Diese Marke wurde das letzte Mal 1993 geknackt. Nach einem Tiefstand vor etwas mehr als zehn Jahren mit gerade mal 560 Geburten haben sich die Geburten seitdem laufend erhöht und wurden heuer erstmals wieder vierstellig.


Landrat Willibald Gailler besuchte zusammen mit Vorstand René Klinger und Prof. Dr. Heinz Scholz, Chefarzt der Frauenklinik, den kleinen Franz und seine Eltern. Sie überreichten Blumen und bunte Ballons und sprachen die Glückwünsche im Namen des Landkreises und des Klinikum aus.
19.12.20

1000 Geburten in einem Jahr


Heuer kamen im Neumarkter Stadtgebiet 1000 Babys zur Welt
Foto: Archiv
NEUMARKT. Nach 27 Jahren wurde jetzt erstmals wieder eine 1000. Geburt in einem Jahr beim Neumarkter Standesamt beurkundet.

Die beiden Standesbeamten Ludwig Lang und Elisabeth Schuster konnten am Montag erstmals nach langer Zeit wieder eine vierstellige Geburtenzahl mit Geburtsort Neumarkt zählen. Zum letzten mal war diese Marke im Jahr 1993 überschritten worden.

Die Überschreitung der „magischen Grenze“ hatte sich bereits Mitte des Jahres abgezeichnet und ist nun kurz vor Weihnachten auch eingetreten. Zurückzuführen ist die steigende Anzahl der Geburten nicht etwa auf die anhaltende Corona-Pandemie, sondern auf die geburtenstarken Jahrgänge Anfang der 90er Jahre, hieß es aus dem Rathaus. Die Babys von damals sind heute erwachsen und gründen nun ihre eigenen Familien.


Der geburtenstärkste Jahrgang war übrigens das Jahr 1990 mit 1180 Geburten.

Beim Standesamt Neumarkt werden alle Babys beurkundet, die im Stadtgebiet Neumarkt zur Welt kommen. Der Großteil davon erblickt das Licht der Welt im Klinikum Neumarkt und nur ein ganz geringer Anteil zu Hause als Hausgeburt.
14.12.20

Viel mehr „Häusliche Gewalt“


Beim letzten Treffen erhielt die scheidende Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Daniela Herbrecher einen Blumenstrauß
Foto: Daisy Miranda
NEUMARKT. In der Stadt Neumarkt haben sich die Fälle von „Häuslicher Gewalt“ in den Jahren von 2015 bis 2019 fast verdreifacht. Im Landkreis stieg die Zahl der Fälle in diesem Zeitraum von 112 auf 146 an.

Viele Bäckereien im Landkreis beteiligen sich am internationalen Gedenktag am Mittwoch an einer Kampagne "Gewalt kommt mir nicht in die Tüte".

Erst vor wenigen Tagen wurde vor dem Landgericht Nürnberg Fürth ein 38jähriger Mann wegen versuchten Totschlags zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, nachdem er seine damalige Lebensgefährtin in Berching massiv attackiert hatte (wir berichteten). Allein in der Stadt Neumarkt stiegen von 2915 bis 2019 die Zahlen von „Häuslicher Gewalt“ von 42 auf 122 Fälle, heißt es in einer aktuellen Statistik.

Und nach Berichten aus Frauenhäusern, Beratungsstellen und Hilfetelefonen wird davon ausgegangen, daß in der Zeit der Corona-Pandemie „Häusliche Gewalt“ eher zunimmt – zumal man damit rechnen muß, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt als die Zahl der polizeibekannten Fälle.


Im Landkreis Neumarkt wollen sich viele Bäckereien an einer „Bäckertütenaktion“ zum Internationalen „Tag der Gewalt gegen Frauen“ beteiligen, der weltweit am 25. November begangen wird. Initiiert wird die Kampagne von den Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinden.

Dabei werden am Mittwoch Backwaren in extra dafür bedruckten Tüten verkauft. Auf diesen Tüten finden sich Telefonnummern, die erste Unterstützung bei drohender oder erlebter häuslicher Gewalt anbieten. Hilfesuchende, von Gewalt betroffene Frauen, können sich anonym beraten lassen (Hilfetelefon 08000 116 016) oder sich auch konkrete Unterstützung über die Frauenhäuser und Beratungsstellen holen.

Laut einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend wurden im letzten Jahr 141.792 Opfer von Partnerschaftsgewalt erfasst, knapp ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zu 81 Prozent waren Frauen betroffen. Die Hälfte der Opfer lebte zum Tatzeitpunkt mit dem Täter oder der Täterin in einem Haushalt. Das Ministerium nennt die Zahlen schockierend: an fast jedem dritten Tag werde in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Und alle 45 Minuten werde eine Frau Opfer von vollendeter und versuchter gefährlicher Körperverletzung durch Partnerschaftsgewalt.

Die Zahlen aus dem Landkreis Neumarkt (in Klammern aus der Stadt Neumarkt): Nach Angaben aus dem auch für Neumarkt zuständigen Polizeipräsidium Oberpfalz waren während der Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr die bei der Polizei bekanntgewordenen Fälle Häuslicher Gewalt rückläufig. Das Anzeigeverhalten im Anschluss ließ die Zahlen dann jedoch wieder auf Vorjahresniveau ansteigen. Ein aussagekräftiger Vergleich der Fälle Häuslicher Gewalt mit Blickrichtung auf die Auswirkungen der Corona-Maßnahmen in diesem Jahr mit den Vorjahren wird erst im nächsten Jahr zu erwarten sein.

Die Bäckertütenaktion in den Gemeinden wird begleitet von der Gleichstellungsstelle im Landkreis Neumarkt. Bei einem Treffen noch vor dem Novemberlockdown konnten die Bäckertüten an die Vertreter der Gemeinden weitergegeben werden.

In den Gemeinden des Landkreises sind 18 Frauen und ein Mann mit der Funktion betraut, vor Ort Erstansprechpartner zu sein für alle Anliegen und Fragen rund um Chancengleichheit- unabhängig vom jeweiligen Geschlecht. Von Seiten des Landratsamtes werden die Gleichstellungsbeauftragten in den Gemeinden vor Ort seit acht Jahren von Daniela Herbrecher koordinierend unterstützt.

Mit den Kommunalwahlen in diesem Jahr konnten im Netzwerk „alte“ und „neue“ Ansprechpartner in den Gemeinden vor Ort von Herbrecher im Netzwerk für Gleichstellungsarbeit begrüßt werden. Daniela Herbrecher übergibt die Position als Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis nun an Susanne Niebler.
24.11.20

Weniger Wohnungen genehmigt


Im Landkreis Neumarkt gab es heuer weniger Baugenehmigungen. Unser Foto zeigt eine neue städtische Wohnlage in Neumarkt
Foto: Matthias Durynek
NEUMARKT. Während die Zahlen der Wohnungsbaugenehmigungen in Bayern von Januar bis September stiegen, sanken sie im Landkreis Neumarkt deutlich.

Gegenüber den ersten drei Quartalen im letzten Jahr verzeichnet das statistische Landesamt im Landkreis einen Rückgang von 762 auf 620. Bayernweit gab es trotz Corona ein Plus von rund drei Prozent - außer in Mittelfranken und der Oberpfalz.

Insgesamt bildet der Landkreis Neumarkt aber trotz der rückläufigen Zahlen längst nicht das Schlußlicht in der Oberpfalz; im Gegenteil: mit immer noch 620 Wohnungsbaugenehmigungen belegt man nach den Landkreisen Regensburg und Cham den dritten Platz.


Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden in Bayern von Januar bis September 2020 insgesamt 57.266 Wohnungen im herkömmlichen Baugenehmigungs- oder im Genehmigungsfreistellungsverfahren zum Bau freigegeben. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet dies ein Plus von 1694 Wohnungsbaugenehmigungen oder 3,0 Prozent.

Vom gesamten Genehmigungsvolumen entfallen 35,7 Prozent auf neue Eigenheime (Ein- und Zweifamilienhäuser; Januar bis September 2019: 34,8 Prozent) und 51,1 Prozent auf neue Mehrfamilienhäuser (einschließlich Wohnheime; 50,9 Prozent). Das positive Gesamtergebnis wurde mit Ausnahme der Oberpfalz und von Mittelfranken (-8,9 Prozent und -0,6 Prozent gegenüber Januar bis September 2019) von allen Regierungsbezirken Bayerns getragen, dies mit Steigerungsraten zwischen 3,6 Prozent (Oberbayern sowie Oberfranken) und 11,2 Prozent (Niederbayern).

Die kreisfreien Städte verzeichneten im gleichen Berichtszeitraum insgesamt 17.942 Wohnungsbaufreigaben und die Landkreise zusammen 39 324 Wohnungsbaufreigaben (-0,6 Prozent und +4,8 Prozent).
05.11.20


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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