Europaabgeordneter Albert Deß
Besuch aus Europa

Timo Burger begrüßte Albert Deß und die weiteren Gäste in Mühlhausen
NEUMARKT. Eine hochrangige Delegation von Abgeordneten im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments besuchte am Mittwoch "Burgis" Kartoffellager.
Auf Einladung von MdEP Albert Deß starteten die Parlamentarier und ihre Mitarbeiter am Mittwoch-Mittag eine Rundreise durch den Landkreis Neumarkt. An der Lände in Mühlhausen wurden die etwa 20köpfige Delegation von Burgis-Geschäftsführer Timo Burger begrüßt und durch das Kartoffellager geführt.
Danach folgte ein Gespräch mit dem örtlichen Maschinenring und schließlich ein Besuch bei einem Milchbauern in Velburg. Die Übernachtung der Gäste ist in Parsberg geplant.
Am Donnerstag steht der Besuch von Hopfenbauern in Abensberg auf dem Programm und am Freitag treffen sich die Europa-Parlamentarier in München zu einem Gespräch mit Landwirtschaftsminister Helmut Brunner.
Zielsetzung der Informationsreise sei es, den politischen Entscheidern einen Praxisbezug zu ermöglichen und damit zukünftige Entscheidungen auf politischer Ebene mit Auswirkungen für die bayerische Wirtschaft mit fundierter Fachkenntnis treffen zu können. Burgis-Geschäftsführer Timo Burger nutzte die Gelegenheit, um mit den Anwesenden über das von der Generalversammlung der Vereinten Nationen 2014 ausgerufene „Internationale Jahr der familienbetriebenen Landwirtschaft“ und die Chancen sowie Möglichkeiten für Unternehmen wie Burgis in diesem Zusammenhang zu diskutieren.
Burger, der das Familienunternehmen zusammen mit seiner Cousine Christina Dietmayr führt, stellte Burgis vor und berichtete gemeinsam mit seiner Cousine, welche Philosophie sie mit ihren Partnern aus der Landwirtschaft sowie den Kunden verfolgen. Johannes Seemeier, der Leiter der Abteilung Einkauf und Controlling, informierte bei der Führung durch das Kartoffellager umfassend über das Rohwarenmanagement des Neumarkter Unternehmens.
Es mache Burgis sehr stolz, "dass wir zumindest in einem kleinen Umfang dem Ausschuss beratend zur Seite stehen können", sagte Timo Burger. Er dankte Albert Dess dafür, dass man bei der Programmplanung der Reise als Unternehmen ausgewählt wurden.
Mit vor Ort waren auch Josef Neumeyer und Herbert Obermeier, die Vorsitzenden der beiden Kartoffel-Erzeugergemeinschaften Neumarkt und Stulln, um den Mitgliedern des Agrarausschusses die enge und vertrauensvolle sowie vor allem erfolgreiche Partnerschaft zwischen Hersteller und Erzeuger von Seiten der Landwirte zu schildern und offene Fragen zu beantworten.
Burgis arbeitet mit dem Großteil der Kartoffellieferanten bereits in zweiter Generation zusammen. Insgesamt 75 Landwirte, zusammengeschlossen in den beiden Erzeugergemeinschaften , liefern im Rahmen der Jahresverträge regionale Kartoffeln an das Neumarkter Unternehmen.
Burgis setzt das ganze Jahr auf Regionalität, hieß es. Aus diesem Grund hat das Neumarkter Unternehmen bereits 1989 in Mühlhausen ein modernes Kartoffellager gebaut, das optimale Bedingungen biete: Die Kartoffeln werden dunkel, trocken, kühl beziehungsweise klimatisiert bei sechs Grad Celsius gelagert. Wöchentlich führt der Einkaufsleiter Johannes Seemeier eine sensorische Prüfung im Haufenlager durch. Neben der optischen Beurteilung werden die Kartoffeln auch auf Lagerkrankheiten wie Trockenfäule und Schorfbildung untersucht, und gegebenenfalls im Labor weiter analysiert.
Die am häufigsten verwendeten Kartoffelsorten sind übrigens Laura und Gala, in diesem Jahr wurden aber auch die neueren Sorten Concordia und Birgit hinzugenommen.
26.03.14
Saatgut-Verordnung beerdigt
NEUMARKT. "Eine Zwangsregistrierung hätte viele seltene Saatgutarten bedroht", sagte MdEP Deß zur Entscheidung des Europäischen Parlament.
Ein entsprechender Vorschlag der EU-Kommission wurde vom Europäischen Parlament mit 650 Stimmen zurückgewiesen.
"Das Europäische Parlament hat mit der Ablehnung des Kommissionvorschlags Ja gesagt zur Sortenvielfalt und Nein zu einem bürokratischen Zentralregister", sagte der landwirtschaftspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Albert Deß (CSU).
Die EU-Kommission hatte in ihrem Verordnungsentwurf vorgeschlagen, dass Saatgut erst nach einer europaweiten Registrierung mit Eintrag in einem Zentralregister verkauft werden darf. Als Verordnung hätte diese Regelung unmittelbare Rechtswirkung entfaltet.
"Seltene Saatgutarten und alte Sorten dürfen nicht leichtfertig gefährdet werden", sagte Deß. Ihr Schutz war im Kommissionsentwurf nicht ausreichend garantiert. Eine zu umfassende Pflicht-Registrierung berge zudem die Gefahr, dass Hobbyzüchter und kleine Familienbetriebe sowie mittelständische Saatgutzüchter beim Anbau und Verkauf ihres Saatguts benachteiligt würden. "Deswegen haben wir den Kommissionsentwurf für eine neue Saatgutverordnung beerdigt. Damit geben wir der Kommission die Chance, in der nächsten Wahlperiode einen besseren Entwurf vorzulegen", so Deß.
12.03.14
Für "friedliche Lösung"

Albert Deß traf Julia Timoschenko zusammen
NEUMARKT. Albert Deß traf als Mitglied der EU-Ukraine-Delegation im Europäischen Parlament die ukrainische Ex-Premierministerin Julia Timoschenko auf dem Weg nach Dublin zum EVP-Kongress.
"Es war ein beeindruckendes Gespräch mit der zierlichen, noch von der Krankheit gezeichneten Politikerin", sagte der Europa-Abgeordnete Albert Deß.
Sowohl Deß wie auch Ex-Regierungschefin Timoschenko wollen eine friedliche Lösung für die Ukraine. "Die Europäische Union muss alles dafür tun, um der Ukraine zu helfen, einen Ausweg aus einer wirtschaftlichen und politischen Krise zu finden", so Albert Deß.
Deß fordert weiterhin, die territoriale Einheit der Ukraine zu bewahren. "Eine vereinte demokratische Ukraine ist im Interesse aller", so Deß.
06.03.14
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