Europaabgeordneter Albert Deß

Europäischer Abend

NEUMARKT. Musik, Kabarett und Politik an einem Abend wird den Bürgern geboten, die am Freitag um 19.30 nach Wolfsricht in die Dorfhalle kommen.

Veranstalter sind der CSU-Ortsverband Berngau und die JU Berngau.

Hans Stockbauer, Volksmusikant aus Erlangen, sorgt mit einer musikalischen Rundreise durch Franken, Niederbayern und die Oberpfalz für Stimmung. Einen kabarettistischen Blick auf Europa, die Region und natürlich die Politik liefern "Gerd und Sepperla" aus Freystadt mit ihrem neuen Programm, extra aufgesetzt zur Europawahl. D'Stodlbuam aus Berching sind für eine zünftige musikalische Weltreise bekannt.

Die Begrüßung und den politischen Part wird MdEP Albert Deß übernehmen.
16.05.14

"Gegen Spekulation"

NEUMARKT. MdEP Albert Deß bezeichnete die Verabschiederung der neuen Finanzinstrumente-Richtlinie (MiFID) als entscheidenden Schritt.

Der agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament bezeichnete sie als wichtig im Kampf gegen Spekulationen mit Agrarrohstoffen und Nahrungsmitteln. Sie sorge für mehr Transparenz an den EU-Agrarmärkten.

Preisschwankungen und Spekulationen an den Agrarmärkten könnten die Ernährungssicherheit in der EU und weltweit gefährden. Eine transparente Preisbildung sei die Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit von Agrarmärkten. "Die neue Richtlinie schafft eine wichtige rechtliche Grundlage unter anderem für den Handel mit Agrarrohstoffen an den Finanzmärkten. Damit wird dem Missbrauch und der Manipulation von Preisen auf den europäischen und internationalen Märkten ein Riegel vorgeschoben", sagte Deß.

Bereits in seinem Bericht zur Agrarreform bis 2020 habe Albert Deß diese Problematik erkannt. Er forderte ein gemeinsames Vorgehen auf EU-Ebene für mehr Transparenz an den EU-Finanzmärkten. Der bayerische Agrarpolitiker schlug ein weltweites Meldesystem für Agrarlagerbestände sowie eine Vorratslagerhaltung wichtiger Agrarrohstoffe vor: "Diese Instrumente sind notwendig, um mehr Transparenz und Handlungsfähigkeit an den Märkten zu schaffen und Ernährungssicherheit für die wachsende Weltbevölkerung zu gewährleisten".
30.04.14

"Existenz sichern"

NEUMARKT. Die Existenz der Milcherzeuger in Europa muß nach dem Auslaufen der Milchquote gesichert werden, erklärte4 MdEP Albert Deß.

Der agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament fordert von der EU, die milcherzeugenden Landwirte in Europa auch nach dem Auslaufen der Milchquotenregelung bei Notlagen, welche durch größere Marktschwankungen auf dem Weltmarkt ausgelöst werden können, wirtschaftlich angemessen zu unterstützen. "Das ist nicht nur im Interesse der milcherzeugenden Landwirte, sondern im klaren Interesse der Bevölkerung in ganz Europas, um deren Basisversorgung mit gesunden, einheimischen Nahrungsmitteln es geht", sagte Deß. Er wendet sich ganz eindeutig gegen "unverantwortliche, wirtschaftsliberale Experimente" im Bereich der Versorgung der Menschen in Europa mit wertvollen, gesunden Milchprodukten.

Deshalb fordert er von der EU auch zukünftig ein Auffangnetz für die milcherzeugenden Landwirte, wie zum Beispiel die öffentliche Intervention von Blockbutter und Milchpulver, die Unterstützung von privater Lagerhaltung zur Vorratshaltung und auch die Förderung des Exports von Milchprodukten, falls zukünftig kurzfristig oder saisonal ein Überangebot von Milchprodukten auf dem EU-Markt sein sollte.


Als sehr negative Entwicklung für die milcherzeugenden Landwirte und die Molkereien sieht es Albert Deß, dass der Lebensmittelhandel gegenüber den Molkereien in den letzten Jahren immer längere Zahlungsziele für Milchprodukte durchgesetzt hat. Während alle Verbraucher im Lebensmittelgeschäft oder Supermarkt immer sofort bezahlen müssen, erhalten die Molkereien ihre Bezahlung vom Handel häufig erst 45 oder 60 Tage nach der Lieferung, in Ausnahmefällen sogar erst 90 Tage später.

Diese Form der kostenfreien und risikolosen Innenfinanzierung durch unangemessene Zahlungsziele gehe voll zu Lasten der Milcherzeuger. Albert Deß möchte erreichen, dass in ganz Europa ein maximales Zahlungsziel von 30 Tagen für Milchprodukte festgelegt wird, das grundsätzlich vertraglich nicht ausgeschlossen werden kann. Etwas Derartiges gibt es bei Fleisch bereits in Frankreich; dort hat sich das bewährt.

Die Einrichtung der europäischen Milchmarktbeobachtungsstelle hält Albert Deß für sinnvoll. Deß dazu: "Die neu eingerichtete Milchmarktbeobachtungsstelle wird für die Beobachtung der Marktteilnehmer-Beziehungen sehr hilfreich sein. Die europäische Agrarpolitik muss in Krisensituationen am Milchmarkt eingreifen können. Das Ziel der Politik - sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene - muss sein, eine zukunftsorientierte Milchwirtschaft zu ermöglichen."
18.04.14


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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