Europaabgeordneter Albert Deß
"Zukunft für Landwirte"

MdEP Albert Deß (r.) mit Katharina Viehhauser und Josef Schmidt, die das Projekt "Ökoregion südlicher Steinwald" präsentierten
NEUMARKT. "Junge Landwirte haben in Europa eine Zukunft" - so das Fazit des agrarpolitischen Sprechers der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, Albert Deß (CSU), zum Abschluss des Europäischen Kongresses für Junglandwirte in Brüssel.
Die Tagung, die bereits zum zweiten Mal mehrere hundert junge Landwirte nach Brüssel führte, befasste sich insbesondere mit den Chancen für junge Menschen, den elterlichen Hof zu übernehmen. Organisiert wurde der Kongress von der christdemokratischen EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, der aus Deutschland die Europaabgeordneten von CDU und CSU angehören. Albert Deß freute sich ganz besonders, dass ein bayerischer Vertreter den Kollegen aus ganz Europa ein Erfolgsmodell der heimischen Landwirtschaft präsentieren konnte.
Josef Schmidt, junger Landwirt aus Erbendorf, stellte den versammelten Europaabgeordneten, Vertretern der EU-Kommission, und Landwirten aus ganz Europa das Projekt "Ökoregion südlicher Steinwald" vor. Die historische Kulturlandschaft mit ihren regionalen Besonderheiten und dem natürlichen Artenreichtum drohte verloren zu gehen, da karge Bodenverhältnisse, das raue Klima und schwierige Bewirtschaftungsvoraussetzungen eine konventionelle Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr zulassen.
Das Projekt mit seinen innovativen Ideen, zum Beispiel wird das Rote Höhenvieh als einheimische Rasse wieder in dieser Region gehalten oder Bio-Mohn für Bäckereien angebaut, ist aus tiefer Überzeugung an ein Miteinander von Mensch, Natur und Landwirtschaft entstanden, hieß es. Josef Schmidt: "Wir beweisen, dass es möglich ist, trotz zunehmender Industrialisierung im Einklang von Natur und Tieren zu wirtschaften."
"Bei der Überarbeitung der europäischen Agrarpolitik konnten wir bedeutende Erleichterungen für junge Landwirte sowie die Landwirtschaft in Berggebieten wie dem Bayerischen Wald oder dem Allgäu durchsetzen. Dieser Weg hat sich bewährt, denn nur wenn junge Menschen eine Zukunftsperspektive bekommen, werden sie auch den elterlichen Hof übernehmen", so Deß.
30.01.14
Dess wieder auf Platz 5

MdEP Albert Deß und Heidi Rackl am Samstag bei der CSU-Nominierungsversammlung in München mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm (M.)
NEUMARKT. Mit dem fünften Platz auf der Europaliste der CSU hat Albert Deß beste Chancen, auch künftig die Oberpfalz in Europa zu vertreten.
Ganz ohne Kampfabstimmung - wie vor fünf Jahren - erhielt der Neumarkter Abgeordnete 94 Prozent der Delegiertenstimmen.
"Bayern stark in Europa" - unter diesem Motto fand die Delegiertenversammlung zur Aufstellung der Europaliste der CSU in München statt. Der Oberpfälzer Europa-Abgeordnete Albert Deß kandidiert wieder auf "seinem" 5. Listenplatz und hat damit - selbst bei einem schlechten CSU-Ergebnis - gute Chancen, seine Arbeit im EU-Parlament fortsetzen.
Auf der Liste kandidiert auch die Neumarkterin Heidi Rackl, langjährige Büroleiterin von Albert Deß.
Die ersten 10 Kandidaten auf der Liste: Markus Ferber, Angelika Niebler, Manfred Weber, Monika Hohlmeier, Albert Deß, Bernd Posselt, Martin Kastler, Barbara Becker (Unterfranken neu), Christian Doleschal (JU).
"Ich freue mich über mein gutes Wahlergebnis. Das ist für mich Auftrag, mich weiterhin für die Oberpfälzer und Bayerischen Interessen einzusetzen", erklärte Albert Deß am Samstag gegenüber
neumarktonline.
Heidi Rackl möchte "zusammen mit den weiteren Kandidaten aus der Oberpfalz" ihren Teil dazu beitragen, "dass wir in der Oberpfalz eine hohe Wahlbeteiligung und ein gutes Ergebnis für die CSU erreichen". Rackl wurde in der Sammelabstimmung mit 87,6 Prozent gewählt.
Bei der letzten Wahl waren vor allem in Neumarkt und der ganzen Oberpfalz die Wogen hoch geschlagen, als Parteichef Seehofer die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier an die Spitze der CSU-Europakandidaten setzten und den hochangesehenen Agrar-Spezialisten Albert Dess mit einem Wackel-Platz abspeisen wollte (
wir berichteten).
Dess riskierte damals eine Kampfabstimmung - die er triumphal gewann - Hohlmeier mußte hinter ihm auf Platz sechs kandidieren.
25.01.14
Deß begrüßt "IYFF 2014"
NEUMARKT. Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament, begrüßt die Entscheidung der UNO, das Jahr 2014 zum "Internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe" (IYFF 2014 - International Year of Family Farming) zu erklären: "Bäuerliche Familienbetriebe prägen die Landwirtschaft in Europa. Das "Internationale Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe" hebt die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges hervor."
In Bayern gibt es die meisten bäuerlichen Familienbetriebe. Sie seien das Herzstück der Landwirtschaft und man brauche den Fortbestand dieser Betriebe. "Deshalb weisen wir immer wieder darauf hin, dass gerade die Leistungen zur Pflege der Kulturlandschaft nicht selbstverständlich sind und diese auch von der Gesellschaft honoriert werden müssen " so der Oberpfälzer Europaabgeordnete.
Die bäuerlichen Familienbetriebe seien auch langfristig gesehen ein zukunftsorientiertes Erfolgsmodell. Nicht zuletzt prägten gerade Familienbetriebe – und das gelte nicht ausschließlich für die Landwirtschaft – die Werte Solidarität, Gemeinschaft und Unterstützung zwischen Generationen.
Nicht nur Familienbetriebe in Bayern, sondern auf der ganzen Welt sollen vom IYFF 2014 profitieren. Albert Deß: "Wenn wir auch in den Entwicklungsländern Familienbetriebe unterstützen, kann die Zahl der Hungernden stark vermindert werden." Denn nach Schätzungen der Weltbank leben etwa 80 Prozent der Menschen, die Hunger leiden, im ländlichen Raum, rund die Hälfte der Hungernden sind Kleinbauern. Die Situation könne vor allem durch eine bessere Ausbildung verbessert werden.
Auch die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) weist auf die zentrale Rolle der bäuerlichen Landwirtschaft hin: "Das Ziel des Internationalen Jahres der bäuerlichen Familienbetriebe 2014 ist eine internationale Wirtschaftspolitik, die die Ernährungssicherheit in allen Ländern fördert", so Deß abschließend.
16.01.14
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