Europaabgeordneter Albert Deß

"Keine Abweichungen"

NEUMARKT. "Die Umsetzung der Agrarreform darf durch die sogenannten delegierten Rechtsakte der Europäischen Kommission nicht gefährdet werden", warnte MdEP Albert Deß.

"Ich ermahne die Kommission, die politischen Beschlüsse des Europäischen Parlaments und des Rates zur GAP Reform vollends zu berücksichtigen". Hier dürfe es keine Abweichung und auch keine noch komplizierteren Umsetzungsvorschläge geben, sagte der agrarpolitische Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament anlässlich der aktuellen Beratungen zur Ausgestaltung der Agrarreform.

Albert Deß hat große Bedenken bei den Vorschriften der Kommission zum aktiven Landwirt, wonach viele Betriebe in Europa aufgrund der eng gefassten Negativliste auf ihre Tätigkeit hin überprüft werden müssten. "Dies würde zu viel Bürokratie sowie zu Unregelmäßigkeiten bei der Gewährung von Direktzahlungen führen", so Deß.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Greening-Auflage. "Ich fordere die Kommission auf, praxisbezogene Umsetzungsvorschläge aufzuzeigen, indem die ökologischen Vorrangflächen nach wie vor für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden können. Insbesondere der Anbau von Leguminosen und Eiweißpflanzen ist in Europa wichtig und darf nicht durch Verwaltungsvorschriften verboten werden. Ich sehe sonst die Gefahr, dass wir nach der Reform weniger für die Umwelt tun als vor der Reform", betonte Albert Deß.

Die Kommission ist aufgefordert, die delegierten Rechtsakte bis Mitte März den Abgeordneten im Europaparlament vorzulegen. "Hier wird der Agrarausschuss genau aufpassen und sich gut überlegen, ob dem Vorschlag der Kommission so zugestimmt werden kann", so Albert Deß.
28.02.14

"Im Keim erstickt"

NEUMARKT. "Der Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments hat entschlossen gehandelt und die Bedrohung der Saatgutvielfalt im Keim erstickt. Ich bin zuversichtlich, dass sich eine Mehrheit im Plenum unserer Position anschließt", sagte der landwirtschaftspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Albert Deß (CSU), nachdem eine breite Ausschussmehrheit den Vorschlag der EU-Kommission zur Registrierung von Saatgut komplett abgelehnt hat.

Damit folgte der Ausschuss einem Antrag der EVP-Fraktion. "Der Ausschuss sagt Ja zur Sortenvielfalt und Nein zu einem bürokratischen Zentralregister", sagte Deß. Die EU-Kommission hatte in ihrem Verordnungsentwurf vorgeschlagen, dass Saatgut erst nach einer europaweiten Registrierung mit Eintrag in einem Zentralregister verkauft werden darf.

"Der Schutz seltener Saatgutarten und alter Sorten war im Kommissionsentwurf nicht ausreichend garantiert. Eine zu umfassende Pflicht-Registrierung birgt die Gefahr, dass Hobbyzüchter und kleine Familienbetriebe sowie mittelständische Saatgutzüchter beim Anbau und Verkauf ihres Saatguts benachteiligt werden", so Deß.
11.02.14

Europaweiter Notruf


MdEP Albert Deß übereichte Aufkleber an Feuerwehren im Landkreis Neumarkt

NEUMARKT. MdEP Albert Deß überreichte zum "europaweiten Notruf 112" entsprechende Aufkleber an die Stützpunktfeuerwehren Berngau und Freystadt.

"Den europaweiten Notruf 112 können Sie immer wählen, das Europäische Parlament nur alle fünf Jahre". Unter diesem Motto steht der diesjährige europaweite Notruftag , der auf Initiative des Europäischen Parlaments ins Leben gerufen wurde "Nach neuesten Umfragen wissen nur 17 Prozent der Deutschen, dass die gebührenfreie Notrufnummer 112 in allen Ländern der EU und weiteren zehn angrenzenden Staaten gilt.

Auch wenn es weiterhin teilweise noch andere Notrufnummern gibt: "Die 112 funktioniert in den 38 Ländern – und das auch von Mobiltelefonen ohne Vorwahl", so der Oberpfälzer Europa-Abgeordnete Albert Deß (EVP/CSU).

Schon seit über 20 Jahren gibt es statt mehr als 40 unterschiedlichen nationalen Notrufnummern die 112 als einheitliche Nummer. Auch den meisten Mobiltelefonherstellern wurde die Bedeutung des einheitlichen Notrufs bewusst: "Mittlerweile kann man von den meisten Mobiltelefonen ohne das Aufheben der Tastensperre einen Notruf absetzen. Außerdem funktioniert der Notruf auch in Funklöchern, also wenn am aktuellen Standort kein Netz verfügbar ist", freut sich Albert Deß über die Entwicklung in den letzten Jahren.

Stellvertretend für alle Feuerwehren in seinem Heimatlandkreis Neumarkt überreichte Albert Deß Aufkleber an die Stützpunktfeuerwehren Berngau und Freystadt. Auf ihren Einsatzfahrzeugen werben diese Feuerwehren nun für die einheitliche Notrufnummer.

Im Zuge der Übergabe der Aufkleber weisen die Führungskräfte der Feuerwehren auf das richtige Verhalten beim Absetzen eines Notrufs hin: Die Notrufzentrale braucht Informationen dazu, Wo Was mit Wie vielen Verletzten mit Welcher Art von Verletzungen passiert ist", so der 1. Kommandant der Feuerwehr Berngau-Tyrolsberg, Christian Schmalzl.
08.02.14


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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