Statistiken aus Bayern

Weniger Straftaten


Bürgermeister und andere Gemeindevertreter sowie Landrat Gailler waren bei der Präsentation der Kriminalstatistik mit dabei

NEUMARKT. Im Bereich Neumarkt ist die Zahl der Straftaten - insbesondere der Gewaltkriminalität - im letzten Jahr erheblich zurückgegangen.

Die Stadt Neumarkt steht nicht einmal mehr an der spitze der "gefährlichsten" Orte im Landkreis: Hier führen Parsberg und Velburg.

Am Dienstag gab der Neumarkter Polizei-Chef Polizeioberrat Helmut Lukas die Kriminalstatistik für den Bereich der Neumarkter Polizei bekannt. neumarktonline-Leser kennen die meisten Zahlen schon aus der Statistik für den Gesamt-Landkreis (wir berichteten).


Die Zahl der Straftaten ging im Gebiet der Inspektion Neumarkt im letzten Jahr von 3183 auf 2792 zurück. Allerdings sank auch die Aufklärungsquote von 64,5 auf 61,6 Prozent.

Ein Rückgang ist auch bei der Gewaltkriminalität zu verzeichnen - von 94 auf 85 Fälle. Und meistens ging es hier auch nicht um Mord, Totschlag oder Vergewaltigung, sondern "nur" um Raub (9 Fälle) und gefährliche oder schwere Körperverletzung (70 Fälle). Bie der Gewaltkriminalität stieg die Aufklärungsquote erfreulicherweise von 86,2 auf 87,1 Prozent.

Bei der sogenannten Straßenkriminalität - also Straftaten im öffentlichen Verkerhsraum - blieben die Zahlen mit 652 Fällen (Vorjahr: 653) nahezu gleich.

Die Zahl der Diebstähle ging von 1012 auf 946, die Aufklärungsquote hier von 37,2 auf 35,6 Prozent zurück. Allerdings stieg die Zahl der Einbrüche von 322 auf 342 an .

Rauschgiftdelikte gab es weniger: 139 statt 199 im Vorjahr. Hier wurde eine Aufklärungsquote von sagenhaften 97,8 Prozent genannt - eine Zahl, die man gleich wieder vergessen kann: schließlich erfährt die Polizei hier in den allermeisten Fällen nur dann von einer Straftat, wenn ein Dealer, Konsument oder Schmuggler erwischt wird.


Wo lebt man am sichersten ? Die Polizei veröffentlicht die Straftaten-Zahlen - aufgeschlüsselt nach Gemeinden
(Zur Vergrößerung auf die Grafiken klicken)

31.03.15

Hohe Aufklärungsquote


Die Kriminalitätsentwicklung im Bereich der Parsberger Polizei
(Zur Vergrößerung auf die Grafik klicken)
NEUMARKT. Während die Zahl der Straftaten im Landkreis stark zurückging, präsentiert man im Süden eine nur "leicht rückläufige" Statistik.

Während im Landkreis im letzten Jahr über 7 Prozent weniger Straftaten gezählt wurden (wir berichteten), meldete die Parsberger Polizei lediglich 3,1 Prozent Rückgang. Allerdings liegt die Zahl der im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Parsberg registrierten Straftaten auf einem im Langzeitvergleich unterdurchschnittlichen Wert, sagte am Freitag der Parsberger Polizei-Chef, Erster Polizeihauptkommissar Peter Gotteswinter. Deutlich gesteigert werden konnte der Wert der Aufklärungsquote auf 69,2 Prozent (Vorjahr: 62,1 Prozent).

Im Jahr 2014 zählte die Parsberger Polizei in ihrem Bereich 848 (875) Kriminalfälle. Damit ergibt sich eine sogenannte Häufigkeitszahl von 26 - das bedeutet 26 Delikte pro 1000 Einwohner. Im Vergleich dazu liegt diese Häufigkeitsziffer im Landkreis Neumarkt im Jahre 2014 bei 29 (32), im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz bei 45 (46) und bayernweit bei 51 (50).

Die niedrigen Werte im Bereich der Parsberger Polizei können aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß vier der fünf "gefährlichsten" Gemeinden des Landkreises im Süden und Südwesten liegen: Parsberg führt mit 50 Straftaten pro 1000 Einwohner vor Velburg (48), Neumarkt (45), Hohenfels (31) und Lupburg (30).

So schlimm ist es dann wenigstens in Velburg und Lupburg doch nicht, wie ein Sprecher der Parsberger Polizei auf Nachfrage von neumarktonline sagte: hier verzerren Straftaten im Bereich der Autobahn die Statistik erheblich - ohne Autobahn liegen die Zahlen hier deutlich niedriger.

Die Zahlen für Hohenfels muß man noch einmal mit besonderer Vorsicht sehen: die zahlreichen in der Gemeinde lebenden US-Amerikaner werden bei der Bevölkerungszahl traditionell nicht mitgezählt, die von ihnen begangenen Straftaten allerdings schon - so daß die Häufigkeitszahl in Wahrheit niedriger liegen müßte.

Die Verteilung von Straftaten, Aufklärungsquoten und Häufigkeitszahl auf die verschiedenen Gemeinden:


Wo lebt man am sichersten ? Die Polizei veröffentlicht die Straftaten-Zahlen - aufgeschlüsselt nach Gemeinden
(Zur Vergrößerung auf die Grafiken klicken)

Von den erfassten 848 Straftaten wurden 587 (543) Fälle aufgeklärt. Die diesjährige Aufklärungsquote liegt damit bei 69,2 Prozent (62,1 Prozent). Zu den geklärten 587 Delikten wurden 477 (495) Tatverdächtige ermittelt, wovon 295 Personen bereits polizeilich in Erscheinung getreten waren oder sind. Der Gesamtanteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren zeigt sich mit einem Wert von 94 (107) Personen rückläufig und beträgt 19,7 Prozent (21,6).

Insgesamt 67 (68) Tatverdächtige, also 11,4 Prozent (12,5) standen zur Tatzeit unter Alkoholeinfluss. Im Bereich der Gewaltkriminalitätsdelikte waren dies 35 Prozent (57,1), bei den reinen Körperverletzungsdelikten 38,4 Prozent (46,4) und bei den Delikten der Straßenkriminalität 11,1 Prozent (42,9). Mit 34 Tatverdächtigen standen 5,8 Prozent (6,4) unter Drogeneinfluss.

Der Bereich der Diebstahlskriminalität umfasst mit 32,5 Prozent (29,7) den höchsten Anteil an der Gesamtkriminalität und verzeichnete einen Zuwachs von 2,6 Prozent (+ 7 Fälle). Hier flossen die Seriendelikte wie Einbrüche, Kfz-Teilediebstähle, Kfz-Ladungsdiebstähle sowie die Diesel-Seriendiebstahlsdelikte entlang der Autobahn A 3 des Jahres 2013/2014 ein. Die Zahl der Wohnungseinbrüche bewegt sich mit elf Delikten auf exakt dem Niveau des Vorjahres. Drei dieser Einbrüche wurden während des Tages (Tageswohnungseinbrüche) verübt.

Der Bereich der Ladendiebstähle weist eine Zunahme um 20 Prozent auf 30 (25) Fälle auf, was allerdings nichts über die tatsächliche Situation und das wohl immense Dunkelfeld aussagt sowie insbesondere vom Einsatz der Ladendetektive abhängt. Die Delikte des Fahrraddiebstahls im gesamten Dienstbereich sind im Berichtszeitraum um fünf auf 14 Fälle angestiegen.

Mit einem exakt gleichen Zahlenwert des Vorjahres von 163 Delikten und 19,2 Prozent nimmt der Bereich der Straßenkriminalität (das sind Delikte wie Diebstähle und Sachbeschädigungstaten aller Art, die ausschließlich oder überwiegend im öffentlichen Raum begangen werden) neuerdings Rang 2 an der Gesamtkriminalität ein. Hier konnte im vergangenen Jahr eine Aufklärungsquote von guten 33,1 Prozent (8,6 Prozent) erreicht werden.

Der Sektor der Vermögens- und Fälschungsdelikte zeigt sich mit 158 Fällen und einem Anteil von 18,6 (23,8) Prozent an der Gesamtkriminalität um deutliche 50 Fälle rückläufig. Die Straftatenobergruppe wird dabei mit einem Anteil von 87,2 Prozent von den Betrugsdelikten dominiert, deren Anzahl auf 133 Fälle (183) zurückging. Die Delikte mit Bezug zur Internetkriminalität tendieren weiter nach oben. Einen drastisch sinkenden Wert zeigen die „Tankbetrügereien“ mit 38 (89) Fällen. Erfreulicherweise konnte dabei die Aufklärungsquote auf 71,1 Prozent gesteigert werden.

Der Sektor der Gewaltkriminalität belegt einen Anteil von 2,6 Prozent an der Gesamtkriminalität und war mit 22 Delikten (16) ansteigend.

Der Bereich der Rohheitsdelikte weist eine erkennbare Steigerung um 24 Fälle und + 20 Prozent auf 144 Fälle aus. Fälle von Körperverletzungen häufen sich insbesondere im Zusammenhang mit Veranstaltungen wie Rocknächten, Faschingstreiben und Disko-Betrieb, aber auch im häuslichen Bereich.

Der Sektor der „Häuslichen Gewalt“ entwickelte sich um zwölf Fälle auf insgesamt 30 (18) Delikte drastisch nach oben. Hier fließen auch die aktenkundig gewordenen zwölf Vorfälle im Bereich der US-Streitkräfte mit ein.

Bei den Delikten der Rauschgiftkriminalität ist mit 28 Delikten (41) eine aktuell rückläufige Tendenz zu erkennen, wobei es sich hier natürlich weitgehend um ein Kontrolldelikt handelt, aber auch das Umfeld der Parsberger „Drogenklinik“ zum Ergebnis beiträgt.

Die Anzahl von Delikten gegen Polizeibeamte, wie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, nahm mit 4 (3) Straftaten leicht zu. Ernsthaft verletzt wurde dabei kein Beamter. Straftaten gegen das Leben (Mord, Totschlag) wurden im Zuständigkeitsbereich der PI Parsberg im Jahr 2014 nicht verübt.

Leicht abnehmend zeigen sich die Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung (von Sexueller Nötigung bis zur Verbreitung pornographischer Schriften): 13 (15) Fälle. An politisch motivierter Kriminalität wurde ein (3) strafrechtlich relevantes Delikt registriert. Ein Obdachloser hatte in einem öffentlichen Gebäude in Parsberg ein Hakenkreuz in einen Tisch geritzt.

Die Entwicklung der hiesigen Kriminalitätsbelastungssituation im Gesamten gesehen unterstreicht, dass sich unsere Gemeindebürger sicher und wohl fühlen können, sagte der Parsberger Polizei-Chef beid er Vorstellung der Kriminalstatistik. Erfreulicherweise sei die allgemeine Sozialkontrolle im ländlichen Bereich stark ausgeprägt. Mit vielen Hinweisen und mitgeteilten Beobachtungen haben Bürger zur Klärung von Straftaten beigetragen und so einen aktiven Beitrag für die Verbesserung der örtlichen Sicherheitslage geleistet.
20.03.15

Weniger Autobahn-Unfälle


Die meisten Unfälle auf der Autobahn gingen glimpflich aus
Foto: Polizei

Unfälle insgesamt
(Zur Vergrößerung auf die Grafiken klicken)

Verkehrsunfallgruppen
NEUMARKT. Deutlich weniger Unfälle und ein noch stärkerer Rückgang bei den Verletzten-Zahlen wurden im letzten Jahr auf den Autobahnen im Landkreis gezählt. Andererseits gab es im Jahr 2014 wieder einen Verkehrstoten - allerdings nicht in der Statistik der Autobahnpolizei Parsberg.

Die Parsberger Autobahnpolizisten sind zwar für den weitaus größten Teil der Autobahn-Kilometer im Landkreis Neumarkt zuständig - allerdings gibt es einige hundert Meter nördlich von Oberölsbach, die noch im Landkreis Neumarkt, aber nicht mehr im Gebiet der Parsberger Polizisten liegen - und genau dort passierte der einzige Unfall mit einem Todesopfer im letzten Jahr: Ein 76jähriger Nürnberger erlitt auf der A3 in Fahrtrichtung Regensburg kurz vor der Ausfahrt Oberölsbach einen Herzinfarkt am Steuer, krachte mit seinem Wagen gegen die Mittellleitplanke und verstarb noch am Unfallort (wir berichteten).

Bei der Verkehrsbilanz der Autobahnpolizei spielte dieser tragische Unfall allerdings am Mittwoch keine Rolle: Die Parsberger Beamten sind für etwa mehr als 50 Kilometer zwischen den Anschlussstellen Oberölsbach und Laaber zuständig. Dienststellenleiter Polizeihauptkommissar Peter Kemeter stellte die Zahlen am Mittwoch beim Jahrespressebericht vor.


Im Bereich der Parsberger Autobahnpolizei ereigneten sich 337 Verkehrsunfälle, bei den 48 Personen verletzt wurden. Dies bedeutet einen erfreulichen Rückgang von etwa 27 Prozent bei der Zahl der Unfälle (Vorjahr: 44) und 40 Prozent bei den verletzten Personen (80). Die sogenannten „Verkehrsunfälle mit schwerwiegendem Sachschaden“ nahmen um etwa 21 Prozent von 94 auf 74 ab. Ein Großteil der Unfälle waren Kleinunfälle. Die Anzahl betrug 231 (238).

Kemeter erinnerte bei der Pressekonferenz an einige besonders dramatische aber auch erfreuliche Ereignisse aus dem letzten Jahr: Hauptunfallursachen bei den Verkehrsunfällen waren nicht angepasste Geschwindigkeit (36 Unfälle) und Fehler beim Überholen (22 Unfälle). Zehn Unfälle passierten wegen ungenügendem Sicherheitsabstandes und 18 wegen begangener Fehler beim Abbiegen, Ein- und Anfahren. Leider musste auch ein Unfall aufgenommen werden, bei dem der Fahrer alkoholisiert war, sagte Kemmeter.

Der Gesamtschaden bei den Unfällen mit Personenschaden und den schwerwiegenden Unfällen betrug 738.000 Euro. Der Sachschaden bei den Kleinunfällen wird nicht registriert.

Das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen auf Höhe der Anschlussstelle Neumarkt lag 2012 (keine neueren Zahlen vorhanden) bei etwas mehr als 36.000 Fahrzeugen in beiden Fahrtrichtungen. Der Anteil des Schwerverkehrs lag bei 26,9 Prozent (etwa 9750 Fahrzeuge).

Die Beamten kontrollierten insgesamt 6781 Fahrzeuge. 3572 davon waren Lastautos. 1359 Fahrzeuge - etwa 38 Prozent - mussten beanstandet werden. Die häufigsten technischen Mängel waren Beanstandungen der Lichtanlage und Elektrik (44), der Bremsanlage (44) und der Reifen (13). 45 Mal musste wegen schwerwiegender Mängel die Weiterfahrt unterbunden werden.

Nach wie vor stellt die Verfolgung von Verstößen gegen die Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten) im Lkw-Verkehr einen absoluten Arbeitsschwerpunkt dar. 2014 wurden auf diesem Sektor 694 Anzeigen nach dem Fahrpersonalrecht und 45 Anzeigen nach dem Güterkraftverkehrsgesetz erstellt. Außerdem verfolgten die Beamten der Autobahnpolizei Parsberg 754 Verstöße nach der Straßenverkehrsordnung und nach der Straßenverkehrszulassungsordnung. Die häufigsten Anzeigen wurden hier wegen Gewichtsverstößen, Ladungssicherungsverstößen, Nichteinhalten des Lkw-Überholverbotes, Sonntagsfahrverbot sowie Gurt- und Handyverstößen erstellt.

Bei einer großen Anzahl der beanstandeten Kfz-Führer handelt es sich um Ausländer. Um die Bezahlung der Geldbuße sicherzustellen, wurden 612 Sicherheitsleistungen erhoben.

Straftaten


Straftaten
(Zur Vergrößerung auf die Grafiken klicken)

Straftatengruppen
2014 bearbeitete die Parsberger Autobahnpolizei insgesamt 226 Kriminalstraftaten. Die Aufklärungsquote betrug 56,6 Prozent. Dabei wurden 126 Personen angezeigt. 114 Beschuldigte waren männlich und 12 weiblich.

65 Delikte waren Tankbetrügereien (Vorjahr: 68). Rückläufig waren die sogenannten Dieseldiebstähle mit 39 Delikten (54). Die Tatorte sind in der Regel Autobahnparkplätze. Dabei werden von Lastautos die Tankdeckel abgedreht und der Diesel abgepumpt. Dies passiert in der Zeit, in der die Fahrer in ihrer Schlafkabine die Ruhezeit einbringen.

16 Fahrer mussten 2014 angezeigt werden, da sie ein Kraftfahrzeug führten, obwohl der Promillegehalt im Blut mindestens 0,5 Promille betrug. Daneben wurden zehn folgenlose Drogenfahrten festgestellt und die jeweiligen Fahrer zur Anzeige gebracht.

Rettungsgasse - oft unbekannt

Enorme Probleme ergeben sich für die Polizei und für die Rettungsdienste und Feuerwehren immer wieder durch die mangelnde Bereitschaft oder die Unkenntnis der Verkehrsteilnehmer, dass bei Unfällen eine Rettungsgasse gebildet werden muss, sagte Polizei-Chef Kemmeter. Das Bilden einer Rettungsgasse in der Mitte der Fahrbahn auch schon bei stockendem Verkehr sei keine Frage der Höflichkeit, sondern eine gesetzlich festgelegte Pflicht. Denn nach einem Unfall müssen Rettungsfahrzeuge die Verletzten schnellstmöglich erreichen, um deren Überlebenschance zu erhöhen. Dabei zählt jede Minute.

Aber auch zum Beispiel Abschleppfahrzeuge stehen wegen fehlender Rettungsgasse immer wieder im Stau und können deshalb ihre Arbeit nicht verrichten. Dadurch werden die Bergungsmaßnahmen unnötig verlängert. Die Rettungsgasse muß offengehalten werden, bis der Verkehr wieder rollt.
19.03.15

Weniger Straftaten, mehr Einbrüche


Wo lebt man am sichersten ? Die Polizei veröffentlicht die Straftaten-Zahlen - aufgeschlüsselt nach Gemeinden
(Zur Vergrößerung auf die Grafiken klicken)

Gesamtstraftaten


Deliktsverteilung


Gewaltkriminalität


Straßenkriminalität


Diebstahlskriminalität (gesamt)


Wohnungseinbrüche


Vermögens- und Fälschungsdelikte


Rauschgiftkriminalität


Jugendspezifische Delikte
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten im Landkreis Neumarkt ist stark gesunken - doch die Anzahl der Einbrüche bereitet der Polizei Sorgen. Das "gefährlichste Pflaster" mit den meisten Straftaten pro Einwohner war im Jahr 2014 Parsberg - am sichersten lebt man in der Gemeinde Berngau.

Das wurde bei der Präsentation des "Sicherheitsberichts 2014" bekannt, der am Mittwoch-Nachmittag in Regensburg vorgestellt wurde. Die Zahl der Straftaten im Landkreis Neumarkt ist dabei - von einem sowieso schon niedrigem Stand - um 7,2 Prozent auf 3783 Taten gesunken. Damit liegt die sogenannte "Häufigkeitszahl" - die Zahl der Straftaten pro 100 Einwohner - erstmals bei unter 3 (genau 2,959).

Bei der Pressekonferenz im Regensburger Polizeipräsidium wurde auch die Verteilung der Straftaten auf die einzelnen Gemeinden des Landkreises besprochen. Und hier löste Parsberg überraschend die bisher immer an der Spitze stehenden Große Kreisstadt ab: Neumarkt fiel sogar hinter Velburg auf Platz 3 zurück. In Parsberg wurden über fünf Straftaten pro 100 Einwohner registriert, in Velburg 4,8 und im Neumarkter Stadtgebiet sank der Anteil von 4,9 auf 4,5.

Eine Insel der Glückseligen scheint wie im Vorjahr weiterhin die Gemeinde Berngau zu sein, bei der Kriminalität offenbar fast unbekannt ist: deutlich unter einem Fall (genau 0,75) pro 1000 Einwohner zählte hier die Polizei. Ob das jetzt dran liegt, daß die Berngauer besonders gesetzestreue Menschen sind, oder ob sie ihrer kriminellen Aktivitäten einfach lieber in Neumarkt oder Freystadt frönen, steht aber natürlich in keiner Statistik.

Überhaupt sind die Zahlenwerke wie jede Statistik mit Vorsicht zu genießen: in der Gemeinde Berg liegt die Häufigkeitszahl zum Beispiel bei 2,6 (und sie lag im Vorjahr sogar bei 3,6), was aber sicher zu einem Gutteil auf die Autobahnausfahrten auf Berger Gemeindegrund zurückzuführen ist. Durchreisende Straftäter begehen Straftaten häufig in unmittelbarer Autobahn-Nähe - und hier hat Berg das Statistik-Pech, daß nicht nur die Ausfahrt Oberölsbach, sondern auch die Autobahnausfahrt Neumarkt auf Berger Gemeindegebiet liegt.

Während auf fast allen Gebieten die Zahl der Straftaten im Landkreis Neumarkt teils stark zurückging oder wenigstens stagnierte (klicken Sie auf die Grafiken!), sticht die stark gestiegene Zahl der Einbrüche heraus. Das ist nicht nur ein Problem im Landkreis Neumarkt, sondern in der ganzen Oberpfalz, sagte Polizeipräsident Gerold Mahlmeister am Mittwoch.


Trotz intensiver Bemühungen der Polizei gab es hier deutliche Steigerungen. "Wir werden alles tun, um diesem besonders sicherheitsrelevanten Deliktsbereich künftig noch intensiver entgegenzutreten", erklärte Mahlmeister. Unabdingbar sei hier aber eine enge Allianz mit der Bevölkerung: "Ein wachsames Auge, nicht nur auf das eigene Heim, sondern bei Bedarf auch auf das des Nachbarn, die Bereitschaft, bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort die Polizei zu verständigen oder auch der Einsatz von technischen Sicherungen sind einige Beispiele dafür, wie sich jeder einzelne Bürger schützen oder helfen kann, erfolgreich gegen Einbrecher vorzugehen".

Oberpfalzweit macht nach den Worten des Polizeipräsidenten auch die Rauschgift-Kriminalität zu schaffen. Hier steuerte der Landkreis Neumarkt aber gegen den Strom: die Zahl der Drogen-Delikte ist hier um fast ein Drittel auf 170 Fälle zurückgegangen. Der Landkreis weist hier mit deutlichem Abstand den niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre auf.
18.03.15


Anfang ... 35 - 36 - [37] - 38 - 39 ... Ende

Übrigens: Sie können jetzt alle Themen aus neumarktonline auch im NEUMARKTER FORUM diskutieren
Telefon Redaktion


Berg im Internet - die Lokalausgabe der Internet-Tageszeitung neumarktonline. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Berg im Internet
ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
Berg im Internet - die Lokalausgabe der Internet-Tageszeitung neumarktonline. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Berg im Internet
ISSN 1614-2853
15. Jahrgang