Statistiken aus Bayern

Zahlen fast unverändert


Die Zahl der ABC-Schützen im Landkreis Neumarkt ist heuer nahezu gleich geblieben
Foto:Archiv
NEUMARKT. Die Schülerzahlen in der Stadt und im Landkreis Neumarkt bleiben im beginnenden Schuljahr nahezu stabil. Und auch die Zahl der Schulanfänger ist mit 1078 gegenüber 1080 im Vorjahr beinahe gleich geblieben, hieß es aus dem Neumarkter Schulamt.

Die Zahl der Schüler, die den Mittlere-Reife-Zug der Mittelschulen besuchen ist allerdings mit 630 etwas rückläufig. Insgesamt werden voraussichtlich 7015 Schüler im Schuljahr 2015/16 die staatlichen und privaten Grund- und die Mittelschulen des Landkreises besuchen.

Da auch die Zahl der Klassen mit 335 nahezu unverändert geblieben ist, bedeutet dies auch stabile Schülerzahlen im Schnitt – nämlich genau 20,94. Diese Durchschnittszahl liest sich zwar recht angenehm und wäre eine aus pädagogischer Sicht höchst willkommene Klassenstärke im Unterrichtsalltag, sagte Schulamtsdirektor Dieter Lang. Hinter ihr verbergen sich freilich neben Klassenstärken ab 13 Schülern auch solche mit 30 – "wenn auch nur noch eine Handvoll".


Gerade in den Mittelschulen mit mehreren Standorten komme es zu Klassen mit weniger als 13, aber auch zu Klassen mit 30. "Beide Extreme sind nicht gewollt und werden auch erfreulich weniger, haben aber ihre Ursache im Schüleraufkommen des jeweiligen Schulsprengels", erklärte Lang. 300 Klassen bewegen sich aber bei Schülerzahlen von 16 bis 25. Lang: "Damit sind wir sehr zufrieden".

Die vor Jahren im Rahmen eines Schulversuchs eingerichtete kombinierte Jahrgangsstufe 1/2 an der Theo-Betz-Schule erfreut sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Es sind stets mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden. Weitere kombinierte Jahrgangsstufen bestehen an den Grundschulen in Pilsach (1/2 und 3/4), Lauterhofen (3/4) und Sengenthal (2/3). Ebenfalls in kombinierten Klassen werden Schüler der Jura-Montessori-Schule unterrichtet.

Bestens bewährt hat sich der Schulversuch „FleGS“ – flexible Grundschule - an der Grundschule Woffenbach: Dort werden alle Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 in vier jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet. Neue FleGS-Schule ist mit dem Schuljahr 2015/16 auch die Grundschule Lauterhofen mit insgesamt drei jahrgangsgemischten Eingangsklassen.

Mehr Schulen mit dem Profil Inklusion

Auch bei der Inklusion, beim gemeinsamen Unterricht und Schulalltag von jungen Menschen mit und ohne besonderen Förderbedarf, kommt der Freistaat im Schuljahr 2015/2016 weiter voran. Im Schulamtsbereich Neumarkt besitzen die Grundschule Deining und die Mittelschule Deining das Schulprofil Inklusion.

Diese Schulen sind Regelschulen, die sich besonders der Inklusion von Menschen mit Behinderung verpflichten und zu Motoren für ein neues Miteinander von jungen Menschen mit und ohne Behinderung werden sollen.

Mit dem Schuljahr 2013/2014 wurde eine „Unabhängige Beratungsstelle Inklusion“ des Staatlichen Schulamts an der Schule in Deining eingerichtet. Hier erhalten Eltern- und Erziehungsberechtigte Informationen und Hilfe, die auf der Suche nach dem besten  schulischen Lern- und Förderort für ihr Kind sind.

Zum ersten Mal wurde an der Mittelschule Berngau in der 5. Jahrgangsstufe eine Partnerklasse der Schule Höhenberg angesiedelt. An der Schule wird versucht, möglichst viele Stunden gemeinsam zu unterrichten, um für Kinder mit Behinderung ein möglichst „normales“ Lernumfeld zu gestalten. Im Gegenzug können die Kinder der Partnerklasse lernen, mit Behinderungen in ihrem Umfeld umzugehen.

Auch das Konzept der Kooperationsklassen hat sich seit Jahren im Schulamtsbereich Neumarkt bewährt. In den geplanten Kooperationsklassen – verteilt über den gesamten Landkreis - werden in der Regel drei bis fünf Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, und/oder Verhalten zusammen mit weiteren Schülern ohne sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Dabei erfolgt eine Unterstützung durch die Mobilen Sonderpädagogischen Dienste.

An vielen weiteren Schulen gehören Maßnahmen zur Inklusion von einzelnen Schülern – wie seit vielen Jahren – zum festen Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Schulen.

Ganztagsangebote

Für das neue Schuljahr ist es wieder gelungen, den Ausbau der gebundenen Ganztagsklassen an den Grundschulen und Mittelschulen weiter voran zu treiben. Alle gebundenen Ganztagsklassen erhalten jeweils zwölf Lehrerwochenstunden und 6000 Euro im Jahr. Für jede gebundene Ganztagsklasse in der 1. Jahrgangsstufe wurde das Budget noch um zusätzlich 4500 Euro und für jede gebundene Ganztagsklasse der 2. Jahrgangsstufe um zusätzlich 3000 Euro pro Jahr erhöht. Damit können zusätzliche pädagogische Kräfte eingestellt werden.

Gebundene Ganztagesangebote (in Klammern die Jahrgangsstufe) gibt es an den Mittelschulen in: Neumarkt Weinbergerstraße (6 – 9), Berching (5 – 9), Postbauer-Heng (5 – 9, 6, 10M), Parsberg (5 – 9), Freystadt (5 – 9) und Velburg (9).

Auch Grundschulen bieten den „gebundenen Ganztag“ (in Klammern die Jahrgangsstufe) an: Seubersdorf (4), Neumarkt Theo-Betz (1 – 4; zweizügig), Berg (1, 3 und 4), Postbauer-Heng (1 – 4). An der rundschule Bräugasse wird im Schuljahr 2015/16 der eingerichtete Ganztagszug weiter kontinuierlich ausgebaut (1 – 3). Auch die Grundschule Mühlhausen erweitert im Schuljahr 2015/16 ihr Ganztagsangebot (1, 3 und 4).

Ein offenes Ganztagesangebot halten diese Mittelschulen im Landkreis für die Schüler bereit (in Klammern die Anzahl der Gruppen): Berching (1), Berg (2), Neumarkt Weinbergerstraße (2), Neumarkt Woffenbacher Straße (2), Parsberg (1), Velburg (1) und Freystadt(1). Ein offenes Ganztagesangebot für Grundschulen erhält im Schuljahr 2015/16 in einer bayernweiten Pilotphase die Grundschule Parsberg. Insgesamt wurden an der Schule vier Gruppen genehmigt.

Ausbau der Sprachförderung

Aufbauend auf den vorschulischen Vorkursen können in den Jahrgangsstufen 1 und 2 der Grundschule unterrichtsbegleitende Deutschförderkurse eingerichtet werden. Auch in diesem Jahr werden an der Grundschule Parsberg, an der Grundschule an der Bräugasse und an der Theo-Betz Grundschule Sprachlernklassen eingerichtet.

Auch im Schuljahr 2015/16 werden im Schulamtsbereich Neumarkt wieder zwei Übergangsklassen für Grundschüler an der Grundschule an der Bräugasse eingerichtet. Hier werden Kinder unterrichtet, die über keinerlei Deutschkenntnisse verfügen.

Für einen gelingenden Übergang zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschule sollen neben den bereits erfolgreich durchgeführten weitere Kooperationsmaßnahmen umgesetzt werden. Diese Maßnahme kann im Schuljahr 2015/16 an 14 Schulen angeboten werden, wofür 26 Lehrerstunden pro Woche zur Verfügung gestellt werden.

Für den Bereich der Grundschulen sind an der Grundschule Neumarkt an der Bräugasse zwei Übergangsklassen für Asylanten und Flüchtlinge eingerichtet. An der Mittelschule Parsberg sind zwei Übergangsklassen für Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6, sowie 7 bis 9 eingerichtet. Alle Klassen werden – soweit möglich – von ausgebildeten Lehrkräften im Fach „Deutsch als Zweitsprache“ unterrichtet.

An mittlerweile so gut wie jeder Schule im Landkreis werden aber auch Kinder von Flüchtlingen und Asylanten beschult. Für die Übergangsklassen und die Deutschförderung stehen zusätzliche Stunden zur Verfügung – "leider nicht in dem Maß, das wir gerne hätten", so Lang, aber der Bedarf in den Ballungsräumen sei einfach weitaus höher als im ländlichen Raum.

Berufsorientierungsmaßnahmen

Im Rahmen der intensiven Förderung der Mittelschüler spielt eine vielseitig angelegte Berufsorientierung wieder eine wichtige Rolle. So haben sich im vergangenen Schuljahr alle Mittelschulen der Stadt und des Landkreises Neumarkt sehr engagiert an Maßnahmen zur Berufsorientierung - im beruflichen Fortbildungszentrum (bfz), in der Handwerkskammer, in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen, in Kooperation mit der VHS sowie in Zusammenarbeit mit externen Fachkräften aus der lokalen Wirtschaft - beteiligt. Die Jugendlichen konnten dadurch hinsichtlich des Berufswahlprozesses wichtige sowie persönlich bedeutsame Erfahrungen und Informationen sammeln.

Ergänzend dazu war das schon über einige Jahre bestehende Angebot der Staatlichen Berufsschule wieder sehr hilfreich, zahlreiche Jugendlichen der 8. und 9. Jahrgangsstufe aller Mittelschulen des Landkreises einen Schnuppertag im Rahmen eines selbst ausgewählten Ausbildungsberufes zu ermöglichen.

Darüber hinaus förderten alle Schulleitungen in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt die Durchführung von zahlreichen praktisch Unterrichtsprojekten, die allesamt wichtige berufsbezogene Schlüsselqualifikationen im Fokus hatten.

Die insgesamt sehr aufwändigen Maßnahmen der Berufsorientierung wurden mit einem Gesamtvolumen von etwa 180.000 Euro von der Agentur für Arbeit, vom Kultusministerium in Zusammenarbeit mit der Regierung der Oberpfalz und vom Staatlichen Schulamt Neumarkt finanziert.

Besonders erfreulich sei darüber hinaus der inzwischen flächendeckende Ausbau der Berufseinstiegsbegleitung, einem bundesweiten „Modellprojekt“. Demnach besteht nun für alle Mittelschulen die Möglichkeit, für einige Schüler, die eine besonders intensive Unterstützung im Berufswahlprozess und beim Übergang von der allgemeinbildenden Schule in die Berufsausbildung benötigen, eine Fachkraft an die Seite zu stellen. Diese begleitet die Jugendlichen aktiv ab Mitte der 8. Jahrgangsstufe bis eine halbes Jahr in die Ausbildungsphase hinein. Wichtige Fördermaßnahmen sind auch Hilfen bei der Berufsorientierung, bei der Berufswahl, bei der Arbeitsplatzsuche sowie bei der Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses.

Die Lehrkräfte

Insgesamt unterrichten im neuen Schuljahr an den 43 staatlichen Schulen 570 Lehrkräfte. Die Bewegung innerhalb der Lehrkräfte war diesmal eher durchschnittlich: 40 Zu- und Wegversetzungen mussten vollzogen werden - zuzüglich der 21 Lehrer-, Fachlehrer- und Förderlehreranwärter. In dieser Zahl enthalten sind 35 mobile Reserven, die zur Sicherung des Unterrichts bei Ausfällen zur Verfügung stehen.
09.09.15

Mehr Übernachtungen


Der Raum Neumarkt als Touristik-Gebiet: in den ersten sieben Monaten wurden 226.572 Übernachtungen gezählt
Foto: Andreas Hub
NEUMARKT. Die glänzenden Zuwachs-Zahlen im Juli bei den Übernachtungen im bayerischen Tourismusgewerbe sind am Landkreis Neumarkt zum Teil vorbeigegangen.

Allerdings können die heimischen Hotels und Gasthäuser bei den Sieben-Monats-Zahlen mehr als gut mithalten. In den ersten sieben Monaten wurden 226.572 Übernachtungen gezählt.

Das sind 5,9 Prozent mehr Übernachtungen (und 5,4 Prozent mehr "Gästeankünfte") als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, hieß es vom Bayerischen Landesamt für Statistik. In ganz Bayern nahmen diese Zahlen bei den Ankünften um 5,8 Prozent, bei den Übernachtungen aber nur um 3,8 Prozent zu.


Andererseits wird der Landkreis deutlich abgehängt, wenn man - wie das Landesamt für Statistik - vor allem die Juli-Zahlen hernimmt. Hier stieg im Landkreis Neumarkt die Zahl der Gästeankünfte nur um 2,1 Prozent, die Zahl der Übernachtungen immerhin um 5 Prozent. In Gesamtbayern glänzt man hier mit Zuwächsen von 9,5 und 7,3 Prozent.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, verzeichneten die Tourismusregionen Fränkisches Seenland, Städteregion Nürnberg, Bayerischer Jura - zu dem der Landkreis Neumarkt zählt -, Ammersee-Lech und Zugspitz-Region sogar zweistellige Zuwächse bei Gästeankünften und Übernachtungen. In den ersten sieben Monaten 2015 stieg die Zahl der Gästeankünfte in Bayern um 5,8 Prozent auf 19,1 Millionen, die Zahl der Übernachtungen wuchs um 3,8 Prozent auf 48,9 Millionen.

Im Landkreis Neumarkt stieg in den ersten sieben Monaten die Zahl der Ankünfte auf 118.841 und die Zahl der Übernachtungen auf 226.572.

Die Betten waren dabei im Landkreis Neumarkt nur zu einem Drittel (genau 33,2 Prozent) ausgelastet. Im Juli wurden im Landkreis 84 Beherbergungsbetriebe mit 3.140 Betten gezählt.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stieg die Zahl der Gästeankünfte in den gut 12 200 geöffneten Beherbergungsbetrieben Bayerns im Juli 2015 gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,5 Prozent auf knapp 4,0 Millionen, die Zahl der Übernachtungen erhöhte sich um 7,3 Prozent auf fast 10,1 Millionen. Im Ausländerreiseverkehr wuchsen Gästeankünfte (+11,9 Prozent) und Übernachtungen (+11,8 Prozent) stärker als im Inländerreiseverkehr (Gästeankünfte: +8,5 Prozent; Übernachtungen: +6,0 Prozent).

Unter den Betriebsarten der Beherbergung verbuchten im Juli 2015 die Campingplätze die höchsten Zuwächse (Gästeankünfte: +26,4 Prozent; Übernachtungen: +19,3 Prozent). Mit Ausnahme der Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime (Gästeankünfte: -1,6 Prozent; Übernachtungen: -2,0 Prozent) lagen die Gästezahlen in allen Betriebsarten über dem Vorjahresniveau.
08.09.15

Viel mehr Geburten


"Ich bin ein Neumarkter" - die Zahl der im Landkreis geborenen
Babies stieg stark an
Foto: Archiv
NEUMARKT. Die Differenz zwischen den Zahlen von neugeborenen und verstorbenen Landkreisbürgern wurde im letzten Jahr deutlich geringer. Zwar überwiegt noch immer die Zahl der Todesfälle, doch stieg die Zahl der Geburten erstmals seit vielen Jahren wieder stark an.

Die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen hat sich praktisch halbiert.

Im Jahr 2013 wurden im Landkreis Neumarkt 1050 Babies geboren, ein Jahr später waren es sensationelle 1154. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Todesfälle im Landkreis nur ganz gering von 1259 auf 1263 an.

Von den im letzten Jahr geborenen Kindern waren übrigens 573 Buben und 581 Mädchen. Bei den Sterbefällen wurden 622 Männer und 641 Frauen gezählt.

Der Landkreis Neumarkt ist mit dem starken Anstieg der Geburtenzahlen nicht allein: in Bayern zählte man vier Prozent, in der Oberpfalz sogar fünf Prozent mehr Babies.


Mit 113.900 Säuglingen hat die Geburtenzahl in Bayern seit 2001 einen neuen Höchststand erreicht. Gleichzeitig ging die Zahl der Sterbefälle um 2,2 Prozent auf rund 124.100 zurück. Von Anfang Januar bis Ende Dezember 2014 kamen im Freistaat damit zwar noch immer rund 10 200 Kinder weniger zur Welt als Menschen verstarben, der Sterbefallüberschuss hat sich aber im Vergleich zum Vorjahr 2013 um mehr als 7100 Personen reduziert.

Im Jahr 2014 kamen in Bayern 113.935 Babys lebend zur Welt, davon 55.240 Mädchen und 58.695 Jungen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik waren das rund 4,0 Prozent mehr (+4 373) als im Vorjahr 2013.

Die Zunahme von Geburten in ehelichen Familien lag mit 3,8 Prozent leicht unter der durchschnittlichen Geburtenentwicklung. Die Zahl der außerhalb einer Ehe geborenen Kinder stieg im Vergleich dazu um 4,5 Prozent an. Insgesamt wurde aber auch im Jahr 2014 mit 73 Prozent (83 054) die große Mehrzahl der Kinder innerhalb einer Ehe geboren. Dennoch lag auch der Anteil der Kinder, die in nicht-ehelichen Familien zur Welt kamen, mit 27 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau. Dieser Wert hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre mehr als verdoppelt.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, registrierten alle Regierungsbezirke im Jahr 2014 Geburtenanstiege. Die deutlichste Zunahme ergab sich für den Regierungsbezirk Oberpfalz (+5,0 Prozent), gefolgt von Oberfranken (+4,5 Prozent), Schwaben (+4,2 Prozent), Oberbayern (+4,1 Prozent), Niederbayern (+3,9 Prozent), Mittelfranken (+3,3 Prozent) und Unterfranken (+3,0 Prozent).

Gleichzeitig ist in Bayern die Zahl der Sterbefälle um 2774 auf 124.129 gesunken. Dennoch konnten auch im Jahr 2014 die natürlichen Bevölkerungsverluste durch Sterbefälle nicht über Geburten ausgeglichen werden. Dieser Trend ist bereits seit dem Jahr 2001 zu beobachten. Allerdings hat sich der Sterbefallüberschuss 2014 gegenüber dem Vorjahr von -17.341 auf -10.194 deutlich verringert.

Auf Ebene der Regierungsbezirke fiel lediglich für Oberbayern die Bilanz der natürlichen Bevölkerungsentwicklung (Lebendgeborene minus Gestorbene) weiterhin positiv aus. Aufgrund der Zunahme der Geburten und des Rückgangs der Sterbefälle erhöhte sich der Geburtenüberschuss in Oberbayern von 3370 auf 5826.

Im Jahr 2014 verbuchten die sechs weiteren Regierungsbezirke gegenüber dem Vorjahr geringere Sterbefallüberschüsse. Der niedrigste natürliche Bevölkerungsrückgang 2014 im Vergleich zum Vorjahr ergab sich für den Regierungsbezirk Schwaben (-1711), gefolgt von der Oberpfalz (-2202), Mittelfranken (-2379), Niederbayern (-2733), Unterfranken (-2816) und Oberfranken (-4179).
03.09.15

2300 Rindviecher in Neumarkt


Die Zahl der Rinder ist im Landkreis zurückgegangen
Foto:Archiv
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt sind im letzten Jahr die Zahl der Rinder-Halter und die Zahl der Rinder zurückgegangen.

Die meisten Tiere gibt es nach der neuesten Statistik in Berching, Velburg und Freystadt. Und auch im Neumarkter Stadtgebiet halten noch 51 Betriebe fast 2300 Rindviecher.

Nach den Zahlen des Statistischen Landesamtes gab es im Jahr 2014 im Landkreis Neumarkt noch 752 Rinder-Halter mit 49.768 Rindern. Im Jahr zuvor waren es noch 785 Halter mit 49.973 Tieren.


Und so verteilt sich die Rinderhaltung auf die einzelnen Gemeinden des Landkreises: In Bayern gab es im letzten Jahr 92.900 landwirtschaftliche Betriebe. Diese bewirtschaften rund 3,1 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche. 66,1 Prozent dieser Fläche entfielen auf das Ackerland und 33,5 Prozent auf das Dauergrünland. Zum Stichtag 3. November 2014 wurde für Bayern ein Bestand von rund 3,2 Millionen Rindern ermittelt. 37,6 Prozent und damit rund 1,2 Millionen aller in Bayern gehaltenen Rinder sind Milchkühe. Bayern ist somit das Bundesland mit den meisten Milchkühen (Bundesanteil: 28,3 Prozent).

In Bayern dominieren im Rahmen der Rinderhaltung traditionell die Doppelnutzungsrassen mit einem Anteil von 90,1 Prozent. Milchnutzungsrassen haben einen Anteil von 5,9 Prozent und Fleischrassen einen Anteil von 4,1 Prozent. Die mit Abstand bedeutendste Rinderrasse in Bayern war 2014 die Doppelnutzungsrasse Fleckvieh (auch Simmentaler genannt) mit 2.508.968 Rindern, gefolgt von der Doppelnutzungsrasse Braunvieh (258.624 Rinder) und der am häufigsten gehaltenen Milchrasse Holstein-Schwarzbunt (161.499 Rinder).
27.08.15


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Berg im Internet - die Lokalausgabe der Internet-Tageszeitung neumarktonline. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Berg im Internet
ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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