NEUMARKT. Die Zahl der Sterbefälle in der Stadt Neumarkt hat im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr abgenommen.
Dies geht aus den internen Aufzeichnungen des Standesamtes Neumarkt hervor. Insgesamt wurde bei 896 Verstorbenen im letzten Jahr Neumarkt als Sterbeort eingetragen. 2017 waren es noch 927 Sterbefälle gewesen.
Unter den im letzten Jahr Verstorbenen waren 444 Männer und 452 Frauen. 392 der 2018 in Neumarkt Verstorbenen hatten ihren Wohnsitz in der Stadt, 300 im Landkreis und 204 Verstorbene stammten von außerhalb des Landkreises.
Im Durchschnitt waren die 2018 in Neumarkt verstorbenen Frauen 81,65 Jahre alt und die verstorbenen Männer im Durchschnitt 76,18. Im Jahr davor lag das Durchschnittsalter der verstorbenen Frauen bei 80,62 und das der verstorbenen Männer bei 75,16 gelegen.
Vor zehn Jahren, im Jahr 2008, ergab sich für das Durchschnittsalter der verstorbenen Frauen in Neumarkt 80,62 Jahre und damit exakt der gleiche Wert wie 2017. Das Durchschnittsalter der verstorbenen Männer lag 2008 dagegen mit 72,68 Jahren deutlich niedriger.
26.01.19
Neumarkter trauten sich
So viele Eheschließungen wie seit fast 20 Jahren nicht mehr gab es in Neumarkt
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NEUMARKT. Passend zum Baby-Boom in Neumarkt (wir berichteten) verzeichnete die Stadt im letzten Jahr auch mehr Eheschließungen - so viel wie seit fast 20 Jahren nicht mehr.
192 Paare waren es, die sich 2018 im Neumarkter Standesamt ewige Treue schworen oder wenigsten „gschlamperte Verhältnisse“ beendeten. Nach 184 Eheschließungen im Jahr 2017 stieg die Zahl der Eheschließungen 2018 damit um rund 4,35 Prozent.
Die 192 Eheschließungen im letzten Jahr sind Rekord seit fast 20 Jahren. Zuletzt gab es nur im Jahr 1999 mit 234 Paaren mehr Heiratswillige, die vor dem Standesamt Neumarkt den Bund fürs Leben geschlossen hatten.
Die niedrigste Anzahl an Eheschließungen in den letzten 15 Jahren gab es dagegen 2010, in dem nur 154 Paare im Standesamt Ringe tauschten.
Bei den 192 Eheschließungen im Jahr 2018 hat das Brautpaar in 149 Fällen als Ehenamen den Familiennamen des Mannes angenommen, in 19 Fällen den der Frau und in 24 Fällen wurde eine getrennte Namensführung vereinbart. Bei 33 Ehen war es für einen Ehepartner - verwitwet oder geschieden - eine weitere Eheschließung, in 22 Fällen war es für beide eine weitere Ehe.
23.01.19
Baby-Boom in Neumarkt
In Neumarkt wurden 903 Babys geboren - so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr
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NEUMARKT. Nach Angaben des Standesamtes wurden im letzten Jahr in der Stadt Neumarkt 903 Geburten verzeichnet - so viele wie seit dem Jahr 1996 nicht mehr.
Allerdings wird nur ein kleiner Teil der Neugeborenen auch innerhalb der Stadtgrenzen wohnen - viele der Eltern leben im oder auch außerhalb des Landkreises. Übrigens: die Jungs waren 2018 deutlich in der Mehrheit.
Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Neugeborenen um 17 gestiegen; 2017 waren es noch 886 Geburten gewesen.
Seit Jahren steigt die Zahl der Geburten mit Geburtstort Neumarkt an, hieß es aus dem Rathaus. So waren zum Beispiel vor zehn Jahren, im Jahr 2008, lediglich 653 Kinder verzeichnet worden.
Die 903 Geburten im Jahr 2018 in Neumarkt setzen sich zusammen aus 284 Geburten von Kindern, deren Eltern ihren Wohnsitz in der Stadt Neumarkt haben, 476 Eltern der Kinder wohnen im Landkreis Neumarkt und bei 143 der neugeborenen Kinder stammen die Eltern von außerhalb des Landkreises. Das Neumarkter Klinkum genießt offensichtlich auch bei werdenden Eltern außerhalb des Stadtgebiets einen ausgezeichneten Ruf.
Interessant ist auch das Geschlechterverhältnis der Neugeborenen. Von den 903 Babys sind 472 Jungen und 431 Mädchen.
Verringert hat sich seit 2017 der Anteil der Geburten von nichtehelichen Kindern. Er liegt bei rund 21,6 Prozent; im Jahr 2017 waren es noch rund 26,5 Prozent gewesen.
Leicht gestiegen ist der Anteil von neugeborenen Kindern, bei denen einer oder beide Elternteile ausländischer Herkunft sind. Er stieg von 17,04 auf 17,5 Prozent. Insgesamt kamen die Eltern der im Jahr 2018 geborenen Babys aus 40 Ländern.
429 der im Jahr 2018 Neugeborenen sind Erstgeborene in der Familie gewesen. Bei 334 Neugeborenen war bereits ein Geschwisterkind vorhanden. 101 der 2018 in Neumarkt Neugeborenen treffen in der Familie auf zwei Geschwisterkinder, 45 Neugeborene haben drei oder mehr Geschwister.
21.01.19
Stabile Schülerzahlen
NEUMARKT. In der Stadt und im Landkreis Neumarkt sind die Schülerzahlen äußerst stabil. Auch die Zahl der Schulanfänger ist mit 1146 konstant.
Schulamtsdirektor Dieter Lang teilte zum Schuljahresbeginn die aktuellsten Zahlen mit:
Insgesamt werden gut 7100 Schüler die staatlichen und privaten Grund- und die Mittelschulen des Landkreises besuchen.
Auch die Zahl der Klassen ist mit 347 konstant.
Das bedeute auch stabile Schülerzahlen im Schnitt – nämlich 20,50. Diese Durchschnittszahl liest sich zwar recht angenehm und wäre eine aus pädagogischer Sicht höchst willkommene Klassenstärke im Unterrichtsalltag, sagte Lang. Hinter ihr verbergen sich freilich neben Klassenstärken ab 13 Schülern auch solche mit 28 bis 30 – wenn auch nur noch eine Handvoll. Gerade in den Mittelschulen mit mehreren Standorten komme es zu Klassen mit weniger als 13, aber auch zu Klassen mit 30.
Beide Extreme sind nicht gewollt und haben ihre Ursache im Schüleraufkommen des jeweiligen Schulsprengels, hieß es.
Über 270 Klassen bewegen sich aber bei Schülerzahlen von 16 bis 25. "Damit sind wir sehr zufrieden", so Lang.
Jahrgangskombinierte Klassen
Die vor Jahren im Rahmen eines Schulversuchs eingerichtete kombinierte Jahrgangsstufe 1/2 an der Theo-Betz-Schule erfreut sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Es sind stets mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden.
Bestens bewährt hat sich der Schulversuch „FleGS“ – flexible Grundschule - in Woffenbach und Lauterhofen mit insgesamt sieben FleGS-Klassen: Dort werden alle Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 in jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet.
Maßnahmen zur Inklusion
Auch bei der Inklusion, beim gemeinsamen Unterricht und Schulalltag von jungen Menschen mit und ohne besonderen Förderbedarf, kommt der Freistaat im Schuljahr 2018/19 weiter voran. Im Schulamtsbereich Neumarkt besitzen die Grundschule Deining und die Mittelschule Deining das Schulprofil Inklusion und weitere Standorte sind in Planung.
Diese Schulen sind Regelschulen, die sich besonders der Inklusion von Menschen mit Behinderung verpflichten und laut Schulamt "zu Motoren für ein neues Miteinander von jungen Menschen mit und ohne Behinderung geworden sind".
Mit dem Schuljahr 2013/2014 wurde eine „Unabhängige Beratungsstelle Inklusion“ des Staatlichen Schulamts an der Schule in Deining eingerichtet. Dort erhalten Eltern- und Erziehungsberechtigte des gesamten Landkreises Informationen und Hilfe, die auf der Suche nach dem besten schulischen Lern- und Förderort für ihr Kind sind.
Auch das Konzept der Kooperationsklassen habe sich seit Jahren im Schulamtsbereich Neumarkt bewährt. In den geplanten Kooperationsklassen – verteilt über den gesamten Landkreis - werden in der Regel drei bis fünf Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, und/oder Verhalten zusammen mit weiteren Schülern ohne sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Dabei erfolgt eine Unterstützung durch die Mobilen Sonderpädagogischen Dienste.
Ganztagsangebote
Ganztagsschulen werden auch im Schulamtsbereich Neumarkt konsequent weiter ausgebaut.
Auch im neuen Schuljahr ist das Angebot im Bereich Ganztag flächendeckend in unterschiedlichsten Formen gegeben: Offener Ganztag, gebundener Ganztag, Mittagsbetreuung oder Horte - je nach den örtlichen Bedürfnissen versuchen hier Schulen und Gemeinden den Elternwünschen gerecht zu werden.
Deutschklassen
Für den Bereich der Grund- und Mittelschulen sind im Landkreis Neumarkt neun Klassen für 120 Schüler eingerichtet. Alle Klassen werden – soweit möglich – von ausgebildeten Lehrkräften im Fach „Deutsch als Zweitsprache“ unterrichtet.
An mittlerweile so gut wie jeder Schule im Landkreis werden aber auch Kinder von Flüchtlingen und Asylanten beschult. Für die Deutschklassen und die weitere Deutschförderung stehen zusätzliche Stunden zur Verfügung.
Berufsorientierungsmaßnahmen
Im Rahmen der intensiven Förderung der Mittelschüler spielte eine vielseitig angelegte Berufsorientierung wieder eine wichtige Rolle, hieß es. So hätten sich im letzten Schuljahr alle Mittelschulen der Stadt und des Landkreises sehr engagiert an Maßnahmen zur Berufsorientierung zum Beispiel in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen sowie in Zusammenarbeit mit externen Fachkräften aus der lokalen Wirtschaft beteiligt.
Die Lehrkräfte
Insgesamt unterrichten im neuen Schuljahr an den 42 staatlichen Schulen rund 600 Lehrkräfte. In dieser Zahl enthalten sind über 40 mobile Reserven, die zur Sicherung des Unterrichts bei Ausfällen zur Verfügung stehen.
Die Einstellungssituation für Lehrkräfte aus dem Bereich der Grund- und Mittelschulen sei "bestens" – es herrsche völlige Leere auf der Angebotsseite.
Das ermögliche zunehmend Lehrkräften aus dem Bereich der Realschulen und Gymnasien, mit unterschiedlichsten Möglichkeiten eine Anstellung im Bereich der Grund- und Mittelschulen, aber auch der Förderschulen und Berufsschulen zu finden.
Neue Schulleitungen
Hier ist etwas Ruhe im Landkreis eingekehrt – umso mehr Änderungen haben sich in der Stadt Neumarkt ergeben:
Christine Fersch ist neue Schulleiterin an der Grundschule in der Hasenheide in Neumarkt,
Henriette Bentzien ist neue Schulleiterin an der Grundschule Sindlbach,
Philipp Schmitz ist neuer stellvertretender Schulleiter an der Mittelschule Weinbergerstraße in Neumarkt,
Frieda Braun ist neue stellvertretende Schulleiterin an der Grundschule Bräugasse in Neumarkt,
Nora Federsel ist neue stellvertretende Schulleiterin an der Mittelschule West in Neumarkt und
Julia König ist neue stellvertretende Schulleiterin an der Theo-Betz Grundschule in Neumarkt