Bei diesem Unfall im August letzten Jahres wurde ein Mann schwer verletzt
Foto: Archiv
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt gab im letzten Jahr mehr schwere Unfälle, aber weniger Verletzte. Die Zahl der Todesopfer stieg aber von sechs auf acht.
Das geht aus der aktuellen Übersicht hervor, die am Freitag das Bayerische Landesamt für Statistik vorlegte. Starke Rückgänge gab es erfreulicherweise bei der Zahl der Schwerverletzten.
Nach den neuesten Zahlen gab es im letzten Jahr 512 (2017: 501) „Verkehrsunfälle mit Personenschaden“ und 112 (121) Unfälle mit hohem Sachschaden. Dabei verunglückten 669 (702) Menschen. Die Zahl der Schwerverletzten ging dabei deutlich von 129 auf 107 zurück, die Zahl der Leichtverletzten von 567 auf 554. Besonders bedrückend bei der jüngsten Statistik ist allerding die Zahl der Todesopfer: im letzten Jahr starben acht Menschen bei Verkehrsunfällen im Landkreis; ein Jahr zuvor waren es noch sechs.
Die Zahl der schweren Verkehrsunfälle unter „Einwirkung berauschender Mittel“ ging im letzten Jahr von 23 auf 16 zurück.
Auf Bayerns Straßen ereigneten sich 2018 nach den vorläufigen Meldungen der Polizei insgesamt 410.252 Unfälle und somit 1,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei stieg nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik die Zahl der Unfälle mit nur Sachschaden um 1,3 Prozent auf 356 290. Unfälle mit Personenschaden nahmen um 1,5 Prozent auf 53 962 zu. Es kamen 618 Menschen im Straßenverkehr ums Leben (+1,6 Prozent im Vorjahresvergleich), 70.301 (+0,9 Prozent) wurden verletzt, davon 11 790 schwer (+2,3 Prozent) und 58 511 leicht (+0,7 Prozent).
Aufgefächert nach Regierungsbezirken entwickelten sich die Verunglücktenzahlen in Unterfranken (-3,6 Prozent), Oberfranken (-2,6 Prozent) und Mittelfranken (-0,1 Prozent) insgesamt rückläufig. Eine Unterscheidung nach Getöteten zeigt, dass im Jahr 2018 in Schwaben, Oberfranken, Unterfranken und der Oberpfalz weniger Menschen im Straßenverkehr ihr Leben verloren als im Vorjahr.
Die Zahl der Schwerverletzten sank gegenüber 2017 ausschließlich in Mittelfranken (-0,9 Prozent). In allen anderen Regierungsbezirken war ein Anstieg bei den Schwer-verletzten zu verzeichnen.
22.02.19
Gäste bleiben nur 1,9 Tage
Urlauber im Landkreis Neumarkt: die Steigerung der Fremdenverkehrszahlen liegen deutlich unter den bayerischen Zahlen
Foto: Andreas Hub
NEUMARKT. Der Landkreis Neumarkt liegt bei der Zunahme den Touristik-Zahlen deutlich hinter den bayernweiten Rekordzahlen zurück.
Vor allem die Aufenthaltsdauer macht zu schaffen: die meisten Gäste im Landkreis reisen nach der ersten Nacht schon wieder ab. Der durchschnittlichte Aufenthalt liegt weiter bei 1,9 Tagen - damit ist man das Schlußlicht aller oberpfälzer Landkreise.
Während sich die Hoteliers in Bayern über Steigerungen bei Gästeankünften und Übernachtungen von jeweils knapp fünf Prozent freuen, reisten im letzten Jahr im Landkreis Neumarkt nur 3,1 Prozent mehr Gäste an; die Zahl der Übernachtungen stieg dabei gar nur um 1,2 Prozent. Insgesamt verbrachten im letzten Jahr 230.342 Besucher genau 430.263 Nächte im Landkreis, teilte das Landesamt für Statistik mit.
Die Auslastung der angebotenen Betten liegt im Landkreis bei 35,2 Prozent; dieser Wert liegt knapp unter dem Oberpfalz-Wert von 37,2 Prozent, aber deutlich unter dem bayernweiten Wert von 46,5 Prozent.
Bei der Dauer des Aufenthals ist der Landkreis Neumarkt mit nur 1,9 Übernachtungen klares Schlußlicht unter den Landkreisen in der Oberpfälz. Nur zwei kreisfreie Städte - Regensburg und Weiden - haben noch niedrigere Werte.
Bayernweit kann die Touristik-Branche zum neunten Mal in Folge neue Höchststände bei Gästeankünften und Übernachtungen vorweisen: Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, stieg die Zahl der Gästeankünfte im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 4,9 Prozent auf 39,1 Millionen, die Zahl der Übernachtungen nahm um 4,6 Prozent auf 98,7 Millionen zu.
Eine ebenfalls anhaltend erfreuliche Entwicklung zeigte sich bei den sieben bayerischen Regierungsbezirken im Jahr 2018, die alle gestiegene Gäste- und Übernachtungszahlen auswiesen. Darunter hatten Mittelfranken (Gästeankünfte: +6,7 Prozent; Übernachtungen: +6,6 Prozent) und Oberbayern (Gästeankünfte: +5,7 Prozent; Übernachtungen: +6,3 Prozent) die höchsten Zuwächse.
Acht bayerische Gemeinden zählten im Jahr 2018 über eine Million Übernachtungen; das waren die Landeshauptstadt München (17,1 Millionen), Nürnberg (3,6 Millionen), Bad Füssing (2,3 Millionen), Oberstdorf (2,0 Millionen), Bad Kissingen (1,5 Millionen), Füssen (1,3 Millionen), Garmisch-Partenkirchen (1,2 Millionen) und Regensburg (1,1 Millionen).
18.02.19
Neumarkt wächst weiter
NEUMARKT. Die Stadt Neumarkt hat das siebte Jahr in Folge bei der Einwohnerzahl zugelegt: inzwischen wohnen 40.314 Menschen innerhalb der Stadtgrenzen.
Oberbürgermeister Thomas Thumann und der Leiter des Einwohnermeldeamtes Alfred Frauenknecht gaben am Donnerstag die neuesten Zahlen bekannt.
Vor einigen Jahren sei der Stadt in Untersuchungen noch eine negative Bevölkerungsentwicklung prognostiziert worden, sagte Thumann.
Auch die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse nehme stetig zu
Damit man der hohen Nachfrage für Wohnraum gerecht werden kann, habe die Stadt selber mehrere Wohnungsbaumaßnahmen abgeschlossen; weitere Projekte seien in der Umsetzung. Man habe zahlreiche Wohnbaugebiete erwerben und ausweisen können, sagte Thumann.
Der Anteil der ausländischen Mitbürger habe auf 4517 zugenommen. Dies bedeutet bei 42.173 Gesamtwohnsitzen in Neumarkt einen Anteil von 10,71 Prozent.
Bei den Kirchenaustritten wurde mit 334 ein neuer Rekord verzeichnet. 58,10 Prozent der Bevölkerung sind derzeit katholisch, 14,80 Prozent evangelisch.
Inzwischen gibt es in Neumarkt 11.957 Bewohner, die 60 Jahre und älter sind; das sind 28,35 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen liegt mit 6.543 bei 15,5 Prozent. Die älteste Neumarkterin ist 105 Jahre alt.
In Neumarkt gibt es 2014 Familien mit einem Kind, in 1361 Familien leben zwei Kinder, in 311 drei Kinder und in 85 Familien finden sich vier und mehr Kinder.
15.02.19
17,61 Prozent unterzeichneten
NEUMARKT. 5395 Neumarkter haben sich persönlich für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ eingetragen. Das sind weit mehr als der erforderliche Anteil.
In der Stadt Neumarkt wurde damit ein herausragendes Ergebnis erzielt. Am Mittwoch-Nachmittag wurden im Neumarkter Rathaus die offiziellen Zahlen zu dem bayernweiten Volksbegehren bekanntgegeben.
Für einen Erfolg des Begehrens waren rund zehn Prozent der Bürger in Bayern erforderlich.
In Neumarkt wurde das Ziel der Naturschützer bei weitem überboten: 5395 Neumarkter hatten sich mit ihrem Personalausweis auf den Weg ins Neumarkter Rathaus gemacht, um mit ihrer Unterschrift das Volksbegehren zu unterstützen.
Das Ergebnis für den ganzen Landkreis ist noch nicht bekannt. Landkreis-Pressesprecher Michael Gottschalk sagte, daß man am Donnerstag mit Zahlen aus den verschiedenen Gemeinden rechnen könne.
"Wir finden es toll und ermutigend, dass die Neumarkter Bevölkerung unser sehr zeitaufwendiges Engagement so stark unterstützt hat", erklärten auf Anfrage von neumarktonline Sigrid Schindler vom BN-Kreisvorstand und der Neumarkter Ortsvorsitzende Alfons Greiner.