Statistiken aus Bayern

Viel weniger Hochzeiten


So wenige Eheschließungen wie seit 25 Jahren nicht mehr gab es im letzten Jahr in Neumarkt
Foto: Pixabay
NEUMARKT. Die Neumarkter „trauen“ sich nicht mehr so oft: seit 25 Jahren haben nicht mehr so wenige Paare in Neumarkt geheiratet wie im letzten Jahr.

Den Grund dafür vermutet man im Rathaus bei den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Nach einem Rekordwert mit 213 Eheschließungen im Jahr 2019 traten im letzten Jahr in der Stadt Neumarkt nur mehr 145 Paare vor die Standesbeamten.

Der Rückgang der Zahlen ist dramatisch vor allem deswegen, weil es zu Beginn des letzten Jahres überhaupt nicht danach ausgesehen hat: in den ersten Monaten wurden in der Stadt so viele Paare getraut, daß man im Standesamt sogar mit einem neuen Positiv-Rekord rechnete. Doch als im März die Corona-Pandemie ihren Lauf nahm, entschlossen sich nach und nach viele Paare dazu, ihre Eheschließung erst einmal zu verschieben.


Deshalb rechnet das Standesamt in den nächsten beiden Jahren wieder mit einem Anstieg der Eheschließungen. Zu Terminschwierigkeiten wird es durch das vielfältige Trauungsangebot des Standesamtes dabei nicht kommen, hieß es.

213 Eheschließungen im Jahr 2019 war übrigens ebenfalls ein Rekord - es war damals die höchste Zahl seit 20 Jahren. Die 145 Eheschließungen im Jahr 2020 sind dagegen der niedrigste Wert an Eheschließungen seit über 25 Jahren.

Bei den 145 Eheschließungen im letzten Jahr hat das Brautpaar in 119 Fällen als Ehenamen den Familiennamen des Mannes angenommen, in vier Fällen den der Frau und 22 Mal wurde eine getrennte Namensführung vereinbart.

Bei den meisten Brautpaaren war es für die beiden Beteiligten die erste Ehe. Nur bei 19 Ehen war es für einen verwitweten oder geschiedenen Ehepartner eine weitere Eheschließung, in 15 Fällen war es für beide eine weitere Ehe.
21.01.21

Weniger Unfälle - aber mehr Tote


Bei 458 Verkehrsunfällen im Landkreis Neumarkt starben in den ersten elf Monaten des letzten Jahres fünf Menschen
Foto:Archiv
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt gab es im letzten Jahr fünf Verkehrstote - einen mehr als im Vorjahr. Doch die Zahl der Unfälle ging zurück.

In den ersten elf Monaten gab es zum Beispiel weniger Schwer- und Leichtverletzte, aber auch deutlich weniger Unfälle mit hohen Sachschäden. Damit liegt der Landkreis genau im bayernweiten Trend.

Das Bayerische Landesamt für Statistik veröffentlichte jetzt die Zahlen von Januar bis November 2020. In dieser Zeit verunglückten in Bayern 54.052 Verkehrsteilnehmer und damit 14,2 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bei den Unfällen wurden 451 Menschen getötet (-9,3 Prozent), 9575 Verkehrsteilnehmer schwer (-8,2 Prozent) und 44.026 leicht verletzt (-15,4 Prozent).


Mit Ausnahme der Zahl der Todesopfer zeichnete sich im Landkreis Neumarkt die gleiche Entwicklung ab. In den ersten elf Monaten des Jahres wurden 458 Unfälle mit Personenschaden (Vergleichzeitraum 2019: 466) gezählt. Dabei wurden 592 (634) Menschen verletzt, 134 (137) von ihnen schwer und 453 (494) leicht. Außerdem listete die Polizei 65 (94) Verkehrsunfälle mit sehr hohem Sachschaden auf.

Im Landkreis starben in den ersten elf Monaten des letzten Jahres fünf Menschen - und dabei blieb es auch; im Dezember 2020 gab es zwar einige schwere, aber keine tödlichen Unfälle. In den ersten elf Monaten 2019 sprach die Statistik von drei tödlichen Verkehrsunfälle - zusammen mit einem tödlichen Unfall im Dezember 2019 stieg die Zahl auf vier.
20.01.21

Viele Geburten

NEUMARKT. Laut Angaben des Neumarkter Standesamtes gab es im Jahr 2020 in Neumarkt 1042 Geburten. Das ist der höchste Wert seit 1993.

Gegenüber 2019 ist die Zahl der Neugeborenen damit im letzten Jahr noch einmal um 49 gestiegen, eine Zunahme um 4,9 Prozent. Alleine in einem Jahrzehnt bedeutet dies eine Steigerung um fast 60 Prozent.


Natürlich ist die große Zahl mit Geburtstort Neumarkt auf das Klinikum zurückzuführen. Unter den 1042 Geburten - 520 Jungen und 522 Mädchen - im Jahr 2020 befinden sich 302 Geburten von Kindern, bei denen die Eltern ihren Wohnsitz in der Stadt Neumarkt haben; sieben davon kamen zuhause zur Welt. Die Eltern von 555 in Neumarkt geborenen Kinder wohnen im Landkreis Neumarkt.

Im Jahr 2020 gab es eine Zwillingsgeburt.
18.01.21

Zehn Prozent mehr Todesfälle


Nach Prognosen des Bayerischen Landesamtes für Statistik wird die Bevölkerungszahl in der Stadt Neumarkt steigen - noch deutlich mehr aber das Durchschnittsalter
Grafik: Landesamtes für Statistik
NEUMARKT. In der Stadt Neumarkt sind nach Angaben aus dem Rathaus im Corona-Jahr 2020 rund zehn Prozent mehr Menschen gestorben als im Jahr zuvor.

Allerdings ist unklar, ob diese erhebliche Steigerung bei den Sterbezahlen auf die Pandemie zurückzuführen ist. Auch in der Vergangenheit habe es schon erhebliche Schwankungen bei der Bevölkerungs-Entwicklung gegeben.

Langfristig wird die Einwohnerzahl der Stadt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aber leicht zunehmen - jedenfalls wenn man den Vorausberechnungen des Bayerischen Landesamtes für Statistik glauben will: nach deren Prognosen wird die Zahl der Neumarkter in den Jahren 2017 bis 2037 von 39.822 auf rund 40.300 ansteigen. Für 2020 und die nachfolgenden vier Jahre wird in dieser Prognose von 40.200 Einwohnern ausgegangen.


Die Zahl der Sterbefälle in der Stadt hat im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 94 Verstorbene zugenommen, hieß es aus dem Rathaus. Dies gehe aus den internen Aufzeichnungen des Standesamtes hervor. Insgesamt wurde bei 1033 Verstorbenen im letzten Jahr Neumarkt als Sterbeort eingetragen. 2019 waren es 939 Sterbefälle.

Unter den 1033 Verstorbenen waren 504 Männer und 529 Frauen. 496 der im Jahr 2020 in Neumarkt Verstorbenen hatten ihren Wohnsitz in der Stadt, 304 im Landkreis und 233 Verstorbene stammten von außerhalb des Landkreises.

Im Durchschnitt waren die im letzten Jahr in Neumarkt verstorbenen Frauen 81,22 Jahre alt und die verstorbenen Männer im Durchschnitt 76,72. Im Jahr davor lag das Durchschnittsalter der verstorbenen Frauen bei 81,65 und das der verstorbenen Männer bei 76,51. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren, im Jahr 2010, waren 770 Personen in Neumarkt verstorben und das Durchschnittsalter der verstorbenen Frauen in Neumarkt betrug 81,36 Jahre, das der verstorbenen Männer 73,63 Jahre.

Ob die zehn Prozent Zunahme der Zahl der Verstorbenen im Jahr 2020 gegenüber 2019 mit der Corona-Pandemie zusammenhängt, lässt sich aus den Zahlen des Standesamtes nicht ableiten, glaubt man im Neumarkter Rathaus. Im Lauf der letzten Jahrzehnte habe es auch ohne Corona immer wieder erhebliche Steigerungen der Sterbezahlen von einem zum anderen Jahr gegeben: So stieg zum Beispiel die Zahl vom Jahr 2014 mit 816 in Neumarkt Verstorbenen im nächsten Jahr um 114 auf 930 verstorbene Personen. Im Vergleich 2016 und 2017 gibt es eine ähnlich hohe Zunahme wie jetzt: von 831 auf 927.
14.01.21


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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