Gesundheit

Gefährliche Krankheiten

NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt wurden im letzten Jahr zwei Fälle von Meningokokken-Meningitis und zehn TBC-Fälle bekannt.

Dies teilte das Neumarkter Gesundheitsamt in ihrer Zusammenstellung "meldepflichtiger Infektionskrankheiten" mit. Im Vergleich zu den Vorjahren ergab sich hier insgesamt keine gravierende Veränderung in der prozentualen Verteilung der Infektionskrankheiten, hieß es. Auch im Vergleich zu Bayern und zum Bundesdurchschnitt waren "keine Auffälligkeiten" zu sehen.

Insgesamt wurden im Landkreis 295 meldepflichtige Infektionskrankheiten registriert. Wie bereits in den Vorjahren stellen die verschiedenen Erreger der Durchfallerkrankungen die häufigsten meldepflichtigen Krankheiten dar. Wie auch in anderen Landkreisen traten Norovirus-Infektionen gehäuft in Alten-Pflegeheimen auf.

Insgesamt wurden zehn Tuberkulose-Erkrankungen gemeldet. Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, wurden 944 Kontaktpersonen erfasst und auf Tuberkulose untersucht.

Die zwei Fälle von Meningokokken-Meningitis sorgten wegen der hohen Ansteckungsfähigkeit für große Beunruhigung. Die entsprechenden Kontaktpersonen wurden prophylaktisch mit Medikamenten versorgt.
19.01.07

Abteilung geschlossen


Die Helios-Klinik in Berching
NEUMARKT. Die Helios Klinik Berching hat die Kurzzeitpflege "neu ausgerichtet" - und erhält einen neuen Verwaltungs-Chef.

Zukünftig wird die Kurzzeitpflege in Berching unter dem Dach der auf Pflege spezialisierten Helios Care GmbH angeboten und damit in ein größeres Gesamtkonzept integriert werden. Gleichzeitig richtet sich die Klinik mit einem Wechsel in der Verwaltungsleitung stärker auf die Helios Region Mitte-West, die auf Rehabilitationsleistungen spezialisiert ist.

Ziel der Umstrukturierungen sei einerseits eine Qualitätssteigerung im Bereich der Kurzzeitpflege und andererseits die wirtschaftliche Basis der Klinik weiter zu stabilisieren. Dazu werde die bisher eigenständige Abteilung für Kurzzeitpflege geschlossen und diese Leistung zukünftig von der hauseigenen und auf Pflege spezialisierten Helios Care angeboten.

"Mit diesem Schritt kann die Qualität der Pflegeangebote in Berching nochmals gesteigert werden, denn mit der Integration der Kurzzeitpflege in unsere stationäre Pflegeeinrichtung steht den Patienten jetzt die umfangreiche Kompetenz einer großen Pflegestation voll zur Verfügung", so Dr. Ramona Ullmann, Ärztliche Leiterin der Fachklinik für geriatrische Rehabilitation in Berching.

Gleichzeitig sei das neue Modell auch wirtschaftlich sinnvoll, denn die Marktlage im Bereich der Kurzzeitpflege mache eine Anpassung der Kapazitäten ohnehin unumgänglich. Die dabei notwendigen Personalreduzierungen könnten durch das ausgearbeitete Konzept aber weitgehend vermieden oder sozial abgefedert werden.

"Wir haben nun unsere Struktur den aktuellen Erfordernissen angepasst und damit wieder Ressourcen frei, um den Rehabilitationsbereich der Helios-Klinik mit ihren 52 Reha-Betten weiter zu stärken", erläutert Dr. Ullmann.

Den stärkeren Fokus auf die Rehabilitation macht auch eine Personalveränderung in der Klinikführung deutlich: So wird Ulrike Kießecker die Helios Klinik Berching zum 31.Januar verlassen und sich als Verwaltungsleiterin auf die Helios Akutklinik in Volkach konzentrieren. Das Management der Helios Klinik Berching übernimmt daher zunächst Horst Kunze. Kunze leitet bereits zwei Rehabilitationseinrichtungen der zu Helios gehörenden Wittgensteiner Kliniken in Bad Grönenbach und bringt damit das in der Rehabranche bundesweit anerkannte Know-how dieser auf Rehabilitation spezialisierten Klinikgruppe mit nach Berching.

"Wir werden die Helios Klinik Berching sehr eng in das Rehabilitations-Konzept der Region Mitte-West einbinden. Die starke Kompetenz der Wittgensteiner Kliniken im Reha-Segment, die in dieser Region mit acht Kliniken vertreten sind, werden wir nutzen, um Berching mit seinen Reha-Angeboten im Markt optimal zu präsentieren", verdeutlicht Horst Kunze die Strategie für Berching.

Im Umfang des Leistungsangebotes der Klinik werde sich durch das neue Konzept nichts ändern: Sowohl die Kurzzeitpflege wie auch die ambulante Pflege im Betreuten Wohnen, sowie die stationäre Pflege und geriatrische Rehabilitation würden in Berching weiter angeboten.

Zur Helios Kliniken Gruppe gehören 56 eigene Kliniken, darunter vier Maximalversorger in Erfurt, Berlin-Buch, Wuppertal und Schwerin. Helios ist damit einer der größten und medizinisch führenden Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung Europas und beschäftigt aktuell 26.400 Mitarbeiter.
16.01.07

"Es beginnt im Kopf"

NEUMARKT. Zum bevorstehenden "Tag der guten Vorsätze" geben die Neumarkter Apotheker Tipps, wie man mit dem Rauchen aufhören kann.

Gerade zum Jahreswechsel haben viele Raucher wieder den Vorsatz: Ich will mit dem Rauchen aufhören. "Fast jeder zweite Raucher möchte es, aber nur wenige Prozent schaffen es wirklich auf Anhieb, berichtet Michael Popp, Sprecher der Apotheker im Landkreis Neumarkt. "Dabei", so Popp" ist der erste und wichtigste Schritt zur Rauchfreiheit der eigene feste Wille".

Aber auch die Umgebung kann ein gutes Stück zum Gelingen beitragen: So sollten Entwöhnungswillige darauf achten, dass im täglichen Umfeld, d.h. in der Familie oder am Arbeitsplatz, wenig oder gar nicht geraucht wird. Auf jeden Fall sollten die Personen in der näheren Umgebung über die Pläne informiert werden. Vielleicht gibt es ja Verbündete, die den gleichen Vorsatz gefasst haben.

Um den Nikotinverzicht zu erleichtern gibt Apotheker Popp einige Tipps:
"Legen Sie ein bestimmtes Datum fest, ab dem Sie nicht mehr rauchen wollen. Die meisten Raucher, die es geschafft haben, mit dem Rauchen aufzuhören, haben die Zigarette von einem Tag auf den anderen weggelegt. Schritt für Schritt aufzuhören klappt fast nie!" Raucherutensilien, wie Aschenbecher und Feuerzeuge sollten entsorgt werden, denn sie führen nur unnötig in Versuchung. Orte, an denen viel geraucht wird, sollten am Anfang gemieden werden. Und das Wichtigste: Bloß keine Langeweile aufkommen lassen!. Michael Popp empfiehlt viel Bewegung, denn körperliche Aktivität lenkt ab, wirkt entspannend und hebt zudem die Stimmung.

Um Entzugserscheinungen, wie Schwitzen oder Gereiztheit zu verringern und damit die Erfolgsaussichten eines Rauchentzuges zu verbessern, beraten die Apotheken im Landkreis Neumarkt über eine mögliche Anwendung von Nikotinpflaster oder Kaugummi: "In einem persönlichen Gespräch in der Apotheke kann am besten geklärt werden, welches Mittel für welchen Rauchertyp geeignet ist, sagt Apotheker Popp: Die Kosten für Pflaster oder Kaugummi entsprechen ungefähr den Preisen, der in dieser Zeit gerauchten Zigaretten.

"Aber", so betont Popp, "beide Entzugshilfen sind keine Wundermittel und können keine Dauerlösung sein. Sie bieten keinen Eratz für Zigaretten, sondern sollen über die Probleme in den ersten qualmfreien Wochen hinweghelfen. In regelmäßigen Abständen sollte daher die Dosis gesenkt werden. Sowohl Kaugummis als auch Pflaster werden deshalb in unterschiedlichen Wirkstoffstärken angeboten. Die Apotheken im Landkreis Neumarkt beraten zu rezeptfreien und rezeptpflichtigen Entzugshilfen und informieren sowohl über deren Anwendungsweise, aber auch über mögliche Neben- und Wechselwirkungen.
28.12.06
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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