Freie Liste Zukunft
"Beste Gelegenheit"
NEUMARKT. Auch die Neumarkter Grünen unterstützen eine Umbenennung der Albert-Reich-Straße in Ilse-Haas-Straße.
Man stelle sich in vollem Umfang hinter die Forderungen von FLitZ (
wir berichten), hieß es am Sonntag in einer Pressemitteilung der Grünen. Wie Ortsvorsitzender Horst Wild erklärte, gäbe es "nicht den geringsten Grund, eine Straße in unserer Stadt nach einem
unbedeutenden Maler zu benennen, dessen einzige Kunst die totale Hingabe an das
nationalsozialistische Gedankengut war".
Es bereite große Mühe, in
einschlägigen Fachlexika etwas über "diesen Albert Reich" zu finden; dagegen konnte leicht herausgefunden werden, dass er "künstlerisch eher
anspruchslos war (Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst)".
Der anstehende Besuch von Ernst Haas sei "die beste Gelegenheit, den
Fehler der Namensgebung zu korrigieren und mit einem Schulterschluss aller
Neumarkter Demokraten zu zeigen, dass braunes Gedankengut hier keine Heimat
findet", schreibt Wild.
Und man stelle sich die
Bedeutung eines entsprechenden festlichen und offiziellen Akts der
Umbenennung im Beisein von Ernst Haas nur einmal vor: Mehr könne die Stadt
Neumarkt für ihren guten Ruf kaum tun.
27.08.06
Straße umbenennen
NEUMARKT. Die Albert-Reich-Straße sollte nach Ilse Haas umbenannt werden, heißt es in einem Offenen Brief von FLitZ-Stadtrat Madeisky.
Offener Brief wg. Albert-Reich-Straße - Hier Umbenennung
Sehr geehrte Damen und Herren,
wiederholt schon wurde in Neumarkt beanstandet, dass eine Straße nach einem Nazi, nämlich "Albert Reich", benannt wurde. Die Tatsache, dass unter dem Straßenschild ein Hinweis hängt, dass er "ein verhängnisvoller Förderer des Nationalsozialismus" war, taugt nicht als Warnung insbesondere nicht angesichts der wachsenden und zunehmend gefahrvolleren, rechtsradikalen Aktivitäten in unserem Land.
Dieter Ries, der Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Freie Liste Zukunft (FLitZ), hat auch daher jüngst erneut öffentlich die Umbenennung der Straße gefordert.
In einer E-Mail vom 24.8.06 an den Oberbürgermeister der Stadt, beziehungsweise dessen Stellvertreter, habe ich den Vorschlag von Johann Georg Glossner aufgegriffen, die Straße eventuell nach der von den Nazis im KZ ermordeten, ehemaligen Neumarkterin Frau Ilse Haas zu benennen. Dies sollte jedoch in Absprache mit deren noch in den USA lebenden Bruder Ernst Haas geschehen, der ja seine Heimatstadt Neumarkt Mitte September auf Einladung des Oberbürgermeisters, Herrn Thomas Thumann, besuchen wird.
Ich bitte Sie, und alle die sich angesprochen fühlen, nun , den Vorschlag zu unterstützen, nämlich bei den Verantwortlichen der Stadt mit darauf hinzuwirken, dass das verhängnisvolle Straßenschild so bald wie möglich entfernt wird und stattdessen, zum Beispiel durch eine entsprechende Umbenennung der Straße, ein weiteres, echtes Mahnmal in der Stadt Neumarkt gegen den Nazi-Terror entsteht.
Mit freundlichen Grüßen
27.08.06
Hans-Jürgen Madeisky, Neumarkt "Menschen statt Maschinen"
NEUMARKT. FLitZ und Grüne wollen die Jobs der "freundlichen Freibad-Kassiererinnen" in Neumarkt retten.
Nachdem bei der letzten Werksenats-Sitzung (
wir berichteten) bei den geplanten Preiserhöhungen für das Neumarkter Freibad ein eigener Arbeitskreis angeregt wurde und die CSU eine "Automatisierung" ins Gespräch gebracht hatte, erklärte die Fraktionsgemeinschaft von FLitZ und Grünen, sie werde bei der "Arbeitsplatz-Vernichtung im Freibad nicht mitmachen". "Wir dürfen die stets freundlichen und allseits geschätzten Kassiererinnen im Freibad nicht durch kalte und unpersönliche Automaten ersetzen", heißt es in einer Presse-Erklärung.
Die Fraktionsgemeinschaft bezeichnete einen Zuschuß von sechs Euro pro Bad-Besucher als gering, wenn man das Fischer-Museum zum Vergleich nehme: Hier müsse die Stadt jeden Besucher mit 17,60 Euro bezuschussen. Und der CSU und SPD würden die Gebühren im Reitstadel für ihre "mehr oder weniger öffentlichen Parteiveranstaltungen" sogar gänzlich erlassen, hieß es in einem Seitenhieb.
Die Stadt könne die Defizite im Freibad durch Zuschüsse abdecken: schließlich verfüge die Stadt auch wegen der von den Stadtwerken an die Stadt in den letzten Jahrzehnten übertragenen Gewinne noch über entsprechende finanzielle Rücklagen.
21.08.06
"Zurück in die Zukunft?"
Manchmal meint man, sich auf einem anderen Stern zu befinden.
Da verlauten OB Thumann und seine UPW, in Neumarkt müsse energiesparender gebaut werden (
neumarktonline vom 18.8.2006).
Waren es nicht genau diese Volksvertreter , die vor einigen Wochen trotz energischen Widerstands aus den Reihen von FlitZ und den Grünen der Vorlage des Stadtbaumeisters beim Bebauungsplan "Klosterwiese" zugestimmt haben, die eine Nutzung solarer Energietechnik auf ein nicht vertretbares Maß einschränkt, die die Gebäudeausrichtung nicht energieoptimiert haben wollten ?
Sind es nicht diese Volksvertreter, die mit der Stadthalle einen Energie fressenden Moloch bauen wollen?
Es sind diese, die genau diesen Energie fressenden Moloch durch unverschämte Gebührenerhebungen bei den Stadtwerken finanzieren wollen.
Zurück zur Zukunft oder befinden sich OB Thumann und seine UPW auf einem anderen Stern?
Die Tatsachen scheinen dafür zu sprechen.
18.08.06
Hans Walter Kopp, Stadtrat Freie Liste Zukunft
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