Freie Liste Zukunft
"Nicht verschleudern"
NEUMARKT. FLitZ begrüßt die CSU-Pläne, im Freibad Kosten einzusparen - "ohne Personal durch Automaten zu ersetzen".
Wichtig sei allerdings auch die von FLitZ geforderte Zielrichtung, die Eintrittspreise ins Bad nicht anzuheben, heißt es in einer Stellungnahme der Stadträte von FLitZ und des Vereinsvorsitzenden Dieter Ries.
Echtes Einsparpotenzial sieht FLitZ in Neumarkt jedoch zu allererst in "kostenträchtigen Bereichen, wie zum Beispiel Stadthalle, Tiefgaragen, Fischer-Skulpturenpfad und anderes mehr". Hier könnte auf "vernünftige" Art "eskalierende Gebührenerhöhungen und somit der Griff in die Taschen der Bürger" erspart werden.
Bedachtsamen Umgang fordert FLitZ außerdem mit städtischen Grundstücken. Nicht zuletzt mit Blick auf "das unserer Ansicht nach weit unter Wert verkaufte Metzenauer Grundstück" mahnt FLitZ dazu, mit dem ererbten Vermögen bedachtsam umzugehen.
23.10.06
"Skandalöser Verkaufspreis"
NEUMARKT. FLitZ kritisiert, daß ihr Antrag zum Kaufpreis des Metzenauer-Geländes nichtöffentlich behandelt werden soll.
Hier gehe es um erhebliches Vermögen der Stadt, hieß es am Sonntag. Die Fragen, ob das Grundstück vor dem Verkauf öffentlich ausgeschrieben war und ob es andere Interessenten dafür gab, müßten in der Stadtratssitzung am Dienstag öffentlich behandelt werden. Die Öffentlichkeit habe zudem ein Recht darauf, über den Verkaufspreis unterrichtet zu werden, den die FLitZ-Fraktion als "lächerlich niedrig und damit skandalös" bezeichnete.
Man wisse, dass die Stadt laut Altoberbürgermeister Kurt Romstöck vor 20 Jahren 500 Mark pro Quadratmeter auf den Tisch legen musste.
Außerdem liegt im Stadtrat ein erneuter FLitZ-Antrag vor, noch vor dem ersten Spatenstich für eine Stadthalle den Bedarf zu ermitteln. Allerdings befürchte man, daß wieder ein "Antrag auf Nichtbefassung" gestellt werde - für FLitZ-Stadtrat Hans-Jürgen Madeisky "Drückebergerei" und "verantwortungsloses Handeln".
22.10.06
Kulturpreis für Musical ?
NEUMARKT. Die Mitwirkenden am Projekt "Der letzte Brief" sollen den Kulturpreis der Stadt erhalten, meinen FLitZ und Grüne.
Ungewöhnlich an dem am Donnerstag bekannt gewordenen Antrag ist, daß er öffentlich gestellt wurde. In der Vergangenheit erfolgten sowohl die Anträge wie auch die Beschlüsse zu den traditionell in der Weihnachtssitzung überreichten städtischen Preise immer hinter verschlossenen Türen.
In dem von FLitZ-Stadtrat Hans Walter Kopp unterzeichnetem Antrag heißt es in einer Anmerkung, daß die Vorsitzenden der im Stdtrat vertretenen Fraktionen zuerst vertraulich gebeten wurden, sich zu dem Vorschlag zu äußern. Da "keine Bedenken" geäußert wurden, gehe man bei FLitZ "von Einverständnis aus", schreibt Kopp.
Die Schüler des Ostendorfer Gymnasiums hätten gemeinsam mit ihren Lehrern durch die Vorarbeiten und das Projekt "Ilse" und "Der letzte Brief" insgesamt einen wesentlichen Anstoß dazu gegeben, "dass das Leid der ehemaligen Neumarkter Familie Haas - allesamt jüdischen Glaubens - nicht in Vergessenheit geraten wird", heißt es in der Begründung des Antrages. Bekanntlich wurden mehrere Mitglieder dieser Familie in Konzentrationslagern von Nazi-Verbrechern ermordet. Die Aufführung des Musicals habe "einen der kulturellen Höhepunkte der letzten Jahre in Neumarkt" dargestellt.
Die Schüler hätten "durch das Erinnern an die schlimme Vergangenheit auch in unserer Stadt Stellung bezogen für Toleranz und Demokratie, gegen Rassismus und Faschismus, für Freiheit des Denkens und des Glaubens, für Minderheitenschutz und gegen die Allmacht von Mehrheiten".
Deshalb müßten sie den Neumarkter Kulturpreis erhalten. Vorsichtshalber gibt es in dem Antrag von FLitZ und Grünen noch ein Schlupfloch: "alternativ" könne auch ein "Sonderpreis" erwogen werden, hieß es.
19.10.06
Kinderhort soll bleiben
NEUMARKT. Die Freie Liste Zukunft will sich für einen Erhalt des Kinderhorts am Residenzplatz stark machen.
Bei ihren Plänen, den Kinderhort vom Residenzplatz aufzulösen, das
Gebäude abzubrechen und den Hort an die Schule Bräugasse zu verlegen (
wir berichteten),
beweise die CSU "erneut, aus Fehlern der Vergangenheit nicht lernen
zu wollen". In einer Presseerklärung verweist FLitZ-Vorsitzender Dieter Ries auf die "jetzt
optimale und zentrale Lage des Horts" für die Schüler mehrerer Schulen und
noch dazu in unmittelbarer Parknähe.
Nach dem Stand der Dinge plane die CSU den Abbruch des
Gebäudes, um den künftigen Stadthallenbesuchern den Blick auf das dortige
Altstadthotel zu ermöglichen.
Grundsätzlich forderte Ries "eine positive Politik die Altstadt
betreffend, um sie am Leben zu halten". Dies erreiche man nicht durch "mit
öffentlichen Mitteln bezuschusste Aussiedlung von Ärzten an die Peripherie
und schon gar nicht durch ein jetzt immer größer werdendes Einkaufszentrum
am Unteren Tor". Vorbildlich wirke hier die Sparkasse mit der
Wiederbelebung des NKD.
09.10.06
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