Freie Liste Zukunft

"Abschreckendes Beispiel"

NEUMARKT. FLitZ sieht das von der CSU gelobte Einkaufszentrum in Kulmbach "für Neumarkt als abschreckendes Beispiel".

Der Vorsitzende der Freien Liste Zukunft, Dieter Ries, kritisiert Bürgermeister Erich Bärtl, der in einer CSU-Pressemeldung "in den höchsten Tönen" vom Fritz-Zentrum in Kulmbach "regelrecht geschwärmt" habe - "sicher in der Absicht, damit indirekt für die Krause-Pläne in Neumarkt am Unteren Tor zu werben" (wir berichteten).

In Kulmbach habe man eine ehemalige Spinnerei umgebaut und dort vor knapp zehn Jahren 16 000 Quadratmeter Verkaufsfläche geschaffen, von denen jetzt "offensichtlich" Ladenflächen in einer Größenordnung von etwa 3000 Quadratmeter - das seien nahezu 20 Prozent- leer stünden, sie würden nämlich auf der Internetseite zur Vermietung ausgeschrieben.

Sehe man sich das Sortiment an, das im Einkaufszentrum verkauft werde oder aber die Dienstleistungen, so könne man sehr schnell feststellen, dass dort nichts angeboten werde, was man in Neumarkt nicht schon längst und "zum Teil im Überfluss" habe. Übertragen auf Neumarkt, so Stadtrat Hans-Jürgen Madeisky, bedeute dies, dass mit einem ähnlich sortierten Zentrum am Unteren Markt sehr massiv vor allem in den innerstädtischen Markt in Neumarkt eingegriffen werde. Zwangläufig seien hier dann Verdrängungen, Schließungen, Entlassungen und Umzüge zu erwarten: "Als ob die Leerstände in der Innenstadt nicht so schon reichen würden."

Das Einkaufszentrum in Kulmbach sei "kein Vorbild, sondern auf Neumarkt übertragen ein abschreckendes Beispiel".

Nach Aussagen innerstädtischer Gewerbetreibender sei in Kulmbach zwar der "Kelch eines Einkaufszentrums ohne große Schäden vorbeigegangen", aber auch nur, weil im "Fritz" Dinge angeboten werden für die, in Ergänzung zur Innenstadt Bedarf vorhanden gewesen sei. Im nahen Bayreuth sei dies jedoch ganz anders, wo nach dem Bau eines neuen Einkaufszentrums die Zahl der Leerstände in der Innenstadt stark zugenommen habe.
26.11.06

"Verhaltene Freude"

NEUMARKT. FLitZ und Grüne hoffen, daß die Kosten für Unteres Tor und Stadthalle in der nächsten Stadtratssitzung "auf den Tisch kommen".

Mit "vorerst verhaltener Freude" hat man in der Fraktionsgemeinschaft zur Kenntnis genommen, daß in der Sitzung am 30. November ein Punkt 9 auf der Tagesordnung steht: "Unteres Tor und Stadthalle - Kostenzusammenstellung".

In den zurückliegenden Monaten habe man wiederholt gefordert, Kosten zu ermitteln und sie öffentlich bekannt zu geben. Die vier Stadträte von FLitZ und Grünen erwarten nun "dass reiner Wein auf den Tisch der Öffentlichkeit kommt". So müßten zum Beispiel auch die Kosten für den Abriss des Aldiparkhauses, für den beabsichtigten Durchstich der Abtsdorfer Gasse hin zur Dammstraße und für den Umbau der Mühlstraße genannt werden.

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Johann Georg Glossner will die Zahlen schriftlich, "schwarz auf weiß also". Man wolle dann nämlich "prüfen, nach- und hochrechnen, was der Luxus uns und nachfolgenden Generationen kosten wird".
24.11.06

Mit Staatsanwalt gedroht

NEUMARKT. FLitZ und Grüne wollen es genau wissen: wie oft wurde örtlichen Parteien der Reitstadel überlassen - und zu welchem Preis ?

Nach einer Stellungnahme der Grünen (wir berichteten) zur Frage, wie und zu welchen Bedingungen die Stadt Parteien öffentliche Einrichtungen zu Parteiveranstaltungen überläßt, folgte am Donnerstag eine förmliche Anfrage der Fraktionsgemeinschaft FLitZ/Grüne an Oberbürgermeister Thomas Thumann. Gleichzeitig drohten FLitZ und Grüne mit Dienstaufsicht und Staatsanwalt.

Wie Frage-Steller Hans-Jürgen Madeisky (FLitZ) mitteilte, habe man schon mehrmals um Auskunft über die Regelungen bei der Überlassung des Reitstadels an Parteien und Privatpersonen gebeten, zum Beispiel im Januar und August dieses Jahres - "ohne Reaktion bisher".

Jetzt fragte Madeisky im Namen der Fraktionsgemeinschaft formell an, wie oft in den letzten fünf Jahren der Reitstadel der CSU und der SPD zu Parteiveranstaltungen überlassen, und welche Miete dafür erhoben wurde.

Die Fraktionsgemeinschaft bat den Oberbürgermeister ausdrücklich darum, "die Fragen direkt zu beantworten" - und nicht den Stadtrat darüber abstimmen zu lassen, "ob wir Auskunft erhalten oder nicht". Im "Falle von unentgeltlicher Überlassung der Räumlichkeiten an CSU und SPD" sähe man nämlich deren Mitglieder im Stadtrat als "befangen" an.

Sollte der OB eine Auskunft verweigern, "wäre für uns ein Gang zur Dienstaufsichtsbehörde oder eventuell sogar zur Staatsanwaltschaft unumgänglich", hieß es abschließend.
23.11.06

"Schulen einbeziehen"

NEUMARKT. Die Stadt soll einem Antrag von FLitZ und Grünen zufolge die Schulen bitten, die Nazi-Zeit in Neumarkt "mit aufzuarbeiten".

Die Stadträte der Fraktionsgemeinschaft wollen Oberbürgermeister Thomas Thumann darin unterstützen, die "Nazi-Vergangenheit in Neumarkt aufzuarbeiten" und regten an, die Schulen in Neumarkt mit einzubeziehen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Nach zahlreichen Gesprächen mit Lehrkräften hätten die Stadträte "zumindest an einigen Schulen Bereitschaft zum Mitmachen" erkannt. Wie erfolgreich dies sein könne, beweise das auch von der Stadt prämierte Projekt des Ostendorfer Gymnasiums "Der letzte Brief", in dem "eindrucksvoll an ermordete jüdische Mitbürger aus der Stadt Neumarkt erinnert wurde".

5000 Euro sollten aus öffentlichen Mitteln bereitgestellt werden, falls den Schulen Kosten dabei entstehen.
21.11.06


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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