Europaabgeordneter Albert Deß

"Geändertes Ernährungsverhalten"

Von Albert Deß

NEUMARKT. Wie ernährt man sich gesund? Diese Frage stellt sich immer häufiger, je unstrukturierter der Alltag ist. Nicht nur das Arbeitsleben, auch in der Freizeit haben Mobilität und Spontanität einen immer höheren Stellenwert. Das wirkt sich auch auf die Ernährung aus: gefrühstückt wird beim Arbeitsmeeting, das Mittagessen gibt es in der Mensa oder beim Schnellimbiss, am Abend greift man häufig zu Halbfertig- oder Fertigprodukten. Mit rund 560.000 Beschäftigten in 56.800 Betrieben ist die Ernährungsindustrie der drittgrößte Industriezweig Deutschlands.

Diese Produkte können aber nicht hergestellt werden, wenn der Rohstofflieferant fehlt. Das sind unsere Landwirte. Sie liefern die hochwertigen Grundstoffe und tragen ganz entscheidend mit dazu bei, dass über 500 Millionen Verbraucher in Europa tagtäglich mit ausgezeichneten und preiswerten Lebensmitteln sowohl in ursprünglicher oder verarbeiteter Form versorgt werden. Auch weltweit wird die Qualität deutscher Produkte geschätzt, die Exportquote liegt bei 32 Prozent.


Am Welternährungstag 2016 geht der Blick aber auch weit über Europa hinaus. Es ist erfreulich, dass immer weniger Menschen an Unterernährung sterben. Trotzdem müssen noch über 900 Millionen Menschen auf der Erde Hunger leiden. Hier muss die Weltgemeinschaft ansetzen, hier muss Entwicklungshilfe auch neue Wege geben, hier muss Hilfe zur Selbsthilfe ansetzen.

Albert Deß ist Europaabgeordneter und gelernter Landwirt

15.10.15

Vorschlag verändert

NEUMARKT. Im EU-Agrarausschuss wurde über den Kommissionsvorschlag zur Öko-Verordnung abgestimmt, der schon im Vorfeld stark kritisiert worden war.

Albert Deß begrüßt das klare Votum des Agrarausschusses: "Das Parlament hat den Kommissionsvorschlag jetzt durch eigene Vorschläge verändert. Damit wurde eine gute Verhandlungsgrundlage für die anstehenden Trilogverhandlungen mit dem Rat erzielt". Vorrangiges Verhandlungsziel sei jetzt, ein ausgewogenes Gesetz zur Förderung des europäischen Biosektors zu erzielen. Dabei müsse auch darauf geachtet werden, dass es bei der Umsetzung der Verordnung nicht zu mehr Bürokratie kommt. Die Praxistauglichkeit der Umsetzung und die Weiterentwicklung des Sektors müßten im Vordergrund stehen, so Deß.


Der Agrarausschuss hat sich für die Beibehaltung der verpflichtenden jährlichen Vor-Ort-Kontrollen aller Biobetriebe ausgesprochen. Damit soll das Vertrauen von Verbrauchern weiter gestärkt werden, hieß es. Wichtig sei auch, dass bei den Importen aus Drittstaaten die gleichen Ökostandards einzuhalten sind. Die Schaffung einer „EU-Bioagentur“ wurde sehr kritisch beurteilt und deshalb verhindert, sagte Albert Deß.
15.10.15

"Sofortmaßnahmen notwendig"

NEUMARKT. Die aktuelle Situation auf den Agrarmärkten erfordert nach Meinung des Europa-Abgeordneten Albert Deß sofortige Maßnahmen.

Wegen des russischen Embargos und der chinesischen Wirtschaftskrise sei es im Agrarmarkt zu starken Veränderungen gekommen. Im Moment seien davon ganz besonders die Milchbauern betroffen. Aber auch die Produzenten von Fleisch und andere Marktsektoren wären immer wieder mit Marktschwankungen konfrontiert. Sind diese Schwankungen extrem, müsse die Politik geeignete Instrumente haben, um darauf auch kurzfristig reagieren zu können.


In einem Brief an EU-Agrarkommissar Phil Hogan fordert die EVP-Fraktion zu sofortigen Maßnahmen bei der Milchkrise auf. Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion: „Wir haben Verantwortung für alle Landwirte, die die Grundlage für hochwertige Nahrungsmittel liefern.“

Die derzeitige Situation zeige einmal mehr, dass die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen, wie öffentliche Intervention und private Lagerhaltung, alleine nicht ausreichen. Man brauche dringend neue Instrumente, um Krisen besser bewältigen zu können. Die Instrumente seien langfristig aber auch erforderlich, um auf den Preisdruck durch den Handel nachhaltig reagieren zu können.

"Unstrittig ist auch, dass die 900 Millionen Euro, die sich jetzt aus der Milchabgabe ergeben, im Agrarhaushalt verbleiben. Diese müssen verwendet werden, um in der jetzigen Krise kurzfristig entgegen zu steuern," so Albert Deß.
11.09.15


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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