Europaabgeordneter Albert Deß

"Wohnen, Arbeiten, Studieren"

NEUMARKT. "Wohnen, Arbeiten und Studieren" - so lautet der Titel einer neuen Broschüre, die auch einen umfassenden Überblick über die Rechte als EU- Bürger in einem anderen Mitgliedsstaat beschreibt.

Behandelt werden auch Verbraucherrechte bei Finanzgeschäften und im Heft sind zahlreiche Quellen für weiterführende Informationen genannt.

Die Broschüre kann abgeholt werden im CSU-Europabüro Albert Deß, Weinbergerstrasse 18, 92318 Neumarkt, Telefon 09181 22641.
27.10.06

"Perspektive nötig"

NEUMARKT. "Die EU ist es, die es den ärmsten Ländern ermöglicht, faire Preise für ihre Waren zu erzielen, und zwar unabhängig vom Ausgang der WTO-Runde", so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe. Er widerspricht damit der Äußerung von WTO-Chef Pascal Lamy, dass gerade die armen Länder auf die WTO angewiesen seien.

Pascal Lamys Ansicht widerspreche der Realität. Albert Deß forderte den WTO-Chef auf, die Zielsetzung seiner Organisation zu ändern: "Zunehmendes Handelsvolumen eignet sich nicht, Armut und Umweltzerstörung, Hunger und Elend aus der Welt zu schaffen. Viel wichtiger ist die Festlegung von verbindlichen Umwelt-, Tierschutz- und Sozialstandards", so Deß weiter.

Agrarexporte seien oft die einzige Chance von Entwicklungsländern, Wertschöpfung zu erzielen. Durch übertriebene Liberalisierung der WTO im Agrarbereich würden auch in Zukunft besonders die armen Länder der Erde zu den Verlierern gehören. Märkte ohne faire Regeln würden dann dominiert von Agrargiganten wie Brasilien, gegen die weder Europa noch Entwicklungsländer eine Chance haben.

Die Aufforderung Lamys, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, wird von Albert Deß voll unterstützt. "Auch die Bauern in Europa wollen einen fairen WTO-Abschluss. Ein gerechtes Welthandelsabkommen muss aber die Interessen Europas wahren und vor allem die enormen Vorleistungen der europäischen Landwirtschaft angemessen berücksichtigen."
20.10.06

Unabhängigkeit vom Import

NEUMARKT. "Investitionen in der Landwirtschaft zur Ernähungssicherung", lautet das Motto des Welternährungstages 2006. Für Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe, wird damit unterstrichen, welch wichtige Bedeutung den Bauern bei der Versorgung der Bevölkerung mit ihrem "täglich Brot" zukommt.

Die Landwirtschaft hat die Aufgabe, langfristig die Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln zu sichern, erklärte Deß. Um Lebensmittel für die ständig zunehmende Weltbevölkerung bereitstellen zu können, seien Investitionen in Land, Gebäude und Maschinen notwendig.

In Zeiten des Klimawandels sei es zunehmend auch in Staaten der entwickelten Welt nicht mehr selbstverständlich, dass im Inland eine ausreichende Lebensmittelversorgung gesichert ist. Australien etwa kämpfe mit einer Dürre, die die Getreideversorgung erheblich schrumpfen lasse. Beim Weizen werde eine Ernte von 10 Millionen Tonnen erwartet; die sonst übliche Erntemenge liege bei 25 Millionen Tonnen. Sollten die Prognosen eintreffen, sei mit einer Knappheit zu rechnen, wie sie in den letzten Jahren noch nicht dagewesen ist.

Für Albert Deß macht dieses Beispiel deutlich, dass man die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln in erster Linie aus europäischer Produktion decken muss. Die Europäische Union kann es sich mit bald 500 Millionen Menschen schlichtweg nicht leisten, sich in die Abhängigkeit von Lebensmittelimporteuren zu begeben, hieß es von Deß. Erst wenn die Lebensmittelproduktion nicht mehr vor Ort erfolgt und Drittländer wegen Engpässen nicht liefern, müssten letztendlich die Verbraucher eine bittere Zeche zahlen.

"Für Europa ist es ein Segen, dass viele Grundnahrungsmittel vom Binnenmarkt bereitgestellt werden können und wir zur Versorgung der Bevölkerung nicht wesentlich von Importen abhängen", so der Agrarpolitiker abschließend.
12.10.06


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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