Europaabgeordneter Albert Deß
"Boden schützen"
NEUMARKT. Das wertvolle Gut "Boden" müsse vor den Gesetzesmühlen der EU-Bürokratie bewahrt werden, erklärte MdEP Albert Deß.
"Boden ist die Lebensgrundlage für Mensch, Tier und Pflanze. Den Tag des Bodens sollen wir nutzen, um deutlich zu machen, wie vielfältig der Boden ist: Boden ist Lebensraum, speichert Trinkwasser und ist Basis für unsere Ernährung", so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe zum anstehenden "Tag des Bodens" am 4. Dezember.
Rund die Hälfte des Bodens in Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Boden ist die Grundlage beim Ackerbau zur Produktion von hochwertigen Nahrungsmitteln. Landwirte legten schon immer großen Wert darauf, die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten, denn davon hänge nicht nur ihre eigene Existenz ab, sondern auch die Existenz der nachfolgenden Generationen.
"Damit die Lebensgrundlage Boden erhalten bleibt, arbeiten unsere Landwirte mit moderner Landtechnik. Ökonomie, Ökologie und Nachhaltigkeit sind für unsere Landwirte keine Gegensätze. Das haben sie in der Vergangenheit bewiesen und mit diesem Dreiklang werden sie auch in Zukunft den Bodenschutz sichern. Moderne Ackerschlepper lassen sich so ausrüsten, dass sie weniger Bodendruck verursachen als ein Mensch", so der Agrarpolitiker Deß.
Das wertvolle Gut "Boden" muss aber vor den Gesetzesmühlen der EU-Bürokratie bewahrt werden. Boden ist standortgebunden und überschreitet keine Grenzen. Deshalb muss Bodenschutz in der Zuständigkeit der EU-Mitgliedstaaten bleiben. Albert Deß fordert: "Die EU-Kommission soll ihre vorgeschlagene Bodenschutz-Richtlinie schleunigst zurückziehen, damit in diesem Bereich weitere überflüssige EU-Bürokratie vermieden wird."
30.11.06
"Energie vom Acker"
NEUMARKT. "Energie vom Acker macht unabhängiger von teuren Ölimporten", erklärte Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.
Chancen für erneuerbare Energien sieht der Agrarpolitiker Deß vor allem im Anbau mehrjährig genutzter Pflanzen, die zerkleinert als Heizmaterial verwertet werden. Viele Vorteile seien damit verbunden: Das Heizmaterial wachse jährlich nach und verbrenne CO2-neutral. Es werde vor Ort gewonnen und die Wertschöpfung bleibe in der Region.
Die derzeitige Energiepflanzen-Regelung der EU sei zu starr für Landwirte und zu aufwändig für die Kontrollbehörden. "Wir brauchen beim Anbau von Energiepflanzen mehr Flexibilität und weniger Bürokratie. Dann kann Europa sein Potential an nachwachsenden Rohstoffen besser ausschöpfen und ein Stück unabhängiger werden von Energieimporten", so Albert Deß abschließend.
22.11.06
"Überzogene Bürokratie"
NEUMARKT. "Eine EU-Richtlinie zum Bodenschutz ist überflüssig", erklärte Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.
Der Schutz des unvermehrbaren Gutes "Boden" falle klar in den Zuständigkeitsbereich der Mitgliedstaaten. Es sei unmöglich, die über 300 europäischen Bodentypen in eine EU-weit geltende Richtlinie zu zwängen, sagte Deß.
Im Unterschied zu Luft und Wasser überschreite Boden "für gewöhnlich keine Landesgrenzen, also machen auch EU-weite Vorgaben wenig Sinn". Außerdem sei bei Umsetzung des Kommissionsvorschlages mit einer erneuten Aufzeichnungs- und Dokumentationsflut zu rechnen, was im Widerspruch zum angekündigten Bürokratieabbau der Kommission steht.
Daher fordert Albert Deß: "Kommissionspräsident Barroso muss dafür sorgen, dass diese unnötige Richtlinie schnellstens zurückgezogen wird, damit Europas Boden vor überzogener Bürokratie geschützt wird. Seine Aussagen zu Subsidiarität und Bürokratieabbau dürfen nicht bloß Lippenbekenntnisse bleiben."
09.11.06
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