Europaabgeordneter Albert Deß
"Standards festschreiben"
NEUMARKT. "Der Tierschutz ist ein hohes gesellschaftliches Gut. Im Zusammenwirken von Tieren, Pflanzen und Menschen nimmt der Umgang mit Tieren und der Schutz von Tieren einen wichtigen Platz ein", erklärte Albert Deß, verbraucherpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe. Der Welttierschutztag sei eine gute Gelegenheit, auf die Verantwortung des Menschen für die Tiere hinzuweisen.
Mit fairen Preisen für Fleisch und tierische Lebensmittel würden auch die Verbraucher einen "echten Beitrag für nachhaltigen Tierschutz" leisten. Sie seien Voraussetzung für eine artgerechte Tierhaltung und wirkungsvollem Tierschutz. Hochwertige Lebensmittel, die unter strengen Auflagen und unter Berücksichtigung von hohen Umwelt-, Sozial, und Tierschutzstandards erzeugt werden, seien nicht zum Nulltarif zu haben.
In den europäischen Staaten Italien oder Frankreich beispielsweise spiele der Preis bei Lebensmitteln eine wesentlich geringere Rolle. Das in Deutschland "besonders auch bei Lebensmitteln ausgeprägte Geiz-ist-geil-Verhalten" trage "mit Sicherheit nicht" zur Qualitätsverbesserung von Lebensmitteln bei und gefährde eher den hohen Tierschutzstandards.
Um den Tierschutz wirkungsvoll und für alle Tiere über Europa hinaus zu gewährleisten, müßten bei den Verhandlungen für einen weltweiten Wettbewerb auch Standards für den Tierschutz festgeschrieben werden, erklärte Deß. Die Globalisierung, die die Herstellung von Gütern und Dienstleistungen und eben auch von Lebensmitteln am "preisgünstigsten Ort" fordere, führe zu "unverantwortlichem Umgang" mit Natur und Umwelt und damit auch mit den Geschöpfen. "Deshalb ist bei den WTO-Verhandlungen auch im Interesse des Tierschutzes das Grundrecht auf regionale Ernährungssicherheit einzufordern," so Albert Deß abschließend.
02.10.06
"Denken, danken, handeln"
NEUMARKT. "Eine gute Ernte ist nach wie vor das Ergebnis harter Arbeit unserer Bauern. Und ein Blick über die Grenzen Europas hinaus zeigt, dass es nicht selbstverständlich ist, Jahr für Jahr eine gute Ernte einzufahren und satt zu werden," so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.
Angesichts des Hungers in vielen Ländern der Erde heiße "Erntedank" auch, darüber nachzudenken, wie in Zukunft die wachsende Weltbevölkerung ausreichend mit hochwertigen Nahrungsmitteln versorgt werden kann.
Das Erntedankfest am 1. Oktober sei ein guter Anlass, darauf hinzuweisen, welchen Wert unsere hervorragenden Lebensmittel hätten, erklärte Deß. Die Menschen in Deutschland gäben im Durchschnitt nur noch 11,7 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Lebensmittel aus. Das besonders auch bei Lebensmittel ausgeprägte "Geiz-ist-geil-Verhalten" trage mit Sicherheit nicht zur Qualitätsverbesserung von Lebensmitteln bei.
Nirgends auf der Welt gäben die Menschen im Verhältnis zum Einkommen so wenig Geld für Lebensmittel aus wie gerade in Deutschland. Die Franzosen und Italiener würden für Essen und Trinken ein Drittel mehr von ihrem verfügbaren Einkommen verwenden. Hochwertigsten Käse und beste Fleischprodukte exportiere die deutsche Landwirtschaft deshalb in diese Länder.
Die Landwirte würden hervorragende Rohstoffe für die Herstellung von Nahrungsmitteln liefern und für eine gepflegte Kulturlandschaft sorgen, die allen zur Erholung diene. "Denken, danken und handeln" sei deshalb eine Erntedankbotschaft, "die heute aktueller ist denn je", so Albert Deß abschließend.
26.09.06
Europa wird 50
NEUMARKT. 2007 feiert die Europäische Gemeinschaft ihren 50. Geburtstag. Die "Römischen Verträge" von 1957 sind die Gründungsdokumente der heutigen Europäischen Union.
Anlässlich des 50. Jahrestags der "Römischen Verträge" weist Albert Deß, der Oberpfälzer CSU-Abgeordnete im Europaparlament, darauf hin, dass es eine besondere Projektförderung zu dieser Thematik gibt.
Die EU unterstütze Konzepte, die das Verständnis und das Bewusstsein für die Europäische Union stärken. Im Vordergrund stehe dabei die Bedeutung des Europaparlaments, die einzige europäische Institution, deren Zusammensetzung aufgrund demokratischer Wahlen bestimmt ist.
Förderfähig sind Projekte in vier Themenbereichen: Fernsehen; Hörfunk; Diskussionen, Konferenzen, Seminare und Veranstaltungen, darunter Messen und Ausstellungen, die anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung der Römischen Verträge im März 2007 stattfinden. Die Förderung wird in Form einer Kofinanzierung erfolgen. Einreichungsfrist ist der 27.10.2006.
Weitere Informationen unter:
www.europarl.europa.eu/tenders/invitations.htm
und auf der Homepage von Albert Dess:
www.albert-dess.de.
20.09.06
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