Europaabgeordneter Albert Deß
"Oberste Priorität"
NEUMARKT. "Der ländliche Raum hat auch künftig oberste Priorität. Förderschwerpunkte der bayerischen Staatsregierung sind strukturschwache Regionen, erneuerbare Energien und die Schaffung schneller Internet-Verbindungen", so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe und Landesvorsitzender der CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft (AGL).
Rund 180 Millionen Euro sind im bayerischen Doppelhaushalt 2007/08 für Investitionsmaßnahmen in ländlichen Gebieten vorgesehen. Bayern unterstütze damit seine ländlichen Regionen mehr als jedes andere Bundesland. "Damit unterstreicht die bayerische Staatsregierung den hohen Stellenwert des ländlichen Raums", so Albert Deß.
Bei der Vorlage des Programmentwurfs zur ländlichen Entwicklung betonte Wirtschaftsminister Erwin Huber, dass die Förderung des ländlichen Raums auch künftig eine zentrale Aufgabe der bayerischen Wirtschafts- und Landesentwicklungspolitik bleibt. AGL-Landesvorsitzender Albert Deß: "Nur wenn sich alle bayerischen Landesteile dynamisch entwickeln, bleiben wir auch in Europa vorne dabei."
20.12.06
"Potentiale nutzen"
NEUMARKT. "Mit gezielter angewandter Forschung kann Europa die Potentiale der erneuerbaren Energien noch besser nutzen", so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.
In seinem Bericht zu den erneuerbaren Energien hebt das EU-Parlament vor allem die Bedeutung von Biomasse und Biokraftstoffen hervor. Um weiter vorne dabei zu bleiben, müssen aussichtsreiche Neuerungen bis zur Marktreife vorangetrieben werden. "Das gilt vor allem für die Verwertung von Biomasse zu Heizzwecken und die Direkteinspeisung von Biogas ins Erdgasnetz. Damit kann Europa Akzente in der Energiepolitik setzen", so der Agrarpolitiker Deß.
Ziele der europäischen Energiepolitik seien Energiesparen, Versorgungssicherheit, weniger Importabhängigkeit und weniger Kohlendioxid-Ausstoß. Gleichzeitig müßten bei der Energieerzeugung Aspekte der Wirtschaftlichkeit beachtet werden, damit Energie für Verbraucher und Unternehmen bezahlbar bleibt. Die Innovationskraft Europas bei den erneuerbaren Energien könne einen wertvollen Beitrag leisten, diese Ziele auch zu erreichen.
Der Agrarpolitiker Deß wies in diesem Zusammenhang auf den enormen Agrarflächenzuwachs durch die EU-Osterweiterung hin. "Mit zunehmenden Hektarerträgen bei der Lebens- und Futtermittelerzeugung werden dann genügend Flächen für die Biomasseerzeugung frei. Um diese zu nutzen, muss die EU der Landwirtschaft sinnvolle und zeitlich befristete Anschubfinanzierungen anbieten. Damit ergeben sich auch Alternativen für die Betriebe, die von der Zuckermarktreform betroffen sind", so Albert Deß abschließend.
15.12.06
"Strom wird teurer"
NEUMARKT. "Strom wird in Deutschland wohl noch teurer werden, wenn Deutschland den Irrweg weitergeht, die sichersten Kernkraftwerke der Welt vorzeitig vom Netz zu nehmen", so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.
Im Gegensatz dazu würden die Amerikaner die Laufzeit von Atommeilern verlängern, um den CO2-Ausstoß zu bremsen. Die EU-Kommission habe Deutschland dazu aufgefordert, mehr zur CO2-Einsparung zu unternehmen. Gebremst werden könne der CO2-Ausstoß aber nur dann, wenn auch die Kernkraft in den Energiemix einbezogen werde, hieß es von Deß in einer Pressemitteilung.
Der von Rot-Grün beschlossene Atomausstieg führe "unweigerlich" zu höheren CO2-Emissionen, weil die Versorgungslücke mit zusätzlichen Kohle- oder Gaskraftwerken geschlossen werden müsse. Nicht übersehen dürfe man, dass Deutschland heute seinen Energiebedarf zu etwa 60 Prozent mit fossiler Energie decke und dieser Anteil bis 2020 auf rund 80 Prozent ansteigen werde.
Man brauche einen breit gefächerten Energiemix unter Einbeziehung modernster Energietechnik. Mit steigenden CO2-Vermeidungskosten werde Energie in Deutschland noch teurer. "Auf Verbraucher, Unternehmen und auch die Landwirtschaft werden dadurch Mehrkosten in Milliardenhöhe zukommen, mit dramatischen Folgen für den Wirtschaftsstandort Deutschland", so Albert Deß abschließend.
07.12.06
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