Statistiken aus Bayern

Mehr Straftaten


Die Zahl der Straftaten nahm zu
Symbolbild: Pixabay
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten hat auch im Süden und Osten des Landkreises deutlich zugenommen - im Vergleich zum Vorjahr um über zehn Prozent.

Das wurde bei der Vorstellung der Kriminalstatistik der Parsberger Polizei deutlich. Im Gesamt-Landkreis kletterte die Zahl der Straftaten um 7,1 Prozent, wie neumarktonline bereits vor einer Woche berichtete.

2022 wurden bei der Parsberger Polizei 559 Straftaten registriert. 2021 waren es noch 505 Taten. Dies ist eine Zunahme von 54 Fällen oder ein Anstieg von 10,7 Prozent. Lässt man die „Corona-Jahre“ allerdings unbetrachtet, dann stellt dieser Wert den besten im 10-Jahre-Vergleich dar.


Die Kriminalitätsentwicklung im Bereich der Parsberger Polizei
Grafik: Polizei
Besonders erfreulich zeigt sich dabei die Aufklärungsquote im Jahr 2022. Die konnte erneut gesteigert werden, auf nun 74,6 Prozent (2021: 73,7 Prozent). Die Zahl der Eigentumsdelikte erhöhte sich leicht um 2,7 Prozent. Die Gewaltkriminalität sank dagegen um 8 Prozent. Im Bereich des Betruges konnte ein leichter Anstieg auf 61 Fälle (57) verzeichnet werden.


Im Bereich der Parsberger Polizei mit den Gemeinden Breitenbrunn, Dietfurt, Hohenfels, Lupburg, Parsberg, Seubersdorf und Velburg wurden 35 Fälle von sogenanntem Callcenter-Betrug aufgenommen.

Die sogenannte Häufigkeitszahl liegt in diesem Bereich bei etwa 19 - das heißt es wurden 19 Straftaten pro 1000 Einwohner gezählt. Dieser niedrige Wert wird von der Polizei als sehr positiv bewertet. Im Vergleich dazu liegt diese Häufigkeitsziffer im Bereich des Regierungsbezirks Oberpfalz bei 37,59 und bayernweit bei 42,60. Im Gesamt-Landkreis Neumarkt wurden 24,5 Straftaten pro 1000 Landkreis-Bewohner registriert. Damit bestätige sich, dass die Bürger im Zuständigkeitsbereich der Parsberger Polizei sehr sicher leben, sagte Erster Polizeihauptkommissar Karlheinz Dietl.

So hoch ist die Häufigkeitszahl (HZ) in den einzelnen Gemeinden:



Gemeinden
Delikte 2021 HZ 2021 Delikte 2022 HZ 2022
Breitenbrunn 32 9 33 9
Dietfurt 80 13 89 14
Hohenfels 53 23 47 20
Lupburg 18 7 29 11
Parsberg 176 24 240 32
Seubersdorf 53 10 49 9
Velburg 92 17 72 13

Die Gemeinde Hohenfels ist dabei übrigens ein Opfer der Statistik: die zahlreichen dort lebenden US-Soldaten unterliegen nicht dem deutschen Melderecht, von ihnen begangene Straftaten werden aber gezählt wie alle anderen - der Anteil der Straftaten pro Einwohner zeigt also eine zu hohe Zahl.
23.03.23

Mehr Straftaten im Landkreis


Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Landkreis Neumarkt stieg im letzten Jahr an, die Aufklärungsquote sank
Foto: Archiv/Polizei
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten im Landkreis stieg im letzten Jahr deutlich an - aber längst nicht so stark wie in der ganzen Oberpfalz.

Laut der am Donnerstag in Regensburg vorgestellten Kriminalstatistik nahm die Zahl der Straftaten im Landkreis im letzten Jahr von 3076 auf 3340 Fälle zu, also um 7,1 Prozent. Oberpfalzweit kletterten die Zahlen von 36.806 auf 41.989, als um über 14 Prozent.

Unglücklicherweise ging im gleichen Jahr auch die Aufklärungsquote um 8,6 Prozent auf 64,6 Prozent zurück - es werden also nicht einmal mehr zwei Drittel aller Straftaten geklärt.

Die Zahl der Wohnungseinbrücke stieg im Jahr 2022 im Landkreis von 18 auf 21 an, während hier gleichzeitig die Aufklärungsquote auf unter zehn Prozent sank - das ist der niedrigste Wert in allen Landkreisen der Oberpfalz.


Die sogenannte Häufigkeitszahl kletterte im letzten Jahr wieder leicht von 22,7 auf 24,5 Straftaten pro 1000 Landkreis-Bewohner und erreichte damit fast den Wert von 2019. Diese Zahlen weisen auf einen eher sicheren Landkreis Neumarkt hin; in der Oberpfalz wurden 37,6, in ganz Bayern sogar 42,6 Straftaten pro 1000 Einwohner gezählt.

Die Kriminalstatistik wurde von Polizeipräsident Norbert Zink, Polizeivizepräsident Thomas Schöniger und Kriminaldirektor Michael Danninger vorgestellt, der bis vor wenigen Wochen noch Polizei-Chef in Neumarkt war.
16.03.23

Sehr viele Wildunfälle


Dienststellenleiter Erster Polizeihauptkommissar Karlheinz Dietl und Polizeihauptkommissar Rainer Hirschmann stellten die Statistik vor
Foto: Polizei
NEUMARKT. Vor allem im Süden des Landkreises sind Wildunfälle für mehr als die Hälfte aller „Schadensereignisse im Straßenverkehr“ verantwortlich, hieß es bei der Vorstellung der Verkehrsstatistik für den Bereich der Polizeiinspektion Parsberg.

Gravierendstes Ereignis war aber im letzten Jahr ein Unfall mit zwei toten Fußgängern im Juli bei Hohenfels.

2022 stieg die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle bei der Parsberger Polizei um 9,58 Prozent auf 1063 - über die Hälfte (57,19 Prozent) davon waren Wildunfälle. Die Anzahl der verletzten Verkehrsteilnehmer sank deutlich von 131 Personen um 10,69 Prozent auf 117.


Diese positive Entwicklung wurde freilich durch den grauenvollen Unfall am 7. Juli überschattet, als ein Auto bei Hohenfels in eine Fußgänger-Gruppe schleuderte (wir berichteten). Ein 36jähriger Mann starb noch an der Unfallstelle, eine 25 Jahre alte Frau erlag am nächsten Tag ihren schwersten Verletzungen. Ein Jahr zuvor hatte es im Bereich der Parsberger Polizei „nur“ einen tödlichen Verkehrsunfall gegeben.

Die Unfallzahlen mit Personenschäden sanken um 15,46 Prozent auf 82 (2021: 97) Schadensfälle. Dabei wurde 2 (1) Menschen getötet, 117 (131) Personen verletzt, 94 (100) davon leicht, 23 (31) schwer.


Die Zahl der schwerwiegenden Sachschadenunfälle stieg auf 141 (111) an.

Die Anzahl der gemeldeten „Unfallfluchten“ stieg deutlich um 24,67 Prozent von 77 auf 96 Unfälle. Davon konnten 30 Fälle und damit 30 Prozent (34 Prozent) geklärt werden.


Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Ursache Alkoholeinwirkung ging von 15 auf zwölf Fälle zurück. Zudem ereigneten sich wie imVorjahr noch drei Unfälle unter Einwirkung von anderen berauschenden Mitteln.

Die Zahl der aufgenommenen Motorrad-Unfälle sank von 19 auf 17. Dabei wurden 15 (19) Personen verletzt, 4 (9) davon schwer. Es wird daher auch im Jahr 2023 insbesondere im Bereich der Motoradsicherheit eine Vielzahl von Kontroll- und Messaktionen geben, hieß es bei der Vorstellung der Statistik.


Deutlich weniger Fahrradfahrer 15 (19) waren in Unfallgeschehen verwickelt. 14 (18) wurden verletzt, 5 (11) davon schwer. Konstant blieben Unfälle von Verkehrsteilnehmern mit Elektro-Fahrrädern. Aus dieser Gruppe ereigneten sich im Jahr 2022 insgesamt 7 (12) Verkehrsunfälle mit drei schwer- und acht leichtverletzten Menschen.

An insgesamt 6 (2) Verkehrsunfällen waren Fußgänger beteiligt, dabei wurden sechs Personen schwer und zwei tödlich verletzt.

Zu den Hauptursachen der schweren Unfälle zählen: Bei den unterschiedlichen Straßenarten weisen die Bereiche der Staatsstraßen und Gemeindestraßen mit insgesamt 387 (370) sowie 386 (306) Unfällen die höchste Unfalldichte auf.

Im Dienstbereich der Parsberger Polizei mit seinen sieben Gemeinden ist aktuell im Bereich der Staatsstraße 2220 zwischen Velburg und Parsberg auf Höhe der Abzweigung Steinmühle ein Unfallhäufungspunkt, hieß es.

Die Anzahl der Verkehrsstraftaten wie Nötigung und Beleidigung im Straßenverkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch ist mit 47 Fällen (52) leicht fallend. Diese Entwicklung ist aber auch auf die verstärkt durchgeführten Kontrollen zurückzuführen.


Die Gesamtunfallzahlen in den einzelnen Gemeinden . In der jeweils zweiten Zeile sind die Zahlen der folgenschweren Unfälle mit Personenschäden oder gravierenden Verkehrsverstößen vermerkt

10.03.23

Gegen den Trend


Die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr stieg im Landkreis an - ganz gegen den oberpälzischen Trend
Foto: Archiv/Polizei
NEUMARKT. Das Polizeipräsidium spricht bei den Verkehrstoten von einem historischen Tiefstand in der Oberpfalz - außer im Landkreis Neumarkt.

Im Raum Neumarkt stieg völlig gegen den Trend die Zahl der getöteten Verkehrsopfer von sechs auf neun an (wir berichteten). Das ist der höchste Wert seit 2016 (10 Tote) und dem „Horror-Jahr“ 2015, als 14 Menschen im Straßenverkehr starben.

Polizeivizepräsident Thomas Schöniger und Polizeioberrat Vincent Bauer stellten im Rahmen einer Pressekonferenz die Oberpfälzer Verkehrsstatistik für das Jahr 2022 vor. Obwohl sich erwartungsgemäß mehr Verkehrsunfälle als „während Corona“ ereignet haben, gibt es beispielsweise bei den Verkehrstoten einen erfreulichen Tiefstand für die Oberpfalz zu vermelden.

34.828 Verkehrsunfälle registrierten Oberpfälzer Polizeibeamte im Jahr 2022. Zum Vorjahr ist dies ein Anstieg von 5,4 Prozent. Die Zahl liegt unter dem Niveau „vor Corona“ (2019: 37.616; 2021: 33.032 Verkehrsunfälle). Betrachtet man die Verkehrsunfälle mit verletzten Personen, ergibt sich ein ähnliches Bild: Im Jahr 2022 wurden bei 3955 Verkehrsunfällen insgesamt 5160 Personen verletzt (2019: 4366 Verkehrsunfällen mit 5890 Verletzten; 2021: 3682 Verkehrsunfällen mit 4859 Verletzten).


Mit 41 liegt die Anzahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen in der Oberpfalz auf einem historischen Tiefstand (2019: 52, 2021: 51). Weil mit 27 Personen nach wie vor die meisten Menschen auf der Landstraße sterben, wird die Polizei dort weiterhin Schwerpunkte setzen (2019: 26; 2021: 33). Wichtige Aspekte sind dabei das Erkennen von Gefahrenstellen und deren Entschärfung im Rahmen von Verkehrsunfallkommissionen und Verkehrsschauen, aber auch gezielte Überwachungsmaßnahmen an Unfallschwerpunkten, beispielsweise durch Geschwindigkeitsmessungen, hieß es.

Mit 465 Unfällen unter Alkoholeinfluss wurde ein Plus von fast 20 Prozent (19,2) im Vergleich zu 2021 (390) festgestellt. Dabei wurden 284 Personen verletzt sowie fünf Menschen getötet. Sowohl bei der Gesamtzahl der Unfälle wie auch bei den verletzten Personen wurde damit der negative Höchstwert der vergangenen zehn Jahre erreicht. Analog dieser Steigerung konnte die Oberpfälzer Polizei in 2055 Fällen folgenlose Fahrten unter Alkoholeinfluss feststellen und durch das Unterbinden der Weiterfahrt möglicherweise schlimme Folgen verhindern. „Die Verletzungen bei 284 Menschen und der Tod von fünf Personen wären allein dadurch vermeidbar gewesen, wenn nicht jemand alkoholisiert gefahren wäre“, sagte Polizeivizepräsident Schöniger.

Hinzu kommen 49 Verletzte sowie eine getötete Person, die im Zusammenhang mit insgesamt 79 Unfällen zu beklagen sind, bei denen unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln ein Fahrzeug geführt wurde. 1375 Mal stoppte eine Oberpfälzer Polizeistreife Fahrer, die unter dem Einfluss von Drogen mit Fahrzeugen im Straßenverkehr unterwegs waren.

Die steigende Beliebtheit von Fahrrädern geht auch mit mehr Unfällen einher. In den meisten Fällen kam es zu Verletzungen, wenn ein Fahrrad an einem Verkehrsunfall beteiligt war (1235 Verletzte bei 1324 Verkehrsunfällen). Hier ergaben sich deutliche Steigerungen zu 2019 (1031 Verletzte bei 1132 Verkehrsunfällen) und 2021 (992 Verletzte bei 1.053 Verkehrsunfällen). In vier Fällen verliefen Fahrradunfälle tödlich (2019: 3; 2021: 2). In den meisten Fällen war das Verhalten der radfahrenden Person Unfallursache (898).

Immer häufiger im Straßenverkehr anzutreffen sind Pedelecs, also Fahrräder mit Motorunterstützung. Bei fast jedem vierten Fahrradunfall (24,2 Prozent) ist mittlerweile ein Pedelec beteiligt. Bei 320 Unfällen wurden 307 Pedelec-Nutzer verletzt. Auch hier setzten in den meisten Fällen (230 Mal) die Zweiradfahrenden selbst die Ursache. Tödliche Unfälle in Zusammenhang mit Pedelecs ereigneten sich 2022 (wie auch in den Jahren 2019 und 2021) nicht.


Bei den stärker motorisierten Zweirädern ergab sich ein erfreulicher Tiefstwert. So waren erstmals in den vergangenen zehn Jahren weniger als 400 verletzte Motorradfahrer zu verzeichnen (2019: 509; 2021: 438; 2022: 397). Wie bei den nicht-motorisierten Zweirädern gehen Unfälle mit Motorrädern in den meisten Fällen mit verletzten Personen einher. So liegt die Zahl der Motorradunfälle mit 442 nur geringfügig höher als die Zahl der Verletzten (2019: 531; 2021: 481). Tödlich endeten neun Motorradfahrten (2019: 4; 2021: 12).

Gerade im Zusammenhang mit sogenannten ungeschützten Verkehrsteilnehmern spielt die Erkennbarkeit eine große Rolle. Auch wenn dies nicht statistisch erfasst werden kann, dürfte vielen die Situation bekannt vorkommen, dass man eine dunkel gekleidete Person oder ein unbeleuchtetes Fahrrad erst auf den letzten Moment erkennt und gerade noch reagieren kann. Um zu demonstrieren, wie durch entsprechende Kleidung und Beleuchtung viel für die eigene Sicherheit getan werden kann, führte die Polizei praktisch den Effekt vor. Polizeihauptmeisterin Nina Kugler, die als Verkehrserzieherin der Neumarkter Polizei hauptamtlich für die Sicherheit im Straßenverkehr eintritt, konnte aus der Praxis zahlreiche Tipps geben. Dazu sollte neben einer entsprechend auffälligen Kleidung auch das Tragen eines Helmes beim Radfahren zählen.
01.03.23


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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