Statistiken aus Bayern

Deutlich mehr Diebstähle


Polizeioberrat Wolfgang Schüler und Polizeihauptkommissar Martin Meier bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik
Foto: Käsewieter
NEUMARKT. „Neumarkt hat eine sehr gute Sicherheitsbilanz“, sagte Polizei-Chef Wolfgang Schüler bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2022.

Der Wegfall der Corona-Einschränkungen habe im letzten Jahr zwar insgesamt zu dem auch erwarteten Anstieg von Straftaten im Vergleich zum Vorjahr geführt, jedoch blieben die unter dem Wert vom letzten Vor-Corona-Jahr 2019, teilten Polizeioberrat Wolfgang Schüler und Polizeihauptkommissar Martin Meier, der Leiter des Sachbereichs Einsatz der Neumarkter Polizei, mit.

Der Hauptgradmesser sei die Kriminalitätsbelastung. Im Zuständigkeitsbereich der Neumarkter Inspektion sind demnach 2537 Straftaten bekannt geworden (+ 105 im Vergleich zum Vorjahr). Damit könne man die zweitniedrigste Kriminalitätsrate im Zehn-Jahres-Vergleich vorweisen, „was eine sehr erfreuliche Bilanz“ darstelle. 65,5 Prozent aller Straftaten konnten aufgeklärt werden, wobei man laut Schüler leicht über dem bayerischen Durchschnitt liege.

Die höchste Kriminalitätsbelastung weise natürlich die Große Kreisstadt auf, wo alleine 1582 aller registrierten Taten gezählt wurden. Wie bereits im Vorjahr nahm auch heuer die Gemeinde Berngau den Spitzenplatz mit den wenigsten Straftaten im gesamten Zuständigkeitsbereich ein.

Meier erläuterte danach die einzelnen Deliktsfelder und ging auch auf die Einsatz- und Veranstaltungslage ein. Gerade viele Versammlungen und Demonstrationen im Stadtgebiet wurden teils mit hohem Kräfteansatz betreut und hätten neben zahlreichen Veranstaltungslagen die Einsatzkräfte gefordert. Laut Meier positiv erwähnenswert seien die „meist sehr friedlichen Verläufe“ der Demos. Auch die Großveranstaltungen, wie das Jura-Volksfest mit etwa 300.000 Besuchern, zeigten sich „mit wenigen Ausnahmen als polizeilich unauffällig“.


Einen deutlichen Rückgang bilanzierte Martin Meier im Bereich der Wohnungseinbrüche. Mit 17 erfassten Fällen hätten sich die Fallzahlen hier seit 2020 beinahe halbiert. Grund dafür seien „sicherlich nicht zuletzt auch die umfangreichen Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen“. Einen ebenso erfreulichen Rückgang würden die Rauschgiftverstöße aufzeigen. Mit knapp 200 registrierten Fällen bewege man sich zwar im niedrigsten Bereich seit sechs Jahren, werde jedoch „die Kontrolldichte gerade in diesem Deliktsfeld weiter hochhalten“, kündigten Schüler und Meier an.

Den signifikantesten Anstieg habe man in den Bereichen der Diebstahlsdelikte zu verzeichnen. Hier verzeichnete man ein Plus von 124 Taten im Vergleich zum Vorjahr.

Auch die Gewaltkriminalität habe zugenommen und weise mit 95 erfassten Fällen den höchsten Wert seit 2018 auf. Unter diesem Begriff verbergen sich schwere Deliktsformen wie zum Beispiel Tötungsdelikte oder Raub, wobei in Neumarkt auf diesem Feld mit mehr als 80 Prozent die Körperverletzungsdelikte den größten Anteil einnehmen. Allerdings hatte man auch einen Totschlag mit einer getöteten Person sowie ein versuchtes Tötungsdelikt im südlichen Stadtbereich zu verzeichnen. Bei beiden handelte es sich um Messerstechereien, wo die Täter unmittelbar festgenommen werden konnten.

Knapp dreiviertel der 1374 ermittelten Tatverdächtigen seien Männer. Etwas mehr als 25 Prozent der Straftaten wurden von Personen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit begangen und „jede siebte Straftat geschah unter dem Einfluss von Alkohol- Drogen oder Medikamenteneinfluss“, so Polizeihauptkommissar Meier.

Laut Polizeichef Wolfgang Schüler ereigneten sich im Jahr 2022 insgesamt 2333 Unfälle, was etwa sechs Unfällen pro Tag entspreche. Dabei wurden 436 Personen verletzt, 83 davon schwer. „Leider mussten auch fünf Verkehrsteilnehmer ihr Leben lassen“, so Schüler. Hier konstatierte man insbesondere bei den Radfahrunfällen mit 143 einen Höchstwert. Die wenigsten Unfälle registrierte man in den Gemeinden Berngau und Sengenthal.
15.05.23

2022 mehr Straftaten


Polizeioberrat Wolfgang Schüller (r.) stellte Oberbürgermeister Thomas Thumann den Sicherheitsbericht vor
Foto: Dr. Franz Janka
NEUMARKT. Trotz Steigerungen bei den Straftaten im Vergleich zum Vorjahr konstatierte die Polizei der Stadt Neumarkt eine „gute Sicherheitslage“.

Die Zahl der Straftaten stieg im letzten Jahr von 1477 auf 1582. Das bedeutet eine sogenannte „Häufigkeitszahl“ von 39,2 - oder knapp vier Straftaten pro 100 Einwohner.

Der neue Chef der Neumarkter Polizei Polizeioberrat Wolfgang Schüler stellte Oberbürgermeister Thomas Thumann im Rathaus den aktuellen Sicherheitsbericht für die große Kreisstadt Neumarkt vor. „Man kann anhand der Daten sehen, dass wir in Neumarkt gut und angstfrei leben können“, sagte Thumann.


Im Hinblick auf die Zahl der Verkehrsunfälle sei erkennbar, dass im letzten Jahr fast schon wieder das Niveau der Vor-Corona-Zeit erreicht wurde. Insgesamt zählte die Polizei 1129 Verkehrsunfälle im Stadtgebiet Neumarkt. Die Zahl der Alkoholunfälle liegt mit 21 im letzten Jahr nahe beim Höchstwert aus dem Jahr 2021 (23).
02.05.23

Über 41.000 Neumarkter


Die Einwohnerzahl in der Stadt Neumarkt stieg dank der Zuzüge wieder deutlich an
Foto: Archiv/Jonas Gronau
NEUMARKT. Nach 40.000 Einwohnern im Jahr 2018 hat die Stadt Neumarkt inzwischen auch die 41.000er-Grenze überschritten, hieß es aus dem Rathaus.

Zum Jahresende 2022 hatten 41.133 Bewohner ihren Hauptwohnsitz in der Stadt, sagte Oberbürgermeister Thumann bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen aus dem Neumarkter Einwohnermeldeamt.

Alleine im letzten Jahr habe die Zahl um 502 Einwohner zugenommen. Dies sei laut Thumann auch auf die Ausweisung von weiteren Wohnbaugebieten, der Verdichtung der Bebauung auf bestehenden Flächen und dem Neubau vieler Wohneinheiten durch Bauträger zurückzuführen. Daneben sorgten der Krieg in der Ukraine und die Aufnahme von Flüchtlingen von dort und aus anderen Gebieten der Welt zu einem Anstieg, sagte der Leiter des Einwohnermeldeamtes Alfred Frauenknecht.


Zählt man die Nebenwohnsitze dazu dann wohnen insgesamt 43.001 Menschen in Neumarkt. Die Zahl der Neumarkter mit ausländischen Wurzeln stieg auf 5925; das entspricht einem Anteil von 13,78 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Noch zum Jahresende 2014 lag diese Zahl bei 2992 und der Anteil bei 7,28 Prozent.

Starke Änderungen gab es auch bei der Religionszugehörigkeit. Die Katholiken stellen nach den neuesten Zahlen in der Stadt nur mehr eine ganz leichte Mehrheit. Nur 51,89 Prozent der Neumarkter sind römisch-katholisch und 13,47 Prozent geben bei der Religion „evangelisch“ an. 34,64 Prozent geben eine andere oder keine Religion an. Im Vorjahr waren es alleine 655 Neumarkter, die aus der Kirche austraten - so viele wie noch nie. 2012 betrug der Anteil bei den römisch-katholischen Einwohnern noch 64,27 Prozent und bei den evangelischen waren es 16,13 Prozent. Die Zahl der Kirchenaustritte lag vor zehn Jahren lediglich bei 131.

Ende 2022 waren in Neumarkt 17.259 Bewohner ledig, 28.855 verheiratet und 2984 verwitwet. Insgesamt 3822 Familien haben Kinder. Etwa die Hälfte der Familien hat nur ein Kind. Fast 40 Prozent der Familien haben zwei Kinder und 419 Familien haben drei oder mehr Kinder.

Die Zahl der Sterbefälle bei denen die Verstorbenen ihren Wohnsitz in Neumarkt haben, ist im Vergleich zum Vorjahr um 23 Fälle gesunken und liegt bei 558. Im selben Jahr wurden 372 Kinder geboren, die ihren Wohnsitz in Neumarkt haben.

Die Altersstruktur der Stadt zeigt bei den Hauptwohnsitzen von 41.133, dass der Bereich Kinder und Jugendliche von 0 bis 19 Jahren einen Anteil von 17,1 Prozent ausmacht, während 30,95 Prozent der Einwohner älter als 60 Jahre sind. Zwölf über 100 Jahre alte Neumarkter haben ihren Wohnsitz in der Stadt.
27.04.23

Krankenstand stieg an


Die Zahl der Erkrankungen stieg im Landkreis im letzten Jahr deutlich an
Foto: AOK
NEUMARKT. Die Neumarkter AOK verzeichnete im letzten Jahr einen drastischen Anstieg beim Krankenstand im Landkreis von 5 auf 6,2 Prozent.

Im dritten Pandemiejahr 2022 haben sich sehr viel mehr AOK-Versicherte krankgemeldet als 2021 - vor allem wegen Atemwegserkrankungen, COVID-19 und Erkrankungen am Muskelskelett.

„Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der Krankenstand im Landkreis Neumarkt um 1,2 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent“, sagte der Neumarkter AOK- Direktor Gerhard Lindner. Damit liegen die AOK-versicherten Berufstätigen in Landkreis über dem bayerischen Durchschnitt von 6,1 Prozent. Der Regierungsbezirk Oberpfalz weist mit einem Krankenstand von 6,3 Prozent im Jahr 2022 ebenfalls einen höheren Wert auf als der Freistaat.

„Die Gesamtzahl der Krankmeldungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 48,6 Prozent““, sagte Lindner. Die durchschnittliche Dauer der Erkrankungen je Mitglied hat sich ebenfalls um 23,6 Prozent auf 22,7 Tage erhöht. Zum Vergleich: Insgesamt waren im Freistaat die AOK-versicherten Beschäftigen durchschnittlich 22,2 Kalendertage krank.


Atemwegserkrankungen verursachten 2022 in Bayern die meisten Krankmeldungen (86,4 Krankmeldungen je 100 Versicherte). 2021 lag der Wert noch bei 31,6. Im Landkreis Neumarkt entfielen im vergangenen Jahr 80,6 Krankmeldungen je Berufstätige auf Atemwegserkrankungen gegenüber 31 im Jahr 2021. „Damit waren die Atemwegserkrankungen mit Abstand die häufigste Ursache für eine Krankmeldung“, so der AOK-Chef.

Im dritten Pandemiejahr 2022 gab es im Landkreis Neumarkt 18,3 Arbeitsunfähigkeitsfälle pro 100 Versicherte mit der gesicherten Diagnose COVID-19 – gegenüber 3,1 Arbeitsunfähigkeitsfällen 2021 und 1,4 im Jahr 2020.

Bayernweit gingen auch die Muskelskelett-Erkrankungen nach oben und belegten mit 35,5 Krankmeldungen je 100 Versicherte den zweiten Platz (2021: 31,6). Im Landkreis Neumarkt ergibt sich ein ähnliches Bild: Die Zahl der Krankmeldungen je 100 AOK-versicherte Berufstätige stieg von 32,4 (in 2021) auf 34,8.

Betrachtet man die Dauer der jeweiligen Erkrankung, so verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen in Neumarkt von allen Krankheitsarten weiterhin die meisten Ausfalltage. Statistisch gesehen war wegen Muskel- und Skeletterkrankungen 2022 jeder AOK-versicherte Berufstätige aus dem Landkreis 6,3 Tage krankgeschrieben. 5,35 Fehltage ergaben sich aus Atemwegserkrankungen, 3 Krankheitstage wegen psychischen Erkrankungen und 1,4 Krankheitstage wegen nachgewiesener COVID-19- Erkrankung.
26.04.23


Anfang ... 6 - 7 - [8] - 9 - 10 ... Ende

Übrigens: Sie können jetzt alle Themen aus neumarktonline auch im NEUMARKTER FORUM diskutieren
Telefon Redaktion


Berg im Internet - die Lokalausgabe der Internet-Tageszeitung neumarktonline. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Berg im Internet
ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
Berg im Internet - die Lokalausgabe der Internet-Tageszeitung neumarktonline. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Berg im Internet
ISSN 1614-2853
15. Jahrgang