Statistiken aus Bayern

Trend zum Zweit-PC

NEUMARKT. Rund 62 Prozent der Haushalte verfügten über einen Internetanschluss. Ein Drittel hat mindestens zwei Computer.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stand Anfang 2007 in etwa drei Viertel aller Haushalte in Bayern ein PC. Rund 35 Prozent dieser Haushalte verfügten über mindestens zwei Computer. Wie das Amt weiter mitteilt, hatten fast zwei Drittel aller Haushalte Zugang zum Internet.

Anfang 2007 verfügten knapp 75 Prozent aller Haushalte in Bayern über einen (stationären oder mobilen) PC. Fünf Jahre zuvor betrug der Ausstattungsgrad erst rund 58 Prozent, wobei damals nur rund 9 Prozent aller Haushalte über ein Notebook oder einen Laptop verfügten, Anfang 2007 aber schon 27 Prozent.

Im Durchschnitt standen Anfang 2007 in 100 bayerischen Haushalten etwa 117 PC, während 2002 dieser sogenannte "Ausstattungsbestand" bei rund 74 lag. Dabei besaß 2007 jeder sechste Haushalt zwei und etwa jeder zehnte Haushalt sogar drei oder mehr Computer. Dies zeigen die Ergebnisse der "Laufenden Wirtschaftsrechnungen privater Haushalte" (ohne Haushalte von Selbständigen und Landwirten), für die in Bayern rund 1 100 Haushalte unter anderem über ihre Ausstattung mit langlebigen Gebrauchsgütern berichten.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, sind Haushalte mit Kindern deutlich besser mit PCs ausgestattet als Haushalte ohne Kinder. So verfügten 2007 fast 97 Prozent der Paare mit minderjährigen Kindern und etwa 86 Prozent der Alleinerziehenden über einen PC. Dagegen hatten nur gut 57 Prozent der Alleinlebenden einen Computer, wobei der Ausstattungsgrad allein lebender Männer mit rund 68 Prozent deutlich höher war als die entsprechende Quote bei Frauen (49 Prozent).

In Bayern hatten am Jahresanfang 2007 rund 62 Prozent der Haushalte einen Internetanschluss. Anfang 2002 lag der entsprechende Anteil noch bei etwa 35 Prozent. Wie auch bei der PC-Ausstattung zeigen sich beim Internetzugang Unterschiede nach dem Bildungsniveau. So verfügten Haushalte, in denen der Haupteinkommensbezieher einen Hochschulabschluss hatte, überdurchschnittlich häufig (77 Prozent) über einen Internetzugang.
07.10.08

Schülerzahlen sanken

NEUMARKT. Die größte Volksschule der Oberpfalz liegt auch heuer wieder im Landkreis Neumarkt.

Die Gesamtzahl der 282 Volksschulen in der Oberpfalz, davon elf in privater Trägerschaft, bleibt gegenüber dem Vorjahr gleich, obwohl heuer die Grundschule Wissing-Kemnathen auf Antrag des Sachaufwandsträgers augelöst wurde. Dafür startet die private Internationale Schule in Regenstauf (Landkreis Regensburg).

Die größte Volksschule der Oberpfalz ist die Volksschule Postbauer-Heng mit 666 Schülern in 27 Klassen. Die kleinste staatliche Grundschule liegt in Trausnitz (Landkreis Schwandorf) mit 31 Kindern in zwei Klassen.

Die Gesamtschülerzahl an den Volksschulen der Oberpfalz ging gegenüber dem Vorjahr um 2.880 Schüler (4,13 Prozent) auf jetzt 66.905 Schüler zurück. Die Zahl der Schulanfänger beträgt 9.955 und damit um 657 (6,2 Prozent) Erstklässler weniger als im Vorjahr. Die Grundschulen verzeichnen 2008/09 insgesamt 43.198 Schüler (Rückgang 1.525 Schüler = 3,4 Prozent), die Hauptschulen 23.707 Schüler (Rückgang 1.355 Schüler = 5,4 Prozent).

Nach Unterfranken ist die Oberpfalz damit der am zweitstärksten vom Schülerrückgang betroffene Regierungsbezirk. Bayernweit beträgt der Rückgang im Bereich der Volksschulen 3,12 Prozent.

Die größten Schülerrückgänge im Regierungsbezirk ergeben sich in den Landkreisen Tirschenreuth (5,7 Prozent) und Neustadt/Waldnaab (4,76 Prozent), die niedrigsten Quoten sind im Landkreis Regensburg (3,25 Prozent) und in der Stadt Regensburg (2,03 Prozent) zu verzeichnen.

Der Rückgang der Schulanfänger gegenüber dem Vorjahr ist in den Landkreisen Cham (11,5 Prozent) und Schwandorf (10,7 Prozent) am größten.

Durch den großen Schülerrückgang sank die Zahl der Klassen auf 3.009, das sind 84 weniger als im Vorjahr. Die Klassen verteilen sich wie folgt: Grundschule 1.881 (Rückgang um 42 Klassen) und Hauptschule 1.128 (Rückgang um 42 Klassen).

Die Mindestschülerzahl pro Klasse beträgt entsprechend den Vorgaben des Kultusministeriums in der Grundschule 13, in der Hauptschule 15. Die zulässige Schülerhöchstzahl liegt bei 31 Schülern. In der Oberpfalz gibt es nur 7 Klassen (= 0,23 Prozent) mit mehr als 30 Schülern, von denen fünf auf Wunsch der Eltern gebildet wurden, aber auch 87 Klassen (= 2,9 Prozent) mit bis zu 15 Schülern. In 30 Prozent aller Volksschulklassen sitzen nur 16 bis 20 Schüler. 40 Klassen (1,3 Prozent) in der Oberpfalz haben exakt 30 Schüler.

In einer Grundschulklasse sitzen durchschnittlich 22,97 Schüler, in einer Hauptschulklasse 21,02 Schüler.
08.09.08

Billiger Sprit ?

NEUMARKT. Heizöl und Kraftstoff waren im August billiger als im Vormonat - aber viel teuerer als vor einem Jahr.

Im Vergleich zum August des Vorjahres haben sich die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 3,1 Prozent erhöht, teilte am Mittwoch das Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mit. Damit ist die jährliche Inflationsrate leicht zurückgegangen; im Juli lag sie bei 3,3 Prozent.

Zur Verringerung der jährlichen Inflationsrate haben ganz wesentlich die im Vergleich zum Vormonat kräftigen Preisrückgänge bei Heizöl (- 9,6 Prozent) und Kraftstoffen (- 5,9 Prozent) beigetragen. Im Jahresvergleich weisen die Preise für Energie allerdings weiterhin hohe Steigerungsraten auf. So haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem August des Vorjahres um 49,4 Prozent erhöht. Kraftstoffe (+ 11,2 Prozent) sowie Strom (+ 10,8 Prozent) und Gas (+ 12,9 Prozent) waren ebenfalls spürbar teurer als im Vorjahr.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Vorjahresvergleich um 6,2 Prozent. Gegenüber dem Vormonat haben sich neben den Preisen für Heizöl (- 9,6 Prozent) und Kraftstoffen (- 5,9 Prozent) aus saisonalen Gründen auch die Preise für Gemüse deutlich verringert (- 8,3 Prozent). Demgegenüber war bei Bekleidungsartikeln eine monatliche Steigerungsrate von 1,5 Prozent zu verzeichnen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, hat sich der Preisauftrieb im Vergleich zum Vorjahr leicht abgeschwächt. So betrug die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im August 3,1 Prozent; im Juli hatte sie 3,3 Prozent betragen.

Im Vorjahresvergleich war bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken insgesamt ein Preisanstieg von 6,2 Prozent zu verzeichnen. Besonders hohe Steigerungsraten weisen weiterhin Molkereiprodukte und Eier (+ 18,8 Prozent) auf. Für Brot und Getreideerzeugnisse betrug im August die Jahresteuerungsrate 8,8 Prozent. Obst war um 2,9 Prozent teurer, während bei Gemüse ein Preisrückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem August des Vorjahres zu verzeichnen war.

Im Energiesektor sind weiterhin deutliche Preissteigerungen zu beobachten. Am stärksten stiegen die Preise für Heizöl (+ 49,4 Prozent), aber auch Kraftstoffe (+ 11,2 Prozent) sowie Gas (+ 12,9 Prozent) und Strom (+ 10,8 Prozent) waren merklich teurer als im Vorjahr.

Weiterhin moderat verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten). Gegenüber dem August des Vorjahres erhöhten sie sich nur um 1,4 Prozent. Bei den Wohnungsnebenkosten ( zum Beispiel für Müllabfuhr, Frisch- und Abwasser) war ein geringfügiger Rückgang von 0,6 Prozent zu verzeichnen.

Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im August auch weiterhin die Preise vieler hochwertiger technischer Produkte. So waren Personalcomputer (- 24,0 Prozent) und Notebooks (- 23,7 Prozent) für den Verbraucher deutlich günstiger; bei Fernsehgeräten (- 21,1 Prozent) war ebenfalls ein spürbarer Preisrückgang zu verzeichnen.

Im Vormonatsvergleich, also von Mitte Juli 2008 bis Mitte August 2008, haben sich die Verbraucherpreise im Durchschnitt um 0,3 Prozent verringert. Hierzu haben insbesondere die kräftigen Preisrückgänge bei Heizöl (- 9,6 Prozent) und Kraftstoffen (- 5,9 Prozent) beigetragen. Aber auch die Preise für Gemüse lagen deutlich niedriger als im Vormonat (- 8,3 Prozent). Demgegenüber haben sich die Preise für Bekleidungsartikel (+ 1,5 Prozent) erhöht. Auch Gas war teurer als im Vormonat (+ 3,1 Prozent).
27.08.08

Fleißige Kühe


Die Bauern protestieren gegen eine "Verramschung" ihrer Milch.
Foto: Archiv/Zwick
NEUMARKT. Bayerns Kühe geben mehr Milch als je zuvor - während die Bauern auch in Neumarkt um faire Milchpreise kämpfen (wir berichteten).

Im Jahr 2007 wurden in Bayern 7,7 Millionen Tonnen Milch erzeugt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren das 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr und zugleich die höchste Menge seit elf Jahren. Maßgeblich dafür war – bei nahezu unverändertem Milchkuhbestand – die Steigerung der durchschnittlichen jährlichen Milchleistung je Kuh um weitere 2,6 Prozent auf die neue Höchstmarke von 6 260 Kilogramm im Jahr oder 17,2 Kilogramm pro Tag.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich damit die Produktivität der bayerischen Milchkühe um gut ein Viertel erhöht, während sich der Kuhbestand im selben Zeitraum um knapp ein Fünftel verringerte.

Von der gesamten Milcherzeugung des Jahres 2007 wurden 92,7 Prozent (7,14 Millionen Tonnen) an Molkereien geliefert. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies eine Steigerung um rund 155 400 Tonnen oder 2,2 Prozent. Die übrigen gut 560 000 Tonnen verblieben in den Betrieben der Milchkuhhalter, wobei der Großteil (496 100 Tonnen oder 6,4 Prozent der Gesamterzeugung) zur Verfütterung verwendet wurde. Von der Restmenge wurden 44 300 Tonnen (0,6 Prozent) im Haushalt frisch verbraucht und 19 700 Tonnen (0,3 Prozent) durch Ab-Hof-Verkauf direkt vermarktet oder zu Butter, Quark und Käse verarbeitet.

Knapp drei Zehntel der Milch (2,26 Millionen Tonnen) wurden in Oberbayern und fast ein Viertel (1,90 Millionen Tonnen) in Schwaben erzeugt, so dass 54 Prozent der Milch aus den beiden südlichsten Regierungsbezirken stammten. Ein Zentrum der Milcherzeugung bildet hierbei das Allgäu, in dessen drei Landkreisen Ober-, Unter- und Ostallgäu mit zusammen 1,13 Millionen Tonnen annähernd 15 Prozent der bayerischen Milch erzeugt wurden.

Demgegenüber trug Unterfranken mit 236 900 Tonnen (3,1 Prozent) den geringsten Anteil zur Milcherzeugung bei. Dies war auch der einzige Regierungsbezirk, in dem die Milcherzeugung geringfügig unter dem Vorjahresniveau blieb.

Dagegen gelang den Milchbauern in Niederbayern mit 4,6 Prozent sowie in der Oberpfalz mit 3,6 Prozent binnen Jahresfrist die höchste prozentuale Steigerung. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Milchleistung je Kuh von 6 428 Kilogramm standen die produktivsten Milchkühe in Mittelfranken, dicht gefolgt von den Kühen in Unterfranken (6 411 Kilogramm) und Schwaben (6 406 Kilogramm).

Bayern ist das größte Milcherzeugerland Deutschlands. Rund ein Viertel der im Bundesgebiet gewonnenen Milch stammt von Kühen aus dem Freistaat.
21.04.08


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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