Statistiken aus Bayern

Etwas mehr Straftaten


Bürgermeister aus dem Einzugsereich der Neumarkter Polizei waren zur Präsentation der Kriminalstatistik eingeladen


Fahrraddieben wird das Leben möglichst schwer gemacht.
Foto: ADFC/J. Lehmkühler
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten ist im Bereich der Neumarkter Polizei im letzten Jahr leicht angestiegen - bedauerlicherweise vor allem bei Gewalt- und Rohheitdelikten.

Hier zählte man 535 statt 471 Fälle ein Jahr zuvor, hieß es bei der Vorstellung der Kriminalstatistik am Donnerstag.

Ebenso deutlich sind die Vermögens- und Fälschungsdelikte von 455 auf 563 Fälle gestiegen, sagte der Neumarkter Polizei-Chef Polizeioberrat Helmut Lukas bei dem Presegespräch. Hier müßten insbesondere Delikte in Verbindung mit dem Internet angesprochen werden.

Die Diebstahlskriminalität ist um 8 Prozent rückläufig und dabei falle der Rückgang bei schweren Diebstählen um 23,4 Prozent und bei Fahrraddiebstählen um 45 Prozent besonders ins Gewicht.

Bei der Präsentation der Kriminalstatistik waren zahlreiche Bürgermeister aus dem Einzugsbereich der Neumarkter Polizei interessierte Zuhörer. Schließlich wurde ihnen hier noch einmal bestätigt, was die meisten von ihnen schon vor gut einer Woche in neumarktonline gelesen haben, als wir die Kriminalitäts-Zahlen für den gesamten Landkreis vorstellten (Bericht hier): wie hoch oder wie niedrig nämlich die Kriminalität in ihrer Gemeinde ist. Wir veröffentlichen die Liste noch einmal ganz unten (Zur Vergrößerung auf die Grafiken klicken)

Zahlen aus dem Landkreis Neumarkt

Zur Vergrößerung auf die Grafiken klicken:

Gesamtstraftaten im Zehn-Jahres-Vergleich


Deliktsbereiche


Gewaltkriminalität


Straßenkriminalität


Diebstahlskriminalität


Schwere Diebstähle aus Wohnungen


Vermögens- und Fälschungsdelikte


Rauschgiftkriminalität


Jugendspezifische Delikte
Die Polizeiinspektion Neumarkt betreut einen Bereich von etwa 740 Quadratkilometern, in dem rund 96.600 Personen leben. Etwa 5,24 Prozent sind nichtdeutsche Mitbürger. Im Jahr 2013 wurden im Inspektionsbereich 3.183 Straftaten bearbeitet, was einen Anstieg um 102 Straftaten ( +3,3Prozent) bedeutet. Die Aufklärungsquote konnte gemessen am Jahr 2012 auf 64,5 Prozent (+2,5 Prozent) erhöht werden.

Die Zahl der Straftaten ist in Bayern 2013 mit 50,73 Straftaten je 1.000 Einwohner auf einem sehr niedrigen Stand. Im Bereich der Polizeiinspektion Neumarkt beträgt die Häufigkeitszahl sogar 33 Straftaten pro 1000 Einwohner. Im Bereich des Stadtgebietes Neumarkt liegt sie hier unverändert wie im Jahr 2012 bei 49 Straftaten pro 1.000 Einwohner. Im Zehn-Jahres-Vergleich der Straftaten liegt man nach den Jahren 2011 und 2012 mit 3183 Straftaten auf dem drittniedrigsten Wert.

Im Bereich der Gewaltkriminalität (wie Tötungsdelikte, Vergewaltigung, Raubdelikte, schwere und gefährliche Körperverletzungen) wurden 94 Fälle gezählt. Dies entspricht einer Zunahme um acht Prozent verglichen mit dem Jahr 2012. Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind mit 23 Fällen um drei Straftaten gesunken.

Die Diebstahlskriminalität hatte im Jahr 2012 noch 40,4 Prozent Anteil an der Gesamtkriminalität der Inspektion eingenommen. Dieser Anteil sank im Jahr 2013 auf 37,2 Prozent, was 1.012 Fälle gegenüber von 1.118 Fällen im Jahr 2012 entspricht.

Besonders hervorzuheben ist hierbei der starke Rückgang beim "Diebstahl unter erschwerten Umständen" von 428 auf 322 Fälle im Jahr 2013, was einen Rückgang von etwa 33 Prozent bedeutet. Die "einfachen Diebstähle" sind mit 690 Fälle auf dem gleichen Niveau wie im Jahre 2012. Um 30 Fälle sind die Ladendiebstähle auf 181 angezeigte Straftaten rückläufig. Dies kann mit erhöhter Aufmerksamkeit des Geschäftspersonals oder auch mit dem Einsatz von Ladendetektiven zu tun haben.

Während im Jahr 2012 noch sechs Kraftfahrzeuge entwendet wurden, erhöhte sich im Jahr 2013 diese Zahl auf neun.

Eine starke Polizeipräsenz und die Präventionsarbeit auf allen Ebenen, die nicht immer unmittelbar und sichtbar gemessen werden könne, zahle sich dennoch aus, sagte Lukas zu der Auswertung der Kriminalstatistik. So ging im Jahr 2013 die Straßenkriminalität (alle Delikte die im öffentlichen Raum anfallen) von 728 Fällen im Jahr 2012 auf 653 Fälle zurück (-11,4 Prozent). Besonders auffällig sei hier der Rückgang von Fahrraddiebstählen, die meist im öffentlichen Raum entwendet werden.

Im Jahr 2012 wurden noch 195 Diebstähle von Fahrrädern angezeigt, während sich die Zahl im Jahr 2013 auf 107 Fälle reduzierte. Nicht zuletzt machen sich auch hier die zahlreichen Fahrradkontrollen durch die eingesetzten Streifen und die Prägeaktionen der Polizeiinspektion Neumarkt bemerkbar, hieß es. Zwischenzeitlich wurden durch die Polizei in den letzten Jahren etwa 2600 Fahrräder codiert. Auch im Jahr 2014 werden durch die Polizeiinspektion Neumarkt die Prägeaktionen von Fahrrädern in den verschiedenen Gemeinden fortgesetzt.

Die Rauschgiftkriminalität stelle in der Öffentlichkeit ein nicht alltägliches Delikt dar. Die Entwicklung dieser Deliktsform sei von der Entdeckung und somit von der Kontrolle durch Polizeibeamte abhängig. Im Jahr 2013 wurden 199 Delikte (220 im Jahr 2012) bearbeitet. Dabei wurden acht Personen festgenommen und gegen vier Personen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch den Ermittlungsrichter Untersuchungshaft angeordnet. Insgesamt mussten 19 Personen, 20 Wohnungen und 23 Sachen, wie zum Beispiel Autos, durchsucht werden. An Bargeld konnten bei den Tätern 9221 Euro sichergestellt werden.

Bei der Gesamtzahl von 3183 Straftaten konnten 2052 geklärt werden, wobei 1519 Tatverdächtige ermittelt wurden. Diese gliedern sich in 1183 männliche (77,9 Prozent) und 336 weibliche Tatverdächtige (22,1 Prozent).

Nach Personengruppen betrachtet sind die Tatverdächtigen 37 Kinder (2,44 Prozent), 133 Jugendliche (8,76 Prozent), 150 Heranwachsende (9,87 Prozent) und 1199 Erwachsene (78,93 Prozent). Kind ist, wer bei der Tatausführung noch nicht 14 Jahre alt war, als Jugendliche werden Personen bezeichnet, die 14 aber noch nicht 18 Jahre alt sind. Als Heranwachsende gelten die, die 18 aber noch nicht 21 Jahre alt sind.

Bei den tatverdächtigen Kindern gibt es einen Rückgang verglichen mit dem Jahr 2012 von 50 auf 37 Personen (26 Prozent). Bei den Jugendlichen ist ebenfalls ein Rückgang von 11,8 Prozent (178 Personen) auf 8,76 Prozent (133 Personen) feststellbar. Ebenso zeichnet sich ein Rückgang bei den Heranwachsenden von 12,4 Prozent auf 9,87 Prozent ab. Im Bereich der Erwachsenen ist ein Anstieg des Anteiles von 72,5 Prozent auf 78,93 Prozent feststellbar.

Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen betrug 293 Personen, wobei 134 im Landkreis wohnen und weitere 57 einen Wohnsitz in Deutschland außerhalb des Landkreises Neumarkt haben. 94 Personen hatten keinen Wohnsitz in Deutschland und bei weiteren acht Personen ist der Wohnsitz unbekannt. Der Anteil beträgt 19,29 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen.

Bei der Begehung der Straftaten spielt oftmals auch Alkohol eine Rolle. Bei 332 Straftaten wurde bei den ermittelten Tatverdächtigen Alkoholeinfluss festgestellt (16,2 Prozent, im Vorjahr 15,5 Prozent).

Auch im Bereich der Prävention war die Polizeiinspektion Neumarkt im Jahr 2013 nicht untätig. Bei zahlreichen Vorträgen konnten etwa 1100 Schüler der verschiedensten Schulen sowie auch zahlreiche Senioren erreicht werden. Außerdem wurden bei Fahrradcodieraktionen im Jahr 2013 etwa 350 Fahrräder neu erfasst.


Die "gefährlichsten" und die "sichersten" Gemeinden im Landkreis Neumarkt
(Zur Vergrößerung auf die Grafiken klicken)

20.03.14

Mehr Unfälle, mehr Verletzte


Die meisten Unfälle auf der Autobahn gingen glimpflich aus
Fotos:Archiv/Polizei
NEUMARKT. Zum ersten Mal seit fünf Jahren gab es im letzten Jahr im Landkreis Neumarkt keinen tödlichen Autobahn-Unfall.

Allerdings war dies bei der Bekanntgabe der Unfall-Bilanz bei der Autobahnpolizei kein reiner Grund zur Freude: Nur wenige Kilometer jenseits der Landkreis-Grenze gab es im Bereich der Parsberger Polizisten vor gut einem Jahr einen grauenvollen Unfall, bei dem ein Ersatz-Busfahrer starb und und 16 Bus-Insassen verletzt wurden, sechs von ihnen schwer.

Weil sich der Einzugsbereich der Parsberger Autobahnpolizei auf das etwa 50 Kilometer lange Teilstück zwischen den Anschlussstellen Oberölsbach und Laaber - also auch über die Landkreis-Genze hinaus - erstreckt, steht der tödliche Unfall in der jetzt vorgestellten Statistik der Autobahnpolizisten, nicht aber in der Polizei-Statistik für den Landkreis Neumarkt (wir berichteten).

Insgesamt erhöhte sich auf der Autobahn die Zahl der Verkehrsunfälle im letzten Jahr von 340 auf 376. Bei 44 Unfällen wurden 80 Personen verletzt. Dies bedeutet einen Rückgang von etwa zehn Prozent bei der Zahl der Unfälle (Vorjahr: 49), jedoch einen Anstieg der verletzten Personen um etwa 18 Prozent (Vorjahr: 68). Die sogenannten „Verkehrsunfälle mit schwerwiegendem Sachschaden“ nahmen um etwa zwei Prozent von 92 auf 94 zu.

Leider ereignete sich auch ein Verkehrsunfall mit einer getöteten Person, sagte Dienststellenleiter Polizeihauptkommissar Peter Kemeter bei der Vorstellung der Statistik.

Am 4.Februar 2013 stellte sich gegen 3.25 Uhr ein türkischer Sattelzug auf der rechten Spur zwischen den Anschlussstellen Beratzhausen und Parsberg vor Beginn des Granswanger Berges zunächst quer und fuhr dann bei schneebedeckter Fahrbahn in die rechte Schutzplanke (wir berichteten).

Ein später nachfolgender, ebenfalls türkischer Sattelzug wich nach links aus und kam dadurch ins Schleudern. Sein Sattelzug knickte ein und kam auf dem rechten Fahrstreifen und dem Standstreifen zum Stehen.

Hinter diesem türkischen Sattelzug fuhr ebenfalls auf der rechten Fahrspur ein ungarischer Sattelzug. Als der Fahrer die beiden türkischen Lastwagen sah, wollte er nach links auf die Überholspur wechseln. Bevor er jedoch wechselte, wurde er von einem rumänischen Reisebus überholt.

Der Reisebus fuhr nahezu ungebremst auf den zweiten türkischen Sattelzug auf. Der ungarische Sattelzug war mittlerweile hinter dem Reisebus. Als der Fahrer des ungarischen Sattelzuges die Situation erkannte, bremste er und zog seinerseits nach rechts. Dabei streifte er den Bus noch am hinteren Ende mit der linken Vorderseite seines Aufliegers und riss den am Heck des Busses angebrachten Koffer ab.

Von den 22 Personen, die sich im Bus befanden, wurden der Ersatz-Fahrer getötet und sechs Personen schwer verletzt. Weitere zehn Personen wurden leicht und mittelschwer verletzt. Der Sachschaden betrug insgesamt etwa 120 000 Euro.



Hauptunfallursachen waren auch auf der Autobahn das Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit oder "nicht angepasste Geschwindigkeit" (34 Unfälle) und Fehler beim Überholen (31 Unfälle). 18 Unfälle passierten wegen ungenügendem Sicherheitsabstandes und 17 wegen begangener Fehler beim Abbiegen, Ein- und Anfahren. Bei einem der Unfälle war der Fahrer alkoholisiert.

Der Gesamtschaden bei den Unfällen mit Personenschaden und den schwerwiegenden Unfällen betrug 1.356.000 Euro. Der Sachschaden bei den Kleinunfällen wird nicht registriert.

Das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen auf Höhe der Anschlußstelle Neumarkt lag 2012 (neuere Zahlen sind nicht vorhanden) bei etwas mehr als 36.000 Fahrzeugen in beiden Fahrtrichtungen. Der Anteil des Schwerverkehrs lag dabei bei 26,9 Prozent - das sind etwa 9750 Fahrzeuge.

Die Beamten der Autobahnpolizei Parsberg kontrollierten im letzten Jahr insgesamt knapp 6100 Fahrzeuge. 3520 davon waren Lastwagen. 1404 davon - also knapp 40 Prozent - mussten beanstandet werden. Die häufigsten technischen Mängel waren Beanstandungen der Lichtanlage und Elektrik (69), der Reifen (21) und der Bremsanlage (15). 26 Mal musste wegen schwerwiegender Mängel die Weiterfahrt unterbunden werden.

Nach wie vor stellt die Verfolgung von Verstößen gegen die Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten) im Lkw-Verkehr einen absoluten Arbeitsschwerpunkt dar, sagte Kemeter. 2013 wurden auf diesem Sektor 962 Anzeigen nach dem Fahrpersonalrecht und 41 Anzeigen nach dem Güterkraftverkehrsgesetz erstellt. Außerdem verfolgten die Beamten der Autobahnpolizei 524 Verstöße nach der Straßenverkehrsordnung und der Straßenverkehrszulassungsordnung. Die häufigsten Verstöße waren hier Ladungssicherungsverstöße, Nichteinhalten des Lkw-Überholverbotes, Gurt- und Handyverstöße.

Bei einer großen Anzahl der beanstandeten Kfz-Führer handelt es sich um Ausländer. Um die Bezahlung der Geldbuße sicherzustellen, wurden 452 Sicherheitsleistungen erhoben.

2013 wurden im Umfeld der Autobahn insgesamt 276 Strafanzeigen bearbeitet. 68 Delikte waren Tankbetrügereien (Vorjahr 63). Ein enormer Anstieg wurde bei den sogenannten Dieseldiebstählen verzeichnet. Insgesamt mussten hier 54 Delikte verfolgt werden. Im Vorjahr wurden 23 Dieseldiebstähle angezeigt. Daraus ergibt sich eine Steigerung von 135 Prozent. Die Tatorte sind in der Regel Autobahnparkplätze. Dort werden von Lastwagen die Tankdeckel abgedreht und der Diesel abgepumpt. Dies passiert in der Zeit, in der die Fahrer in ihrer Schlafkabine die Ruhezeit einbringen.

2013 wurden durch die Beamten der APS Parsberg insgesamt 455 Schwertransporte begleitet. Es fielen dadurch 951 Einsatzstunden an.

Ein enormes Problem entlang der Autobahn stellt überwiegend in der Nachtzeit die akute Parkraumnot auf den Autobahnparkplätzen dar, hieß es von der Autobahnpolizei. Diese führe dazu, dass verschiedene Lkw-Fahrer entweder behindernd oder gar auf dem Seitenstreifen der Autobahn parken, um ihre Ruhezeiten einzubringen.


Im Januar 2013 brannte in der Nähe der Autobahnausfahrt Neumarkt ein Tiertransporter total aus. 45 Schweine starben. Menschen wurden nicht verletzt

13.03.14

Berngau ist sicheres Pflaster


Die "gefährlichsten" und die "sichersten" Gemeinden im Landkreis Neumarkt
(Zur Vergrößerung auf die Grafiken klicken)
NEUMARKT. Die Zahl der Straftaten im Landkreis Neumarkt ist im letzten Jahr leicht angestiegen, heißt es im jetzt vorgelegten "Sicherheitsbericht". Sicherstes Pflaster ist dabei mit Abstand die Gemeinde Berngau - am gefährlichsten lebt man im Neumarkter Stadtgebiet.

Zahlen aus dem Landkreis Neumarkt

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Gesamtstraftaten im Zehn-Jahres-Vergleich


Deliktsbereiche


Gewaltkriminalität


Straßenkriminalität


Diebstahlskriminalität


Schwere Diebstähle aus Wohnungen


Vermögens- und Fälschungsdelikte


Rauschgiftkriminalität


Jugendspezifische Delikte
Allerdings muß die für jede einzelne Gemeinde des Landkreises erstellte Statistik mit Vorsicht interpretiert werden, warnten Polizisten. Stationierungsstreitkräfte, Durchreisende oder Touristen sind zum Beispiel in der Einwohnerzahl nicht enthalten, von ihnen begangene Straftaten aber sehr wohl. Gemeinden mit Autobahnzufahren in ihrem Gebiet haben deswegen grundsätzlich eine höhere sogenannte "Häufigkeitszahl", die die Straftaten pro 100.000 Einwohner angibt. Besonders Pech hat in diesem Zusammenhang die Gemeinde Berg - denn neben der Autobahneinfahrt Oberölsbach liegt auch die Neumarkter Einfahrt auf Berger Gemeindegrund.

Die Häufigkeitszahl ist übrigens in der Oberpfalz auf 4595 und in Bayern auf 5073 gestiegen - das heißt etwa fünf Straftaten pro 100 Einwohner. Zum Vergleich: im Landkreis Neumarkt beträgt die Häufigkeitszahl 3.207 - auf 100 Einwohner kommen also lediglich 3,2 Straftaten. Spitzenwerte - aber immer noch unter "bayerischem Niveau" - erreichen hier die Stadt Neumarkt mit 4,9 und die Stadt Velburg mit 4,4 Straftaten pro 100 Einwohner. Darüber kann man in Berngau nur den Kopf schütteln: mit deutlich weniger als einer Straftat pro 100 Einwohner scheint die Gemeinde das sicherste Pflaster im Landkreis zu sein (Zum Vergleich der Zahlen bitte auf die Tabellen-Grafik oben klicken).

Auch oberpfalzweit hat sich der jahrelange positive Trend im Jahr 2013 nicht fortgesetzt, sagte am Montag Polizeipräsident Rudolf Kraus. Nachdem in den vergangenen fünf Jahren die erfassten Straftaten rückläufig waren, ist die Zahl erstmals wieder leicht um 3,9 Prozent auf 49.379 angestiegen. Geklärt wurden 65 Prozent der Straftaten. Damit stieg die Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent.

In Bayern stiegen die Straftaten im dritten Jahr in Folge leicht an. Sie nahmen im Vergleich zum Jahr 2012 um 8266 Fälle oder 1,3 Prozent von 626.865 auf 635.131 zu. Die Aufklärungsquote liegt bei 64,1 Prozent und ist damit um 0,9 Prozent höher als im vergangenen Jahr.
10.03.14

Weniger Verkehrstote


Verkehrsunfälle im Bereich der Parsberger Polizei
(Zur Vergrößerung auf die Grafik klicken)
NEUMARKT. Dem Süden des Landkreises und der Autobahn ist es zu verdanken, daß im letzten Jahr die Zahl der Verkehrstoten leicht zurückging.

Im Bereich der Polizeiinspektion Neumarkt blieb die Zahl der Unfalltoten im letzten Jahr bei sieben (wir berichteten), im Bereich der Parsberger Polizei ging sie zurück: statt zwei gab es hier im letzten Jahr nur einen Toten zu beklagen. Zusammen mit einem Rückgang bei der Statistik der Autobahnpolizei sank die Zahl der Verkehrstoten im Gesamt-Landkreis von zehn auf acht (wir berichteten)

Daneben waren im abgelaufenen Jahr im Süden des Landkreises neben den Gesamtunfallzahlen auch insbesondere die Zahlen von Verkehrsunfällen mit Verletzte stark rückläufig. Insgesamt weist die Unfallstatistik 2013 mit 840 eine um gut neun Prozent niedrigere Anzahl der Gesamtunfallzahlen aus (Vorjahr: 932). Langjährig gesehen bewegt sich das aktuelle Unfallgeschehen der Parsberger Polizei in einer erfreulich niedrigen Bandbreite, hieß es am Montag beid er Vorstellung der neuesten Zahlen.

Die Unfälle mit Personenschäden verringerten sich um 34,6 Prozent auf 69 (104) Schadensfälle zu. Dabei wurden 88 (171) Personen verletzt, 61 Personen leicht, 27 Personen schwer. Mit um 37,6 Prozent höheren Zahlen wartet der Bereich der schwerwiegenden Sachschadenunfälle auf: 120 Unfälle (85). Bei diesen beiden Unfallgruppen entstand ein Gesamtschaden von fast einer Million Euro. Allerdings dürfte der reale Schaden deutlich höher liegen, wenn alle Folgekosten berücksichtigt werden.

Fälle von "Unfallfluchten" schlugen mit 78 (52), also + 48,0 Prozent, zu Buche. Als recht erfreuliches Ergebnis ist hier zu werten, dass im vergangenen Jahr immerhin jedes zweite Delikt aufgeklärt werden konnte, obgleich bei Vorfällen dieser Art die Spuren- und Zeugenlage häufig äußerst dürftig ist. Das landesweite Aufklärungsergebnis liegt eher bei einem Drittel der Fälle.

Erfreulich rückläufig zeigen sich die Verkehrsunfälle mit der Ursache Alkoholeinwirkung von zwölf auf fünf Schadensfälle, wobei insgesamt vier Personen verletzt wurden.

Bei 19 (25) Motorrad-Unfällen wurden 17 (23) Personen verletzt, neun davon schwer, acht leicht und leider auch ein Fahrzeugführer getötet. Dieser 27jährige Motorradfahrer starb am 10. August bei einem Abbiege-/ Geschwindigkeitsunfall am Beginn der Serpentinenstrecke der Staatsstraße 2234 zwischen Parsberg und Großbissendorf (wir berichteten).

Neun Fahrradfahrer waren in Unfallgeschehen verwickelt. Acht von ihnen wurden dabei verletzt, drei davon schwer.

Leider wurden im vergangenen Jahr bei drei Schulwegunfällen drei Schüler schwer verletzt. Ursache war in zwei Fällen das persönliche Fehlverhalten der Unfallbeteiligten an Schulbushaltestellen. Im dritten Fall wurde ein Schüler als Beifahrer verletzt, als der Pkw seiner Eltern auf dem Weg zur Schule in einen Unfall verwickelt wurde.

Im Jahr 2013 war kein Unfall mit Drogeneinwirkung zu bearbeiten.

Neben den Unfallursachen Fehler beim Abbiegen in 64 (66) Fällen, falsche Straßenbenutzung in 40 (29) Fällen zeigt sich die nicht angepasste Geschwindigkeit in 38 (54) Fällen trotz erkennbaren Rückgangs weiterhin als ein zentrales Fehlverhalten der Fahrer insbesondere bei den Unfällen mit schwerwiegenden Folgen: hier im Jahr 2013: 20 Verletzte, ein Getöteter.

Der rücksichtslose Fahrstil, mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs zu sein, ist nicht nur bei der Altersgruppe der jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre), hier 13 Unfälle, sondern in noch höherem Umfang auch in der Altersgruppe von 25 bis 44 Jahren, hier 15 Unfälle, festzustellen. Die Gruppe der Senioren zeigt sich hinsichtlich des geschwindigkeitsbedingten Fehlverhaltens unauffällig und fällt insbesondere bei Vorfahrtsverletzungen und Abbiegefehlern auf.

Die Anzahl der Verkehrsstraftaten allgemein wie Nötigung und Beleidigung im Straßenverkehr stieg auf 35 Fälle (25). Bei intensiven Verkehrskontrollen wurden 29 (17) Verkehrsteilnehmer ohne Fahrerlaubnis ertappt und dem Staatsanwalt gemeldet.

Und hier passierten die Unfälle:

Gemeinde 2013 2012 2011 2010 2009
Breitenbrunn 96 103 106 81 96
Dietfurt 113 122 90 133 103
Hohenfels 96 129 102 86 103
Lupburg 56 52 42 54 45
Parsberg 224 247 229 272 250
Seubersdorf 117 131 100 110 101
Velburg 138 151 138 133 154

10.03.14


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Berg im Internet - die Lokalausgabe der Internet-Tageszeitung neumarktonline. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Berg im Internet
ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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