Kirchen

Lichtfeier um Mitternacht

NEUMARKT. (pde) – Eine mitternächtliche Lichtfeier wird einer der Höhepunkte des diözesanen Weltjugendtags sein, der am 21. April im Kloster Plankstetten stattfindet. Unter dem Motto „Leuchtfeuer“ treffen sich ab 15.30 Uhr Jugendliche und junge Erwachsene aus der gesamten Diözese.

Der Weltjugendtag wird in diesem Jahr in kleineren Veranstaltungen in den Ländern und Diözesen vor Ort gefeiert. Papst Benedikt XVI. hat ihn unter das Leitwort gestellt: „Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade“. Veranstalter des Weltjugendtags im Bistum Eichstätt sind der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Bischöfliche Jugendamt.

Zum Nachmittagsprogramm in Plankstetten gehören Gesprächsrunden zu den Themen „Glaube & Alltag“, „Liebe & Leben“, „Krieg & Frieden“, „Sozial & International“. Beim „Welt-Café“ gibt es Infos zu Partnerschaften mit Ghana und Indien sowie ein Kurzfilmangebot. Die Jugendvesper um 20 Uhr gestaltet die BDKJ-Band, anschließend wird Coverrock mit der Band „Sau´s Park“ geboten. Ein Feuer-Spektakel bildet den Abschluss des Konzerts, bevor um 24 Uhr die Licht-Feier beginnt.

Umfrage unter Jugendlichen

Mit dem Treffen möchten die Veranstalter an die Erlebnisse des Weltjugendtages in Köln anknüpfen, der im vergangenen Jahr junge Christen aus aller Welt zusammenführte und auch Hunderte von Jugendlichen aus der Diözese Eichstätt beeindruckte. Nach einer Umfrage, die unter 1254 Teilnehmern durchgeführt wurde, wünschen sich viele Jugendliche auch in ihrer Heimatdiözese größere Veranstaltungen, die Zusammengehörigkeit und Gemeinschaftsgefühl als Christen stärken: Das „Wir-Gefühl“ wird groß geschrieben. In Köln begeisterte die Jugendlichen vor allem die Stimmung bei der Vigilfeier mit dem Papst und beim Eröffnungsgottesdienst. Dazu passen die Antworten auf den Fragebögen, bei denen nach Erwartungen und Wünschen an die kirchliche Jugendarbeit gefragt wurde: In ihrer Heimatdiözese wünschen sich die Befragten ebenfalls mehr Jugendgottesdienste, Jugendfestivals und Konzerte, aber auch Besinnungswochenenden und Jugendvespern. Die Jugendlichen möchten miteinander beten, feiern, Freizeit erleben und sozial aktiv werden. „Entscheidend ist die Begegnung mit Menschen, die begeistert sind und begeistern“, heißt es in der Auswertung der Umfrage.

Die kirchliche Jugendarbeit bewerten die Jugendlichen mit guten Noten – sie bezeichnen das Angebot als christlich, kreativ, lebensnah und interessant. Das heißt aber noch lange nicht, dass alles bestens ist. Auf die Frage, was ihnen in der Jugendarbeit fehlt, nennen viele die Unterstützung durch hauptamtliches Personal. Sie wünschen mehr Nähe und ein besseres Eingehen auf die Probleme der Jugendlichen. Zusammenfassend stellt das Bischöfliche Jugendamt Eichstätt in einer Broschüre mit den Umfrageergebnissen fest: „Wichtig für die eigene Glaubensbiographie ist vor allem die Begegnung mit glaubwürdigen und begeisternden Menschen und das Erleben von Gemeinschaft, wo Glauben im Miteinander lebendig wird.“

Das Jugendamt leitet aus diesen Statements eine Reihe von Empfehlungen ab. So sollen in den Pfarreien Jugendliche persönlich angesprochen werden, ob sie bei einem Projekt, der Mitgestaltung eines Gottesdienstes oder bei der Jugendarbeit mitmachen wollen. Zusätzlich zu festen Terminen wie Gruppenstunden sollten freie Angebote gemacht werden, die sich auch an Jugendliche richten, die noch nicht in Gruppen organisiert sind. „Wichtige Aufgabe der Pfarrer und hauptberuflichen Mitarbeiter ist es, Jugendliche, die Aufgaben übernehmen, zu begleiten, zu fördern, zu ermutigen.“ Jugendverbände sollen spirituelle Impulse geben und Projekte zu Themenfeldern wie Ökologie, soziale Gerechtigkeit und Frieden initiieren. Die Diözese sei besonders auch bei Großveranstaltungen gefordert, die das „Wir-Gefühl“ stärken.

Link zum Thema: www.bistum-eichstaett.de/weltjugendtag
14.03.06

68 Prozent gingen zur Wahl

NEUMARKT. (pde) – Bei den Neuwahlen der Pfarrgemeinderäte im Bistum Eichstätt ist nur jeder fünfte Katholik ab dem 14. Lebensjahr an die Wahlurne gegangen. (neumarktonline berichtete am Sonntagabend ausführlich über die Ergebnisse).

Das vorläufige Ergebnis aufgrund der Meldungen aus 222 von 254 Pfarrgemeinden weist eine Wahlbeteiligung von 19 Prozent auf, das heißt rund 70.000 Gemeindemitglieder gingen zur Wahl. Damit ist die Wahlbeteiligung im Vergleich zu den Wahlen 2002 (27,5 Prozent), 1998 (24,5 Prozent) und 1994 (19,6 Prozent) abgesunken.

„Spitzenreiter“ bei der Wahlbeteiligung unter den Pfarrgemeinden sind nach der Pfarrei Wittesheim im Dekanat Wemding mit 69 Prozent übrigens die Pfarrei Oening (Dekanat Berching, 68 Prozent) und Pelchenhofen (Dekanat Neumarkt, 66 Prozent).

Mögliche Gründe für die geringe Wahlbeteiligung sind für den Geschäftsführer des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Eichstätt, Richard Ulrich, der allgemeine Rückgang der Kirchenbindung und des Gottesdienstbezugs: „Ein Großteil der Katholiken, die nicht zur Kerngemeinde gehören, können mit dem Pfarrgemeinderat nur wenig anfangen. Wer Kontakt zur Pfarrgemeinde nur bei Taufe, Kommunion, Firmung und Eheschließung hat, misst der Mitverantwortung von Laien für das Gemeindeleben wenig Bedeutung bei.“ Auch war nach seiner Beobachtung die Zahl der Kandidaten rückläufig und somit die Auswahlmöglichkeit beschränkter. Zehn Pfarrgemeinden haben die Persönlichkeitswahl beantragt, weil es weniger Kandidaten gab als Pfarrgemeinderatsmitglieder zu wählen waren. Dieter Salomon, der Vorsitzende des Eichstätter Diözesanrates machte in einer ersten Reaktion noch andere Gründe aus: „Wenn in der Öffentlichkeit der Eindruck entsteht, dass Rat nicht gewünscht wird, braucht man sich über eine sinkende Wahlbeteiligung nicht zu wundern.“

Angestiegen ist bei dieser Wahl erneut der Anteil der gewählten Frauen. Er beträgt 56,2 Prozent im Vergleich zu 54,5 Prozent bei der Wahl 2002 und 41,1 Prozent 1998. 1982 waren es lediglich 29,5 Prozent Frauen.

Die Skala der Wahlbeteiligung in den Pfarrgemeinden reicht von 4 Prozent bis knapp 70 Prozent. Das spiegelt sicher in einigen Fällen wieder, wie erfolgreich der bisherige Pfarrgemeinderat sich selbst und seine Arbeit in der Gemeinde dargestellt habe, so der Geschäftsführer des Diözesanrates, Richard Ulrich: „Nicht unbedeutsam ist auch, mit welchem Ideenreichtum die Wahlausschüsse agiert haben.“ Auch hätten die Vorbereitungstreffen im ganzen Bistum mit knapp 350 Teilnehmern eine starke Motivation erzeugt.

Die Wahlbeteiligung zeigt sehr große regionale Unterschiede. Am niedrigsten ist sie in den Großstädten (Ingolstadt: 9,1 Prozent, Nürnberg-Süd: 9,2 Prozent), am größten in den Dekanaten Eichstätt (36,7 Prozent) und Berching (34,7 Prozent).
13.03.06

Frauen in der Mehrheit

NEUMARKT. In den Dekanaten des Landkreises wurden am Sonntag die Pfarrgemeinderäte gewählt. Während im Dekanat Neumarkt die Wahlbeteiligung bei 21,2 Prozent lag, machten vor allem in den Dekanaten Velburg (32 Prozent) und Berching (33,4 Prozent) viele katholische Christen von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

56,3 Prozent der neuen Pfarrgemeinderäte in der Diözese Eichstätt sind Frauen, 43,7 Prozent Männer. Im Dekanat Neumarkt wurden 206 Pfarrgemeinderäte gewählt, 113 Frauen und 93 Männer. Im Dekanat Velburg waren es 91 Pfarrgemeinderäte, 52 Frauen und 39 Männer, im Dekanat Berching 90 Pfarrgemeinderäte, 46 Frauen und 44 Männer, und im Dekanat Kastl 75 Pfarrgemeinderäte, 46 Frauen und 29 Männer.

In den 279 Pfarreien des Bistums Eichstätt hatten sich etwa 3400 Frauen und Männer bereit erklärt, in diesem Laiengremium für die Pfarrgemeinde Verantwortung zu übernehmen und zu kandidieren. Mehr als 2400 Sitze in den Pfarrgemeinderäten des Bistums waren zu vergeben.

Wahlberechtigt waren Katholiken bereits ab dem Alter von 14 Jahren in der Pfarrei, in der sie ihren Hauptwohnsitz haben. Auf Antrag konnte das Wahlrecht auch in einer anderen Pfarrei ausgeübt werden. Wählbar waren Katholiken vom 16. Lebensjahr an.

Die Aufgaben des Gremiums sind vielfältig: Soziale Projekte, Mitwirkung bei der Gottesdienstgestaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Betreuung der Kommunion- und Firmvorbereitung, Organisation von Veranstaltungen und Pfarrfesten, Erstellen des Pfarrbriefes. Doch die Arbeit im Pfarrgemeinderat kann noch sehr viel mehr bedeuten. „Es kommt darauf an, Gesamtverantwortung zu übernehmen“, erklärt Diözesanratsgeschäftsführer Richard Ulrich. „Es ist wichtig, nach den Herausforderungen der Zeit zu fragen.“

Eine genaue Übersicht mit Fotos vieler gewählter Mitglieder), die Verteilung nach Geschlechtern und die Wahlbeteiligung gibt es unter den folgenden Links der Diözese:

Dekanat Neumarkt

Dekanat Kastl

Dekanat Berching



Dekanat Velburg


12.03.06

Zweifeln und Staunen


Prominentester Mitfahrer war Landesbischof Dr. Johannes Fried-
rich, hier mit dem Neumarkter Dekan Dr. Wolfgang Bub und
Chauffeur Pfarrer Martin Hermann.
NEUMARKT. Die Veranstaltungsreihe ProChrist2006 wird auch in Neumarkt übertragen und durch ein eigenes Programm ergänzt.

Vom 19. bis zum 26. März wird aus der Münchner Olympiahalle die Veranstaltungsreihe ProChrist2006 an über 1.200 Übertragungsorte in Europa ausgestrahlt. Die Abende beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Neben den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die Veranstaltung in 16 weitere Länder simultan übersetzt.

"Zweifeln und Staunen", unter diesem Motto gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Theater, Interviews und als Kernstück ein Vortrag von Pfarrer Ulrich Parzany. Es geht in den Veranstaltungen um Fragen des Lebens, die normalerweise nicht im großen Kreis besprochen werden.

Unterstützt wird ProChrist2006 von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, Europas größtem Schuhhändler Dr. Heinz-Horst Deichmann, Staatsminister Dr. Günther Beckstein, Fernsehmoderator Peter Hahne und vom niedersächsischen Ministerpräsident Christian Wulff.

Im Vorfeld zur Veranstaltung hat ProChrist bereits mit dem ProChristmobil, der "kleinsten Kirche der Welt", bundesweit für Aufsehen gesorgt. Auch in Neumarkt waren die mobilen Kirchen unterwegs (wir berichteten).

Die Neumarkter Prochrist2006-Veranstaltungen finden von 19. bis 26. März täglich um 19.30 Uhr im Saal des Landratsamtes Neumarkt statt. Einlaß ist ab 19 Uhr.

Vor der Live-Übertragung werden an den abendlichen Themen ganz verschiedene Leute interviewt, u.a. Mönch, Fitnesstrainer, Notar, Buddhist, Notfallseelsorger, Marathonläuferin und ein Vertreter aus der Wirtschaft. Live-Musik wird in ganz verschiedenen Stilrichtungen gemacht.

Es gibt wieder ein Bistro und einen gutsortierten Büchertisch. Die gesamte Aula des Landratsamtes wird eine Atmosphäre zum Wohlfühlen haben, in der gute Gespräche möglich sind, in denen die Chance besteht, vom "Zweifel zum Staunen" zu gelangen, heißt es in der Einladung.

Veranstalter sind die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Neumarkt, die Freie evangelische Gemeinde Neumarkt, der Christlicher Verein Junger Menschen Neumarkt (CVJM) sowie die katholischen Pfarrgemeinden Hofkirche "Zu unserer lieben Frau", Stadtpfarrkirche St. Johannes, Heilig-Kreuz, Wolfstein, St. Willibald, Woffenbach und St. Martin, Pölling.

Kontakt und Informationen: Pfarrer Ernst Herbert, Telefon 09181/254162.

Das Neumarkter "Vorprogramm" an den Abenden von "ProChrist" jeweils beginnend um 19.30 Uhr

ProChrist für Kids

Das spannende Programm für Kids wird in über 400 Orte im deutschsprachigen Raum übertragen und auch in Neumarkt.

Prof. Dr. Theo Logie, seine Werkstatt-Kids und den hyperfantastischen Computer können die Kids am Samstag, 18. März 2006 bei der Live-Übertragung aus der Münchener Olympiahalle im Saal des Landratsamtes, Nürnberger Straße1, Neumarkt erleben. Der Nachmittag beginnt um 13.30 Uhr mit Spiel, Spaß, Spannung, Essen und Trinken sowie einem Vorprogramm für die Kids. Das Ende der Veranstaltung ist um 16.30 Uhr.
12.03.06


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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