Kirchen

25.000 Euro verschwunden

NEUMARKT. Der katholische Pfarrer in Freystadts Nachbarort Meckenhausen hat "finanzielle Unregelmäßigkeiten" zugegeben.

Diözesanadministrator Dompropst Johann Limbacher hat der Bitte von Pfarrer Edward Kabba entsprochen und ihn mit Wirkung vom 31. März als Pfarrer von Meckenhausen und Weinsfeld entpflichtet. Die Leitung der Pfarreien übernimmt ab 1. April Dekan Peter Tontarra, Allersberg, als Pfarradministrator.

Im Rahmen einer Revision wurden in den Pfarreien Meckenhausen und Weinsfeld "finanzielle Unregelmäßigkeiten" von zusammen rund 25.000 Euro festgestellt. In einem Gespräch mit Diözesanadministrator Limbacher erklärte der aus Sierra Leone stammende Pfarrer Kabba, dass er für diese Unregelmäßigkeiten die Verantwortung übernehme. Sein Verhalten sei vor allem auf falsch verstandene Loyalität gegenüber einigen Landsleuten zurückzuführen.

Er habe das Geld nicht aus eigennütziger Absicht genommen, sondern wollte seinen Landsleuten zu Hilfe kommen, in der Erwartung, dass sämtliche geliehenen Gelder wieder zurückbezahlt würden. Pfarrer Kabba habe sein Fehlverhalten eingestanden und um seine sofortige Entpflichtung als Pfarrer von Meckenhausen und Weinsfeld gebeten, hieß es am Sonntag auch Eichstätt.

Edward Kabba (37) stammt aus Sierra Leone und wurde 2000 für die Diözese Eichstätt zum Priester geweiht. Im September 2003 übernahm er die Leitung der Pfarreien Meckenhausen und Weinsfeld im Dekanat Hilpoltstein.
02.04.06

"Exponat des Monats"


NEUMARKT. Eine filigrane Reliquienmonstranz der in Berching geborenen Adelgundis Pettenkofer I. ist im Diözesanmuseum "Exponat des Monats". (pde) Das Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt stellt nach der Winterpause ein neues „Exponat des Monats“ vor: eine Reliquienmonstranz der heiligen Walburga. Die feine spätbarocke Miniaturmonstranz mit einer Höhe von nur 17 Zentimeter ist auf den ersten Blick unscheinbar, doch offenbart sie bei näherer Beschäftigung spannende Einblicke in eine interessante Geschichte, die zu Eichstätt und einer historischen Persönlichkeit in Beziehung steht.

Das filigrane Werk entspricht formal dem üblichen Typ einer barocken Strahlenmonstranz, ist aber nicht für die Aufbewahrung der Eucharistie bestimmt, sondern birgt eine Reliquie der heiligen Walburga im Schaugefäß. Fuß und Schaft sind aus Silber gearbeitet. In den Medaillons sind ein Wappen, das auf Adelgundis Pettenkofer I., Äbtissin des Benediktinerklosters St. Walburg in Eichstätt, verweist, und die Inschrift „FONS S. WALBURGAE OLEI“ graviert.

Vor dem gezackten Strahlenkranz aus vergoldetem Weißblech liegt eine zweite Ebene, die das ovale Schaugefäß in Form eines Weinstockes umrahmt, der von einer Krone überhöht wird. Die Reliquie ist mit einem Papierstreifen, einer „cedula“, bezeichnet. Das Schaugefäß ist rückseitig mit einem Türchen aus Zinn verschlossen, in das die Initialen „P A T C ad S W“ graviert sind. Vermutlich hat die Person, die sich hinter den Initialen „P A T C“ verbirgt, dem Kloster oder der Äbtissin das Reliquiar geschenkt. Aufgrund seines Formats diente es wohl der privaten Andacht.

Adelgundis Pettenkofer I. nimmt in der langen Geschichte des Klosters St. Walburg eine bedeutende Stellung ein. Während ihrer Regierungszeit von 1730 bis 1756 wurde die barocke Ausstattung der Klosterkirche, die infolge des Einfalls und der Plünderung der schwedischen Besatzung gelitten hatte, zu einem glanzvollen Ende geführt. Künstler wie Johann Georg Bergmüller, Joseph Adam Mölk oder Judas Thaddäus Sauter wurden von ihr beschäftigt.

Adelgundis Pettenkofer wurde 1696 in Berching als neuntes von zehn Kindern eines Weinschenken und Weinhändlers geboren, der zum Patriziat der fürstbischöflichen Amtsstadt gehörte und über zahlreiche Anwesen dort verfügte. Sie trat 1706 als Schülerin in das Kloster St. Walburg ein und wurde 1730 zur Äbtissin gewählt. Ihr Wappen ist deutlich an der Nonnenempore der Klosterkirche zu sehen.

Das „Exponat des Monats“ ist nach der Winterpause des Domschatz- und Diözesanmuseums ab 1. April in Raum I ausgestellt. Das Museum ist am Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 10.30 Uhr bis 17 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Sonderführungen, auch für Kinder und Jugendliche, sind nach Vereinbarung möglich.
31.03.06

"Aufkreuzen - Ankreuzen"


Dekan Dr. Wolfgang Bub und Diakon Ernst Damm wiesen auf die
Kirchenvorstandswahlen hin.
NEUMARKT. 63 Kirchenvorstandsmitglieder werden im Herbst im evangelischen Dekanat Neumarkt neu gewählt.

Dekan Dr. Wolfgang Bub und Diakon Ernst Damm wiesen am Donnerstag in einem Pressegespräch auf die Wahlen für die Kirchenvorstände hin und gaben der Hoffnung Ausdruck, daß sich viele evangelische Christen daran beteiligen. Man suche nach Menschen, "die Kompetenzen mitbringen und denen Kirche am Herzen liegt", sagte Bub.

Alle sechs Jahre wird der Kirchenvorstand gewählt. Am 22. Oktober 2006 können alle wahlberechtigten Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Bayern in ihrer Gemeinde einen neuen Kirchenvorstand wählen. "Aufkreuzen - Ankreuzen - Einmischen", gibt die evangelische Kirche als Motto aus.

Der Kirchenvorstand ist das geistliche Leitungsteam der Kirchengemeinde und besteht aus allen Pfarrern und einer bestimmten Anzahl von ehrenamtlichen Mitgliedern der jeweiligen Kirchengemeinde. Jeder hat bei Abstimmungen eine Stimme. Im Dekanat Neumarkt werden 63 Mitglieder gewählt und anschließend 19 weitere Mitglieder berufen. Außerdem gehören die zwölf Pfarrer den Vorständen an.

Der Kirchenvorstand vertritt die Kirchengemeinde in allen Belangen, erläuterte Dekan Bub. Das Gremium trägt die Verantwortung und trifft verbindliche Entscheidungen für alle Aufgaben und Aktivitäten, sowie für rechtliche und geistliche Fragen im Leben der Gemeinde. Dazu gehören Die Vorbereitungen zur Wahl laufen jetzt schon an. Bereits im Mai muss der vorläufige Wahlvorschlag der Kandidaten feststehen. "Wir wollen, dass die Gemeindeglieder einen Einblick in die Arbeit des Kirchenvorstands gewinnen und als gut informierte zur Wahl gehen", sagte Bub. Deshalb werden in den Gemeindebriefen der Kirchengemeinden im Dekanat Neumarkt bis zur Wahl noch mehrere Beiträge zu diesem Thema veröffentlicht. Für Fragen oder Anregungen zur Arbeit des Kirchenvorstands oder zur Wahl stehen die Kirchenvorsteher und Pfarrer gerne für Gespräche zur Verfügung.

In jeder Kirchengemeinden wurde bereits ein Vertrauensausschuss gebildet. Derzeit werden Kandidatinnen und Kandidaten für den Wahlvorschlag gesucht.

Gewählt wird in den Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden Allersberg, Bachhausen/Mühlhausen, Beilngries, Ebenried, Neumarkt, Parsberg, Pyrbaum, Sulzbürg und Sulzkirchen/Oberndorf.

Bei den letzten Kirchenvorstandswahlen im Jahr 2000 betrug die Wahlbeteiligung im Durchschnitt 25,5 Prozent. Der Anteil der Frauen lag bei 56,3 Prozent.
30.03.06

Gast aus Indien


Kaplan Sibi, Provincialoberer Jose, Bürgermeister Alois Scherer
und Pfarrer Wolfgang Jäger (v.l.) bei dem Empfang im Rathaus.
NEUMARKT. Pater Jose Parappillil, Provinzialoberer vom Orden des heiligen Franz von Sales und Leiter der Südwestprovinz in Indien stattete der Gemeinde Deining einen Kurzbesuch ab.

Der Provinzvorsteher besuchte in der Pfarrei Deining seinen an die Diözese Eichstätt "ausgeliehenen" Mitbruder Pater Sibi Manickathan. Bereits im dritten Jahr betreut der indische Kaplan unter der Leitung von Pfarrer Wolfgang Jäger den Pfarrbezirk Deining. Insgesamt sind in Bayern acht weitere Mitbrüder vom indischen Orden eingesetzt.

Von Bürgermeister Alois Scherer wurde der hohe Gast aus Indien im Rathaus empfangen. Nach der Vorstellung der Gemeinde Deining wurde über die Verwendung der Spende anläßlich des Tsunamis im vergangenem Jahr gesprochen. Viele wichtige Projekte konnten durch die großzügige Spende aus der Gemeinde umgesetzt werden.

Der Bürgermeister übergab wiederum eine Spende in Höhe von 300 Euro, wobei die Hälfte von ihm privat stammt, für wichtige Waisenkinderprojekte. Pfarrer Wolfgang Jäger hatte ebenfalls viele Messstipendien weitergereicht.
29.03.06


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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