NEUMARKT. Wird Alois Karl wieder CSU-Direktkandidat für den Wahlkreis, oder sind die Amberger dran? Karl würde gerne kandidieren, erklärte er.
Nachdem neumarktonline schon mehrmals über die abzusehenden Differenzen zwischen Neumarkter und Amberger CSU berichtet hatte, warf jetzt Alois Karl seinen Hut offiziell in den Ring.
Mit Rückendeckung des CSU-Kreisvorstandes und "insbesondere von Albert Füracker" erklärte der Bunbdestagsabgeordnete vor rund 80 Vertretern des CSU-Kreisvorstands und CSU-Ortsvorsitzenden des Landkreises Neumarkt, dass er bei der Bundestagswahl 2017 gerne wieder für die CSU um das Direktmandat im Wahlkreis Amberg-Sulzbach-Neumarkt kandidieren werde.
Einer Presse-Mitteilung zufolge wurde diese Ankündigung "von den Anwesenden mit großer Zustimmung aufgenommen und die geschlossene Zustimmung des CSU-Kreisverbandes für diese Kandidatur signalisiert".
Die "geschlossene Zustimmung" wenigstens der Neumarkter Delegierten braucht Karl auch tatsächlich, um sich auch diesmal wieder die Direktkandidatur - und damit praktisch den garantierten Wieder-Einzug in den Bundestag - zu sichern. Die Neumarkter Delegierten haben nämlich nur eine relativ knappe (82:72) Mehrheit gegenüber den CSU-Delegierten des Landkreises Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg, von denen sicher viele "ihre" Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger als Direktkandidatin sehen wollen.
Lanzinger ist bei der letzten Wahl über die Liste in den Bundestag gekommen und hat bereits offiziell Ansprüche für das Direktmandat im gemeinsamen Wahlkreis angemeldet.
Ob Karl alle Neumarkter Delegiertenstimmen hinter sich vereinigen kann, oder ob wie bei der CSU nicht gerade unüblich solche Abstimmungen für alte Abrechnungen genutzt werden, wird sich am 17. November zeigen: dann wird der CSU-Bewerber für das Direktmandat für den Wahlkreis Amberg-Sulzbach-Neumarkt gewählt.
18.08.16
"Könnte sich lohnen..."
NEUMARKT. Eine Landesgartenschau 2022 in Neumarkt bedeute viel Arbeit, könne sich aber lohnen, sagte MdB und Ex-Oberbürgermeister Alois Karl.
In der Stadtratssitzung im Juni hatte sich der Neumarkter Stadtrat überraschend dafür ausgesprochen, sich für diese Veranstaltung zu bewerben (wir berichteten).
„Jetzt könnten wir eine Landesgartenschau dazu nutzen, das Gelände des Flugplatzes und seiner Umgebung qualitativ hochwertig zu überplanen und die Weichen für die Entwicklung dieses Gebiets richtig zu stellen“, sagte Karl bei einem Sommergespräch des CSU-Kreisverbandes, zu dem er als CSU-Kreisvorsitzender an den Mistelbacher Keller geladen hatte.
Teilnehmer des Gesprächs waren die Mitglieder des engeren CSU-Kreisvorstands und der Vorsitzende des CSU-Stadtverbandes, die Vorsitzenden der Neumarkter und Sengenthaler CSU-Ortsverbände, sowie der CSU-Arbeitsgemeinschaften Junge Union, Frauenunion und Mittelstandsunion.
Deinings Bürgermeister und stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Alois Scherer, der seit kurzem auch die CSU-Kreistagsfraktion führt, berichtete über neue Gewerbegebiete und Baulandausweisung in Deining.
Der Neumarkter Stadtrat und JU-Ortsvorsitzende Marco Gmelch sagte, dass neben der Verdichtung im Stadtgebiet auch mehr für diejenigen Bürger getan werden müsse, die vom eigenen Häuschen träumen. Das A und O sei der Erwerb von Grundstücken durch die Stadt, um „Verhandlungsmasse“ für die Ausweisung und Abgabe von Bau- und Gewerbeflächen zu bekommen. CSU-Stadtverbandsvorsitzender Robert Renker hielt es für notwendig, auch für die einzelnen Ortsteile und ihre angestammten Bewohner bauliche Entwicklungschancen zu schaffen.
Stadtrat Werner Thumann beklagte, dass seit 2005 von der Stadtspitze der "durch die CSU-Oberbürgermeister vorgezeichnete Weg" nicht mehr konsequent fortgesetzt werde. Häufig würde nur kurzfristig gedacht statt auch auf die nachhaltige Entwicklung der Stadt über viele Jahre zu achten.
Der CSU-Ortsvorsitzende von Sengenthal, Jürgen Ropp, sagte, dass auch die Umlandgemeinden an einer positiven Entwicklung Neumarkts interessiert seien. Der Mangel an Bauland im Gebiet der Stadt Neumarkt habe den Druck auf diese Umlandgemeinden erhöht, ihrerseits massiv Bauland auszuweisen. Gemeinden wie Sengenthal wären aber schlichtweg überfordert, wenn sie diese starke Nachfrage an Bauland alleine schultern müssten.
26.07.16
Politiker getroffen
Die Schüler trafne sich mit MdB Alois Karl
NEUMARKT. Schüler der 10. Jahrgangsstufe des Parsberger Gymnasiums trafen sich in Berlin zu einem Gespräch mit dem Abgeordneten Alois Karl.
Das aktuellste Thema war der Umgang mit Flüchtlingen.
Der Politiker und die Schüler trafen sich im Sitzungssaal der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Reichstagsgebäude.