NEUMARKT. Die bekanntgewordenen Erweiterungspläne beim Truppenübungsplatz Hohenfels sollen gar nicht auf die US-Armee zurückgehen.
Seitdem neumarktonline vor fünf Wochen über entsprechende Anträge berichtet hat, ist bei vielen Anliegergemeinden der militärischen Übungsanlage Feuer am Dach: In Schmidmühlen beispielsweise sprach sich der Gemeinderat einstimmig gegen entsprechende Pläne aus. Die Randgemeinden befürchten, durch eine Erweiterung des Geländes könnte ihnen der Übungsbetrieb mit all seinen Belästigungen noch näher rücken.
Jetzt hat sich auch MdB Alois Kalr eingeschaltet.
In einem Gespräch mit Schmidmühlens Bürgermeister Peter Braun habe er den Eindruck gewonnen, dass die geplanten Arrondierungsflächen von rund 33 Hektar gar nicht auf die Initiative der Amerikaner zurückgehen, sondern auf eine Initiative des Bundesamts für Immobilienaufgaben, heißt es in einer Pressemitteilung am Freitag. Das Bundesamt verwaltet den betreffenden Grundbesitz des Bundes. Die amerikanische Armee stehe dem Vorhaben natürlich sehr aufgeschlossen gegenüber.
In einem Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden des Bundesamtes, Dr. Jürgen Gehb, bat Karl nun um einen Sachstandsbericht.
Ihm sei sehr daran gelegen, zu erfahren, ob diese 33 Hektar unbedingt dem Truppenübungsplatz zugeschlagen werden müssen. Zumal es doch keine Not gebe, den Übungsplatz zu erweitern, vermutete Karl. Wenn das so sei, sollte besser mit Rücksicht auf die sowieso schon vom Übungsbetrieb betroffene Bevölkerung darauf verzichtet werden.
09.09.16
Karl spricht im Plenum
NEUMARKT. MdB Alois Karl wird am Mittwoch-Nachmittag in Berlin einer der Hauptredner bei der ersten Lesung des Bundeshaushalts 2017 sein.
Die Debatte verschiebt sich auf den späteren Nachmittag, weil nach der Haushaltsrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel, traditionell ein parlamentarischer Höhepunkt, der Deutsche Bundestag in einem Staatsakt Abschied nimmt vom verstorbenen früheren Bundespräsidenten Walter Scheel.
Die Debatte zum Etat des Bundesaußenministers soll gegen 16 Uhr beginnen und gegen 17.45 Uhr enden. Die Debatte kann live im Internet verfolgt werden. Auch der Fernsehsender Phönix plant zumindest teilweise die Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestages zu übertragen.
07.09.16
Weiterhin Förderung
NEUMARKT. Das Neumarkter Bürgerhaus wird auch von 2017 bis 2020 im Rahmen des "Bundesprogrammes Mehrgenerationenhaus" gefördert.
Das teilte die Amberger Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger mit, die auch stellvertretendes Mitglied im Familienausschuss des Deutschen Bundestages ist. Auch das "Mehrgenerationenhäuser Elternschule" in Amberg wird in Zukunft staatlich gefördert.
Lanzinger hat bekanntlich Ansprüche auf das CSU-Direktmandat des Wahlkreises Amberg-Neumarkt bei den nächsten Bundestagswahlen angemeldet, das in den letzten Jahren vom Neumarkter Abgeordneten Alois Karl besetzt wurde (wir berichteten mehrfach).
Auch das Neumarkter Bürgerhaus könne ab 2017 weitere Mittel aus dem „Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus“ beziehen und damit ihre erfolgreiche Arbeit verstetigen, teilte die Amberger Abgeordnete mit. Die Mehrgenerationenhäuser würden einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Bewältigung der Herausforderungen des demographischen Wandels leisten. Auch bei der Integration von Flüchtlingen könnten sie den Kommunen wertvolle Unterstützung leisten.
Die 441 ausgewählten Bestands-Mehrgenerationenhäuser, darunter auch die Häuser in Amberg und Neumarkt, wurden schon in der Vergangenheit mit Mitteln aus Bundesprogrammen gefördert. Sie werden nun vom Ministerium zur Antragstellung aufgefordert und können ihre Förderanträge bis zum 31. Oktober 2016 einreichen.