NEUMARKT. Als zusätzliche Absatzwege für Landwirte auch aus der Region sieht MdEP Albert Deß den EU-Beschluß zu Schulmilch und Schulobst.
Mit großer Mehrheit hat das Europaparlament das neue EU-Schulprogramm beschlossen. Ziel des neuen EU-Förderprogramms ist es, Kinder in Schulen mit frischem Obst, Gemüse und Milch zu versorgen. Für das neue Programm werden zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt.
"Die Mittel wurden um 20 Millionen Euro pro Jahr erhöht und ermöglichen auch für Landwirte neue Absatzmärkte. Zudem werden für regionale Produkte zusätzliche Absatzwege erschlossen", erklärte Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion. Darüber hinaus soll das Programm dazu dienen, um die Landwirtschaft in ihrer Vielfalt darzustellen.
Für die Obst- und Gemüsekomponente sind jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 150 Millionen Euro und für die Milchkomponente statt bisher 80 jetzt 100 Millionen Euro pro Schuljahr vorgesehen. "Ein Teil der Mittel kann auch eingesetzt werden, um pädagogische Aktivitäten für gesundes Ernährungsverhalten zu unterstützen", sagte Albert Deß.
Im Agrarausschuss wurde der Kommissionsvorschlag verbessert und auf verarbeitetes Obst und Gemüse, Honig, Oliven und Olivenöl ausgeweitet.
„Damit das neue Programm in allen Mitgliedsstaaten akzeptiert wird, ist die Kommission und Mitgliedstaaten aufgefordert, für eine einfache und unbürokratische Durchführung zu sorgen“, so Albert Deß.
09.03.16
"Einsatz stoppen"
NEUMARKT. Der Neumarkter Bund Naturschutz hat MdEP Albert Dess gebeten, bei der Verhinderung des Unkrautvernichters Glyphosat mitzuhelfen..
Zu Beginn der Gartensaison warnt der Bund Naturschutz vor dem Einsatz von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln, insbesondere vor dem Wirkstoff Glyphosat. Nicht nur der Einsatz im Garten, auf Friedhöfen, Wegen und Gleisen, sondern auch der Einsatz in der Landwirtschaft müsse gestoppt werden, fordert der BN. Wie jetzt bekannt wurde, plant die EU-Kommission bereits für Anfang März eine Entscheidung über eine zehnjährige Verlängerung für das von Monsanto entwickelte Pflanzengift Glyphosat, das in Präparaten wie Roundup, Vorox oder Compo-unkrautfrei immer noch im Gartenfachhandel erhältlich ist.
Die Kreisgruppe Neumarkt des Bund Naturschutz hat sich inzwischen an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und auch an den heimischen Europaabgeordneten Albert Deß gewandt mit der Bitte, diese Verlängerung um weitere zehn Jahre zu verhindern.
Im Schreiben an Albert Deß heißt es: „Die Weltgesundheitsorganisation (IARC) hat Glyphosat im März 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Das Bundesamt für Risikoforschung (BfR) 2015 hat eine positive Stellungnahme zur Zulassungsverlängerung von Glyphosat abgegeben. Allerdings hatte das BfR nur den reinen Wirkstoff Glyphosat untersucht, nicht aber fertige Herbizidmischungen mit Träger- und Zusatzstoffen. Die Kombinationswirkungen der verschiedenen Stoffe und Anreicherungen bei Langzeitexposition wurden ebenfalls nicht untersucht.
Die Belege dafür, dass Glyphosat krebserregend ist, nehmen weiter zu. Jetzt hat selbst das Umweltbundesamt eine Studie vorgelegt, die den Anstieg von Glyphosat in Urinproben nachweist. 2001 war „nur“ jeder Zehnte von uns belastet – heute ist es mindestens jeder Zweite. Zuständig für Deutschlands Stimme bei der Abstimmung ist aber das Landwirtschaftsministerium. Sie haben sicher einen guten Draht dorthin. Handeln Sie zum Wohl der Menschen, und das liegt nicht im Glyphosat. Dieses Mittel ist wohl 50 Jahre nach DDT das nächste Gift, das zuerst bejubelt und schließlich weltweit geächtet wird.
Auch wenn die soeben gefundenen Rückstände in Bier noch nicht besorgniserregend sein sollten: das ist erst der Anfang. Und es gibt niemand, der das versprühte Gift wieder einsammeln kann!
Es wäre klug, auf Ihren Parteifreund Josef Göppel zu hören, wenn Sie schon Ihre Dauerskepsis gegen die Natur- und Umweltschützer nicht ablegen können“, so der Originalton des BN-Schreibens.
Der BN hält die Vorgehensweise der EU-Kommission für falsch und fordert Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf, den Entscheidungsprozess zu stoppen. Der Bund Naturschutz kritisiert, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und die EU-Kommission die Gefahren von Glyphosat in ihrer Bewertung nicht ausreichend berücksichtigt haben. Der BN hat deshalb auch eine Unterschriftenaktion an Minister Schmidt gestartet.
05.03.16
Reise nach Prag
NEUMARKT. Auch in diesem Jahr besteht wieder die Möglichkeit, an politischen Informationsfahrten nach Prag teilzunehmen, hieß es von MdEP Albert Deß.
Das Programm beinhaltet eine Führung auf der Prager Burg inklusive aller Eintritte in die Kirchen und Gebäudeteile, Besuch des Wallensteingartens und der St.-Nikolauskirche.
Auf dem Programm stehen außerdem eine Altstadtführung und der Besuch der Gedenkstätte Lidice. Abgerundet wird das Programm mit einer Schifffahrt auf der Moldau.
Die Fahrten finden statt von 3. bis 5. April und 16. bis 18. Oktober, Anmeldungen ab sofort möglich im Europabüro Albert Deß, Telefon 09181/22641.