NEUMARKT. Die Situation am europäischen Milchmarkt ist auch nach Meinung des Neumarkter Europaabgeordneten Albert Deß besorgniserregend.
Deutlich sei erkennbar, dass die bisher beschlossenen Maßnahmen nicht greifen, heißt es in einer Presserklärung. Mit Bedauern stelle man fest, dass das europäische Interventionspreissystem nicht funktionierte.
Für Albert Deß ist klar, dass es ein neues ad-hoc-Interventionssystem dringend notwendig ist. Somit können bestimmte Milchmengen unmittelbar vom Markt genommen werden, wenn sich die Lage am Milchmarkt zu verschlechtern droht. "Die EU-Kommission soll prüfen, ob in Krisenzeiten europaweite, unbürokratische, obligatorische Maßnahmen zur Reduzierung der Milchproduktion möglich und sinnvoll sind", so Albert Deß, der auch agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion ist.
Die EU-Abgeordneten des Agrarausschusses kamen diese Woche mit dem Rat und der Kommission im Plenum zusammen, um über diese und weitere Maßnahmen zur Bewältigung der Milchkrise zu beraten. Der russische Importstopp für EU-Agrarerzeugnisse, die zurückgehende Nachfrage aus China und auch der "zunehmende Machtmissbrauch der Handelsketten" verstärkten die Agrarkrise enorm. "Mit wirksamen kartellrechtlichen und wettbewerbsrechtlichen Instrumenten müssen wir dafür sorgen, dass die immer weiter steigende Dominanz der einzelnen Handelsketten, die den Landwirten zahlreiche Auflagen am Gesetzgeber vorbei diktieren, vermindert wird," fordert der CSU-Europaabgeordnete.
"Notwendig ist ein faires und ausgewogenes Verhältnis zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung und Einzelhandel. Es ist ein wirksamer Regulierungsrahmen zu schaffen, um negative Auswirkungen für Landwirte entlang der Lebensmittelversorgungskette zu beseitigen", so Deß weiter.
26.05.16
25 Jahre bei Deß
Im Abgeordneten-Büro wurde gefeiert (v.l.):Maria Schmalzl, Heidi Rackl, Albert Deß und Martha Christa
Foto: Dürr
NEUMARKT. Auf ihr 25jähriges „Betriebsjubiläum“ kann Heidi Rackl zurückblicken. Bereits seit 1990 leitet sie das Bürgerbüro des Abgeordneten Albert Deß, der von 1990 bis 2004 im Deutschen Bundestag war und seit 2004 Mitglied im Europäischen Parlament ist.
Albert Deß dankte ihr mit einer Urkunde für die zuverlässige, loyale Mitarbeit und aktive Unterstützung bei seiner parlamentarischen Arbeit.
Heidi Rackl erinnerte an den Beginn ihrer Tätigkeit: „Ich habe im Landratsamt Neumarkt gearbeitet, als mich Albert Deß damals fragte, ob ich sein Büro in Neumarkt aufbaue". Das habe sie spontan zugesagt und der damalige Landrat Josef Werner Bauer sicherte ihr vertraglich zu, dass sie jederzeit zurückkommen könne, falls Albert Deß das Mandat verlieren sollte.
Ins Landratsamt ist sie tatsächlich irgendwie zurückgekehrt - allerdings als Stellvertretende Landrätin. Zum Jubiläum gratulierten auch die Kollegen, die in Brüssel tätig sind und die Neumarkter Mitarbeiterinnen Martha Christa und Maria Schmalzl.
27.04.16
„Bewusst Christlich“
NEUMARKT. In einer neuen Broschüre, die bei MdEP Albert Deß in Neumarkt erhältlich ist, sind die wichtigsten christlichen Feiertage erklärt.
Mit der kleinen Schrift soll das Wissen um die Feiertage aufgefrischt werden und zugleich die Menschen informieren, die aus anderen Kulturkreisen kommen.
Außerdem soll darauf hingewirkt werden, den christlichen Glauben mit ihren Festen, Traditionen und Symbolen wieder stärker präsent zu machen, hieß es.
Die Broschüre „Bewusst Christlich“ kann im Europabüro Oberpfalz in der Weinbergerstrasse kostenlos abgeholt werden.