Statistiken aus Bayern
"Ganz nah dran..."

Einladung zum "traumhaft schlafen" und "süß träumen" in Neumarkt.
Foto: Erich Zwick
NEUMARKT. "Neumarkt ist ganz nah dran, und doch sind Sie hier weit weg von allem Alltäglichen". Diese Wahrheit, nachzulesen im soeben in einer Auflage von 10.000 Exemplaren erschienenen Gastgeberverzeichnis 2007, ist vermutlich der Schlüssel zum Erfolg, weshalb die Übernachtungszahlen im Bereich des Tourismusverbandes Neumarkt sprunghaft angestiegen sind und die Tendenz auch weiterhin nach oben geht.
55.000 Gästeübernachtungen waren es im Jahre 2005 (die Zahlen für 2006 liegen noch nicht vor), und für 2007 rechnet Rainer Seitz, der 2. Vorsitzende des Tourismusverbandes, mit einem "Quantensprung". Dazu soll auch die neue Broschüre beitragen, die eigentlich nur alle zwei Jahre hätte aktualisiert werden sollen. Da aber das Gastgewerbe in und um Neumarkt einem ständigen Wandel zum immer noch Besseren "unterliegt", haben sich die "Macher" entschlossen, jährlich die Neuerungen zu berücksichtigen.
28 "Beherbergungsbetriebe" - so der Branchenjargon - sind es, die mit 785 Betten in Hotels, Gasthöfen, Pensionen und in Ferienwohnungen um die Gäste buhlen. In dem Nachschlagewerk findet der müde Reisende alle wichtigen Informationen mit Hotelklassifizierung bis hin zur Haustierfreundlichkeit, was sich an den genormten Piktogrammen auch für die vielen ausländischen Gäste Neumarkts gut ablesen lässt.
Erstaunlich günstig liegen die Übernachtungspreise - eigentlich konkurrenzlos zur nahen Großstadt Nürnberg. Das haben auch inzwischen viele Messegäste "erschnuppert", die in 20 Minuten von der NürnbergMesse ihr Quartier in und um Neumarkt erreichen können.
So war auch Oberbürgermeister Thomas Thumann am Donnerstag bei der Vorstellung des Gastgeberverzeichnisses im Hotel "Schönblick" auf dem Höhenberg voll des Lobes. Es ist eine exzellente Visitenkarte für die Stadt und ihrer Hotellerie. Die ersten Exemplare des druckfrischen Erzeugnisses bekommen die Ausrichter einer Tagung des Bayerischen Gemeindetages im Oktober und die Veranstalter des "Deutschen Klöppelkongresses" an Ostern 2008.
Die anderen Hefte erhalten Interessenten auf Anforderung (Tourist-Information, Rathaus-Passage, 92318 Neumarkt oder per Fax 09181/255-198), bzw. werden bei den Touristikmessen Stuttgart, Oldenburg, Wien, Linz, Salzburg, München und Nürnberg verteilt.
Erich Zwick
11.01.07
Immer mehr Gäste
NEUMARKT. Die Stadt Neumarkt wird für Besucher offenbar immer attraktiver: Die im letzten Jahr als Erfolg gefeierte "Schallgrenze" von 50.000 Übernachtungen wird heuer locker erreicht. Möglicherweise kratze man sogar an der 60.000er-Marke, sagte OB Thomas Thumann am Mittwoch.
Dabei ging bayernweit die Zahl der Übernachtungen sogar zurück: Im Freistaat wurden in den ersten neun Monaten des Jahres zwar zwei Prozent mehr Gästeankünfte, aber 0,7 Prozent weniger Übernachtungen gezählt. In Neumarkt stiegen beide Werte um über zehn Prozent!
Am 30. März 2006 hatte Oberbürgermeister Thomas Thumann zusammen mit Stadtrat und Tourismusreferent Christian März, dem Vorsitzenden des Tourismusverbandes Karl Lehmeier und Rainer Seitz vom Tourismusbüro der Stadt deutliche Zuwächse bei den Tourismuszahlen für das Jahr 2005 verkünden können (
wir berichteten). Auch die Schallmauer von 50.000 Übernachtungen war 2005 erstmals wieder seit langem durchbrochen worden. Und nun weisen die Zahlen für 2006 weiterhin nach oben und verfestigen den Trend immer mehr.
"Ich finde es erstaunlich, dass wir die tollen Werte von 2005 noch einmal übertreffen können", kommentiert Oberbürgermeister Thomas Thumann die nun vorliegenden aktuellen Tourismuszahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2006. Immerhin hätte man bereits für das Vorjahr doch sehr deutliche Zuwächse bei den Tourismuszahlen vermelden können. Und jetzt würden die Zahlen für Januar bis September 2006 noch einmal mit zweistelligen Zuwachsraten gegenüber den Zahlen von 2005 überraschen.
So sind von Januar bis September 2006 in Neumarkt die Zahl der Gästeankünfte um 10,1 Prozent und die der Übernachtungen um 10,9 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2005 gestiegen. Insgesamt wurden dabei 46.395 Übernachtungen in Neumarkt verzeichnet. Die Zahl der Gästeankünfte lag bei 29.048.
"Damit steht auch fest, dass wir 2006 erneut die Schallmauer von 50.000 Übernachtungen durchbrechen werden, die wir im letzten Jahr erstmals seit längerem wieder geknackt hatten", ist sich Oberbürgermeister Thumann sicher. Erfreulich sei, dass sich damit eine schon seit längerem für Neumarkt zu beobachtende Tendenz verfestige. "Vielleicht können wir heuer sogar knapp an die 60.000er Marke bei den Übernachtungen heranreichen", sagte Thumann.
Als Gründe für die erfolgreiche Entwicklung sieht er die Arbeit des Tourismusverbandes und des Tourismusbüros der Stadt sowie die vielen Aktivitäten und Aktionen in der Stadt. Aber auch die zunehmenden Auslandskontakte der Firmen spielten sicher eine wichtige Rolle. Zudem habe die Stadt durch die Investitionen der letzten Jahre an Attraktivität für Besucher gewonnen, etwa mit dem Museum Lothar Fischer, oder mit Angeboten wie dem "Golf-Dorado" neue Interessenten ansprechen können.
06.12.06
Schrumpft der "Musterknabe" ?
NEUMARKT. Die Bevölkerung im Landkreis soll nach einer Prognose bis 2020 um 3,5 Prozent wachsen - doch die Stadt Neumarkt verliert Einwohner!
In den neuesten Zahlen der
Bertelsmann Stiftung wird für den
Landkreis Neumarkt ein Bevölkerungswachstum von 3,5 Prozent prognostiziert. "Das sieht es für den Landkreis Neumarkt sehr gut aus", hieß es aus dem Landratsamt zu den vorgelegten Zahlen. Die
Bertelsmann Stiftung befaßt sich seit Jahren mit dem demographischen Wandel in Deutschland und hat jetzt erstmals auch Untersuchungen für Gemeinden ab 5000 Einwohner erarbeitet.
Doch ausgerechnet die Vorzeige-Kommune im Landkreis Neumarkt schwächelt: Die
Stadt Neumarkt muß nach den vorgelegten Zahlen bis zum Jahr 2020 sogar mit einem Bevölkerungsrückgang von 0,9 Prozent rechnen!
Gleichzeitig geht man für
Velburg von einem Zuwachs von satten 13 Prozent aus. Ebenfalls sehr positive Zahlen wurden für
Postbauer-Heng (+9,9 Prozent),
Freystadt (+7,4 Prozent) und
Berg (+6,2 Prozent) prognostiziert.
Die Links führen zu den umfangreichen Datenblättern der einzelnen Kommunen und öffnen sich in einem neuen Fenster
24.11.06
Radler vergaben Schulnoten
NEUMARKT. Neumarkt, Postbauer-Heng, Pyrbaum und Sengenthal wurden als "Fahrradfreundliche Kommunen" ausgezeichnet.
Im Rahmen des vom Bayerischen Innenministerium unterstützten Wettbewerbs gab es für die vier Kommunen im Landkreis Neumarkt höchst unterschiedliche Platzierungen - und Schulnoten: Die Stadt Neumarkt kam in der Klasse der Städte zwischen 20.000 und 50.000 Einwohner auf Platz 3 in Bayern und schrammte dabei mit der "Schulnote" 2,65 hart am "Gut" vorbei. 142 Leute gaben bei ihrer Wertung für Neumarkt auch Einzelnoten ab:
- Werbung für das Radfahren: 2,83
- Sicherheit als Radfahrer 2,71
- Geeignete Abstellmöglichkeiten: 2,75
- Aktivitäten für den Radfahrer: 2,49
- Geeignete Radwege 2,48
Mit einer wesentlich besseren Note (1,98) kam der Markt Postbauer-Heng in der Klasse 5000 bis 10.000 Einwohner auf den zweiten Platz - hier wurden besonders die Radwege positiv (1,55) herausgestellt.
In der selben Klasse erreichte Pyrbaum zwar mit 2,98 eine durchaus passable Note - kam aber damit nur auf Platz 44 von 92 bewerteten Kommunen. In Pyrbaum konnte man aus der Bewertung Kritik bei Fahrrad-Abstellmöglichkeiten (Note 3,36) herauslesen.
Bei den kleineren Kommunen im Landkreis Neumarkt (unter 3000 Einwohner) wurde nur Sengenthal in den Listen geführt. Die Gemeinde erreichte unter 17 Konkurrenten mit der Schulnote 2,94 den zweiten Platz. Hier wurde besonders die Sicherheit für Radler (Note 2,10) positiv herausgestellt.
Der Radverkehr ist ein wichtiger integraler Bestandteil der bayerischen Verkehrspolitik. "Gemessen am gesamten Verkehr nimmt das Radfahren zwar nur einen kleinen Anteil ein, dennoch trägt es in nicht unerheblichem Maße zur Entlastung unserer Innenstädte und damit zur Erhöhung der Lebensqualität bei. Daher muss es unser gemeinsames Ziel sein, den Radverkehrsanteil, insbesondere in unseren Städten und Gemeinden, weiter zu erhöhen", betont Innenstaatssekretär Georg Schmid anlässlich der Aushändigung der Urkunden beim Wettbewerb "Fahrradfreundliche Kommunen" in München.
17.11.06
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