Statistiken aus Bayern

Weniger Straftaten


Die Polizei zählte weniger Straftaten im Landkreis Neumarkt
Symbolbild: Pixabay
NEUMARKT. Die Polizei verzeichnete im letzten Jahr im Landkreis deutlich weniger Straftaten - und gleichzeitig eine höhere Aufklärungsquote.

Die Zahl der Straftaten sank im letzten Jahr um 3,2 Prozent auf 3076; erwischt wurden dabei 70,8 Prozent der Täter - fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das wurde bei der Vorstellung des „Berichts zur Sicherheitslage in der Oberpfalz“ am Dienstag in Regensburg bekannt, bei der auch Zahlen aus dem Landkreis Neumarkt genannt wurden.

So ging zum Beispiel die Zahl der Wohnungseinbrüche im Landkreis Neumarkt wie in der ganzen Oberpfalz stark zurück: um 53 Prozent von 41 auf 19 Fälle.


Bei der Vorstellung der oberpfalzweit spektakulärsten Straftaten waren auch zwei Beispiele aus dem Landkreis Neumarkt vermerkt: der Messerangriff in einem ICE bei Seubersdorf, bei dem im November 2021 vier Menschen schwer verletzt wurden (wir berichteten), und die geglückte Festnahme eines Enkeltrick-Betrügers im Januar 2021, als eine 72jährige Neumarkterin den Ganoven austrickste (wir berichteten).
15.03.22

Kein Gedrängel vor Standesamt


Der Andrang vor dem Neumarkter Standesamt hält sich in Grenzen
Foto: Pixabay
NEUMARKT. Trotz Frühling und Hochzeit-Saison vor der Haustür: in Neumarkt hält sich der Andrang vor dem Standesamt durchaus in Grenzen.

Selbst die eigentlich sehr beliebten „Schnaps-Zahl“-Daten im Februar lockten nicht: am 22.2.2022 gab es nur zwei Trauungen, am 2.2.2022 überhaupt keine, obwohl bis zu acht Eheschließungen möglich gewesen wären.

„Es scheint, dass sich die Neumarkter lieber bei Sommer und Sonnenschein trauen lassen“, sagte Leiterin des Neumarkter Standesamtes Christina Fink. Über 70 Prozent der 150 bis 200 jährlichen Trauungen im Standesamt gehen in den Monaten zwischen Mai und Oktober über die Bühne. Im letzten Jahr waren es 126 Trauungen in diesen sechs Monaten, während in den restlichen sechs Monaten lediglich 51 Eheschließungen stattgefunden haben.

Nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und der für viele Brautpaare unsicheren Situation hofft man für heuer, dass man sich bei den Eheschließungen dem Niveau der Jahre vor der Pandemie annähern kann, sagte Oberbürgermeister Thomas Thumann, der auch selbst immer wieder Eheschließungen durchführt. Die Zweite Bürgermeisterin Gertrud Heßlinger ist ebenfalls im Rahmen von Eheschließungen im Standesamt Neumarkt tätig.


Neben dem Trauungssaal beim Standesamt im Bürgerhaus in der Fischergasse können sich in Neumarkt Paare auch in den Festsälen der Residenz das Jawort geben. Nähere Infos dazu gibt es in der Broschüre „Heiraten in Neumarkt“, die neumarktonline-Leser hier herunterladen können.

Die Zahl der Eheschließungen in Neumarkt hatte trotz der nach wie vor zu beachtenden Corona-Pandemie im Jahr 2021 gegenüber dem vorhergehenden Corona-Jahr 2020 wieder von 143 auf 177 zugenommen, was einen Anstieg von rund 21,4 Prozent bedeutete. Dies dürfte auch auf die im Jahr 2020 unsichere und zeitweise massiv eingeschränkte Situation für Eheschließungen angesichts der Corona-Pandemie zurückzuführen sein, hieß es. Im Jahr 2021 hätten daher auch viele ihre eigentlich 2020 geplanten, aber wegen Corona abgesagten Hochzeiten nachgeholt. Das Vor-Corona-Niveau wurde allerdings noch nicht erreicht, 2019 hatte es 209 Trauungen im Standesamt Neumarkt gegeben, im Jahr davor waren es 193 gewesen.
06.03.22

Mehr Verkehrstote


Kaum zu glauben: auch aus diesem Wrack wurde der Fahrer lebend geborgen
Foto: Archiv
NEUMARKT. Die Zahl der Verkehrstoten ist im Bereich der Neumarkter Polizei von einem auf drei gestiegen - im ganzen Landkreis von fünf auf sechs.

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt stieg 2021 im Vergleich zu den niedrigen Werten im ersten Corona-Jahr 2020 um 4,7 Prozent an, heißt es in der Verkehrsstatistik der Neumarkter Polizei.

Über die Entwicklung der Verkehrsstatistik im Gesamt-Landkreis hat neumarktonline bereits im Januar berichtet.

Jetzt stellte auch der Neumarkter Polizei-Chef Polizeidirektor Michael Danninger die aktuellen Zahlen für den Bereich der Neumarkter Polizeispektion vor, der neben der Stadt Neumarkt die Gemeinden Berching, Berg, Berngau, Deining, Freystadt, Lauterhofen, Mühlhausen, Pilsach, Postbauer-Heng, Pyrbaum und Sengenthal umfaßt. Für die übrigen Landkreisgebiete sind die Polizeiinspektion Parsberg oder die Autobahnpolizei zuständig.

Die Corona-Pandemie habe im Jahr 2020 das Verkehrsaufkommen und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer zum Teil geändert und grundsätzlich zu einer gesunkenen Anzahl an Verkehrsunfällen geführt, sagte Danninger. Im Jahr 2021 habe sich das Verkehrsaufkommen zum Teil wieder auf Werte des Zeitraums vor der pandemischen Lage angenähert. Und dies wirke sich auch auf die lokale Unfallstatistik aus.




Nach einem Anstieg der Verkehrsunfälle im Jahr 2019 wurde im Jahr 2020 mit „lediglich“ 2148 Unfällen das geringste Unfallaufkommen seit 2006 registriert. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 2249 Verkehrsunfälle aufgenommen, was zum Vorjahr einen Anstieg von 4,7 Prozent bedeutet. Erfreulich sei jedoch, dass im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang der Verkehrsunfälle mit Personenschaden von 345 auf 327 und somit um 5,2 Prozent festgestellt wurde.

Mit insgesamt 422 Verletzten zählte man den niedrigsten Stand der letzten zwei Jahrzehnte. Die Zahl der Verkehrstoten im Zuständigkeitsbereich der Neumarkter Polizei stieg mit zwei Fußgänger-Unfällen und einem Motorrad-Unfall auf drei. Im Jahr zuvor hatte es in diesem Bereich nur einen Verkehrstoten gegeben, vor zehn Jahren im Jahr 2011 aber beispielsweise noch 13.

Nach einem deutlichen Anstieg der Verkehrsunfallfluchten im Jahr 2020 ist 2021 wieder ein Rückgang von 314 auf 298 und somit um 5,1 Prozent festzustellen - meistens handelt es ich dabei um Parkplatz-Unfälle mit Schwerpunkten in Neumarkt, Berg und Postbauer-Heng.


2021 wurden im Bereich der Polizeiinspektion Neumarkt 54 Unfälle mit der Unfallursache Geschwindigkeit registriert. 38 Unfälle ereigneten sich davon außerhalb geschlossener Ortschaften. Im Vergleich zum Jahr 2020 blieb die Anzahl der Geschwindigkeitsunfälle konstant. 2019 lag der Wert mit 67 deutlich höher. Bei 26 dieser Unfälle wurden 33 Personen verletzt. Die überwiegende Mehrheit der Verursacher von Geschwindigkeitsunfällen ist den Altersgruppen 18 bis 24 Jahre und 25 bis 44 Jahre zuzurechnen.

Im Jahr 2021 kam es zu 37 Verkehrsunfällen, die auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Dabei wurden 26 Personen verletzt. Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2020 ist hier wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Ein Großteil der Unfälle ereignete sich im Stadtgebiet Neumarkt, weitere Häufungen seien nicht erkennbar. Außerdem gab es Verkehrsunfälle nach dem Konsum von illegalen Drogen; dabei wurden drei Menschen verletzt.




Nach drei Schulwegunfällen im Jahr 2020 ereignete sich 2021 lediglich ein Unfall mit Beteiligung eines Schülers - als alleinbeteiligter Radfahrer, der dabei leicht verletzt wurde.

Nach einem Rückgang der Wildunfälle im Jahr 2020 auf 712 ist 2021 wieder ein Anstieg der Wildunfälle auf 731 zu verzeichnen. Bei Wildunfällen wurden 2021 insgesamt 14 Menschen verletzt.

2021 wurden bei 36 Motorradunfällen 39 Biker verletzt. Im Vergleich zum Vorjahr, mit 42 Verletzten bei 41 Verkehrsunfällen, ist dies ein leichter Rückgang. Ein 22jähriger Motorradfahrer wurde bei einem unverschuldeten Unfall getötet.

Die Anzahl der Radfahrer ist wie im Jahr 2020 auch 2021 „wahrnehmbar gestiegen“. Der Trend des Anstieges der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrern hat sich 2021 dagegen glücklicherweise nicht fortgesetzt. Nachdem im Vorjahr die Zahl dieser Verkehrsunfälle von 104 auf 131 gestiegen war, wurden im letzten Jahr 108 Unfälle mit Radbeteiligung aufgenommen. Die Unfallzahlen bei Beteiligung von E-Bikes stieg darunter von 26 auf 28 leicht an.

Um die Unfallzahlen weiter zu senken sind umfangreiche polizeiliche Kontrolltätigkeiten des ruhenden und fließenden Straßenverkehrs und auch Schwerpunktaktionen geplant, sagte Danninger. Dies soll zum einen durch polizeiliche Präsenz und die Präsenz der eingesetzten Sicherheitswacht, zum anderen durch Überwachung und Schwerpunktsetzung in der Kontrolle des Zweiradverkehrs sowie hinsichtlich der einzuhaltenden Geschwindigkeit und der Kontrolle der Teilnahme unter dem Einfluss von Alkohol, illegalen Drogen und Medikamente erreicht werden.




26.02.22

Mehr tödliche Unfälle


Die Zahl der schweren Unfälle ging zurück; die Zahl der Todesopfer stieg jedoch
Foto: Archiv/Polizei
NEUMARKT. Die Zahl der Verkehrstoten im Landkreis ist im letzten Jahr von fünf auf sechs gestiegen. Die Zahl der schweren Unfälle ging aber zurück.

Das geht aus den neuesten Angaben des statistischen Landesamtes für die ersten elf Monate des Jahres 2021 hervor. In dieser Zeit wurden 112 Menschen bei Verkehrsunfällen schwer verletzt; ein Jahr zuvor waren es noch 134.

Die Statistiker meldeten von Januar bis einschließlich November letzten Jahres 421 Unfälle mit Personenschäden im Landkreis (2020: 458). Dabei starben vier Menschen. Im Dezember mußten im Landkreis aber noch zwei weitere tödliche Verkehrsunfälle verzeichnet werden, bei denen eine Fußgängerin in Dietfurt und ein Lastwagenfahrer auf der Autobahn bei Parsberg starben. 2020 endeten im ganzen Jahr für fünf Menschen Unfälle auf Straßen im Landkreis Neumarkt tödlich.


Bei den 421 (Vergleichzeitraum 2020: 458) Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden in den ersten elf Monaten des letzten Jahres im Landkreis Neumarkt 557 (2020: 592) Menschen verletzt, 112 (134) von ihnen schwer, 441 (453) leicht. Allerdings stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der Unfälle mit hohen Sachschäden von 79 auf 106 an.

Von Januar bis November 2021 stieg die Zahl der Straßenverkehrsunfälle in ganz Bayern gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 1,8 Prozent auf 326.088 Unfälle. Die Anzahl der Verunglückten sank dagegen um 3,8 Prozent auf 52.447.
23.01.22


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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