Kirchen

Jahreswechsel im Kloster

NEUMARKT. (pde) - Das Jahr in Stille beschließen und das neue Jahr bewusst beginnen können die Teilnehmer eines Exerzitienkurses zum Jahreswechsel.

Das Exerzitienreferat des Bistums Eichstätt lädt hierzu vom 27. Dezember bis 1. Januar ins Kloster St. Josef in Neumarkt ein. Das Thema der Einzelexerzitien mit Gemeinschaftselementen lautet „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mich“ (Ps 139,5).

Interessierte sind eingeladen, nach Gott im eigenen Leben Ausschau zu halten. Die besinnliche Atmosphäre und das Schweigen wollen helfen, zu sich selbst zu finden. Für die persönlichen Gebetszeiten gibt es Impulse in der Gruppe. Ein begleitendes Gespräch gehört zu jedem Tag ebenso wie eutonische Leibübungen und die Feier der Eucharistie.

Begleitet werden die Exerzitien von Pfarrer Dr. Michael Kleinert, Schwester Karin Weiler und Pastoralreferentin Christina Noe. Weitere Informationen und Anmeldung bis 15. November im Exerzitienreferat des Bistums Eichstätt, Postfach 1108, 92335 Beilngries, Telefon (08461) 606773, oder im Internet unter: www.bistum-eichstaett.de/exerzitien.
30.10.05

"Kloster - Scheune - Christuskirche"

Neumarkt. Aus Anlass des 150-jährigen Jubiläums der Christuskirche zeigt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde vom 9. November bis 29. Januar die Ausstellung „Klosterkirche – Scheune – Evangelische Christuskirche“ im Neumarkter Stadtmuseum.

Die Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Freitag und Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Montag, 7. November, um 19 Uhr statt.

Ausgehend vom damaligen Kapuzinerkloster zeigt die Ausstellung neben geschichtlichen Daten zahlreiche Exponate aus dem Archiv des Evangelisch-Lutherischen Pfarramts, dem landeskirchlichen Archiv Nürnberg, dem Hauptstaatsarchiv München sowie Leihgaben von Privatpersonen. Eine große Hilfe war den Ausstellungsmachern das Stadtarchiv und das Kulturamt Neumarkt.

Nach der Proklamation der Religionsfreiheit in Bayernin der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden in Neumarkt wieder Evangelische ansässig. Es waren zumeist Beamte, Kaufleute und Soldaten, die zum Gottesdienst nach Sulzbürg gehen mussten – drei Stunden hin, drei Stunden zurück. Deshalb wurde der Wunsch nach einem eigenen „Gottesdienstlokal“ in Neumarkt laut.

1854 konnte man den Mittelteil der ehemaligen Kapuzinerklosterkirche kaufen. Spenden dazu kamen von Neumarkter Kaufleuten sowie von vielen Gemeinden und Einzelpersonen in Bayern. Die Einweihung der evangelischen Kirche, ein bescheidenes Gebäude ohne Turm und Glocken, fand am dritten Advent 1855 statt. Erst 1857 erhielt Neumarkt einen königlich-bayerischen Vikar und wurde somit eine eigene Kirchengemeinde.

Da die Zahl der Gemeindemitglieder in den folgenden Jahren rasch anwuchs, wurde die Kirche zu klein. Mit Hilfe von Spenden aus ganz Deutschland, aus Dänemark, Schweden und Amerika konnte der Westteil der ehemaligen Klosterkirche erworben werden. Initiator dieser Sammelaktion war der königliche Landgerichtsassessor Joseph Schoenniger aus Nürnberg, dessen Frau von ihrem Rheumaleiden im Wildbad in Neumarkt Genesung fand. Der Altar und der Eingang wurde in Ost-West-Richtung verlegt und ein Turm für drei Glocken gebaut. 1862 erfolgte die zweite Einweihung.

In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Gemeinde. Ihre Zahl betrug damals rund 1.500 Gemeindemitglieder. Nach mehrjährigen Verhandlungen konnte man 1936 den Ostteil der ehemaligen Klosterkirche kaufen. Am 31.10.1937 wurde der Gemeindesaal (heute Kirchsaal) seiner Bestimmung übergeben. Die um einen Chorraum erweiterte Kirche erhielt ein Lindenholz-Kruzifix des Münchener Bildhauers Helmut Ammann. Die Kanzel wurde von dem Apotheker Speier gestiftet. Die dritte Einweihung fand am 31. August 1938 durch Landesbischof Hans Meiser statt.

1942 mussten zwei der drei Glocken zu Kriegszwecken angeliefert werden. 1945 beschädigte eine Brandbombe Turm, Kirchendach und Orgel. Nach Instandsetzungsarbeiten wurden 1953 vier neue Glocken angeschafft. In den folgenden Jahrzehnten fanden etliche Innen- und Außenrenovierungen statt.

1985 wurde die Tradition des Kirchweihsonntags wieder aufgenommen und dem Gotteshaus zur 130-Jahr-Feier der Name „Christuskirche“ verliehen. Fast 50 Jahre dauerte es bis neue künstlerische Elemente die Christuskirche schmückten. Seit 1986 ziert ein Bildteppich „Werke der Barmherzigkeit“, entworfen und ausgeführt vom Künstlerehepaar Münch, Ebrantshausen, die rechte Wand.

Die gestifteten Buntglasfenster „Ostern“ und „Pfingsten“ wurden 1987 eingebaut. Der Entwurf stammt ebenfalls von Helmut Münch. Ein großes Ereignis war 1995 die Weihe der Sonnen-Orgel (23 Register) der Orgelbaufirma Eule, Bautzen. Dazu wurde die Empore erweitert und umgestaltet. Zuletzt wurden 1999 der Gebetsleuchter in Form eines Dornbusches, 2000 der Ambo und 2003 Ablagen für Bibel und Buch für Gebetsanliegen (alle nach Entwürfen des Künstlers und Schmiedes Hans Hahn, Winkelhaid) angeschafft.

Die nächste größere Baumaßnahme ist die Neueindeckung des Kirchturmdaches im April 2006. Dafür sind 60.000 Euro veranschlagt. Zur Finanzierung dieses Projektes ist die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde auf Spenden sowie auf Förderer angewiesen.
27.10.05

Verheirateter Diakon


Peter Heyd
NEUMARKT. Der verheiratete Peter Heyd (37) wird am Samstag in Neumarkt vom früheren Eichstätter Bischof zum "Ständigen Diakon" geweiht.

(pde) Bischof Dr. Walter Mixa wird in Neumarkt zwei verheiratete Männer zu Ständigen Diakonen weihen. Der Weihegottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes beginnt um 10 Uhr.

Peter Heyd (37) wohnt in Neumarkt, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine zukünftige Wirkungsstätte als Ständiger Diakon im Hauptberuf ist die Pfarrei St. Johannes in Neumarkt.

Markus Weinländer (34) aus Happurg ist verheiratet. Er ist Marketing-Manager und wird als Ständiger Diakon mit Zivilberuf der Pfarrei Heldmannsberg und Kuratie Pommelsbrunn, zugewiesen.

Der Dienst des Diakons ist von drei Grundaufgaben geprägt: dem diakonalen Dienst christlicher Bruderliebe, der Liturgie und der Verkündigung. Wie Priester und Bischof gehört der Diakon zum Klerus. Als „Ständiger Diakon“ - im Unterschied zum Diakonat als Vorstufe des Priesteramtes - darf er jedoch verheiratet sein.

Zu seinen Aufgaben gehören die Feier der Taufe, der kirchlichen Trauung und des Begräbnisses sowie die Verkündigung des Evangeliums und die Predigt im Gottesdienst. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in den verschiedenen caritativen Diensten, die der Diakon in amtlicher Vollmacht und Sendung wahrnimmt.

Im Bistum Eichstätt sind bisher 15 Diakone im Hauptberuf und 12 mit Zivilberuf im Einsatz.
24.10.05

Das eigene Leben ordnen

NEUMARKT. (pde) - Schweigeexerzitien in der Benediktinerabtei Plankstetten gestaltet in der Woche vom 14. bis 18. November das Referat Frauenseelsorge der Diözese Eichstätt.

Die Tage umfassen einen täglichen Impuls in der Gruppe, tägliches Einzelgespräch, Zeiten des Gebets und der Betrachtung. Damit sollen die Exerzitien helfen, „das eigene Leben zu ordnen und Gottes Spur deutlicher zu erkennen“.

Das Thema der Woche unter Leitung von Diplom-Theologin Barbara Bagorski lautet: „Lehre mich, dein Angesicht zu suchen ...“. Beginn ist am Montag um 15 Uhr, Abschluss am Freitagmittag. Weitere Informationen und Anmeldung beim Referat Frauenseelsorge, Luitpoldstraße 2, 85072 Eichstätt, Telefon (08421) 50-619, Fax (08421) 50-628, E-Mail: frauen@bistum-eichstaett.de.
24.10.05


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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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