Gesundheit

Noroviren an der Spitze


Noroviren waren Spitzenreiter bei den meldepflichtigen Krank-
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NEUMARKT. Noroviren-Erkrankungen waren Spitzenreiter bei allen 454 meldepflichtigen Infektionskrankheiten im Landkreis im letzten Jahr.

Das teilte jetzt das Neumarkter Geunshdeitsamt in einer Jahresbilanz mit. Infektionskrankheiten, die auf andere Menschen übertragen werden können, müssen gemeldet werden, um dann entsprechene Maßnahmen einleiten zu können.

Bei den im letzten Jahr erfaßten 454 meldepflichtigen Infektionskrankheiten bildeten die infektiösen Durchfallerkrankungen den Hauptanteil. Die Noroviren standen mit 118 Fällen an der Spitze. Dies entspreche einem bayern- und deutschlandweiten Trend, erklärte Medizinaldirektor Dr. Heinz Sperber, Chef des Neumarkter Gesundheitsamtes.

Für den Einzelnen sind Noroviren in der Regel eine "banale Erkrankung", die nach einigen Tagen von selbst ausheilt. Gefürchtet sind die Noroviren, wenn sie gehäuft in Pflegeheimen oder in Krankenhäusern auftreten - und dies war im Landkreis Neumarkt auch mehrmals der Fall (wir berichteten).

Auch die Zahl der Infektionen mit Rotaviren war im vergangenen Jahr relativ hoch. Betroffen sind dabei meist Kleinkinder in Kindergärten oder Kinderkrippen.

Die Infektionen mit Campylobacter und Salmonellen lagen in den gleichen Größenordnungen wie in den letzten Jahren. Diese Erkrankungen werden durch Bakterien über tierische Lebensmittel übertragen. Die Infektionsquelle wird meist nicht gefunden.

Auffallend waren 106 Meldungen einer Influenza. Der Höhepunkt der Erkrankungsfälle liegt meist in den Monaten Januar und Februar.

Die Tuberkulose zeigte mit elf Erkrankungen die übliche deutschlandweit festzustellende abnehmende Tendenz.
25.01.08

"Saison noch nicht vorbei"

NEUMARKT. Apotheker aus dem Landkreis Neumarkt raten auch jetzt noch zu einer Grippe-Impfung.

Der Januar 2008 liegt aktuell mit 2 Grad über dem eigentlichen Temperaturdurchschnitt für diesen Monat, heißt es in einer Mitteilung der Neumarkter Apotheker. Dann werde es vermutlich wieder bitterkalt. Diese Temperaturschwankungen seien eine echte Herausforderung für das Immunsystem. Da hätten es Grippe-Viren besonders leicht.

Die Apotheker raten, sich auch jetzt noch impfen zu lassen. Denn in der Regel dauert die Grippesaison bis April an. Besonders Kinder und Senioren sind angesprochen. Sie haben oftmals ein schwächeres Immunsystem. Ebenso Menschen, die engen Kontakt mit anderen Menschen haben, beispielsweise im Beruf oder als Pendler in dicht gefüllten Bahnen oder Bussen.

"Wir beobachten den Trend, dass Menschen sich erst impfen lassen, wenn die Grippewelle bereits heranrollt, oder in den Medien darüber berichtet wird. Dann ist es oft schon zu spät", sagt Apotheker Michael Popp, Sprecher der Apotheker im Landkreis Neumarkt.

Grippe (Influenza) als gefährliche Krankheit werde immer noch unterschätzt. Sie sollte nicht mit der harmlosen Erkältung verwechselt werden. Der Grippe-Erkrankte hat hohes Fieber, ist geschwächt und hat starke Schmerzen. Expertenschätzungen zufolge sterben jedes Jahr allein in Deutschland rund 10.000 Menschen an den Folgen einer Grippe-Infektion.

Der Pieks bei der Impfung tue nicht weh und biete den besten Schutz. Die Bevorratung mit Impfstoffen sei derzeit noch ausreichend, hieß es von den Neumarkter Apothekern.
21.01.08

Thema: Schilddrüse

NEUMARKT. Das 5. Gesundheitsforum am Neumarkter Klinikum befasst sich am Dienstag um 18.30 Uhr mit dem Thema "Die Schilddrüse - Knoten, Kropf und Fehlfunktionen".

Die Schilddrüse ist eine wichtige Hormondrüse am Hals. Zu ihren Aufgaben zählt die Regulierung des Stoffwechsels und des Wachstums, heißt es in der Einladung. Schilddrüsenerkrankungen, wie Funktionsstörungen, Entzündungen oder die Knoten- und Kropfbildung gehören mit zu den häufigsten Erkrankungen in unserem Lande. Schilddrüsenfehlfunktionen können verantwortlich sein für Unfruchtbarkeit, kindliche Missbildungen, für Leistungs- und Lernschwäche im Schulalter, für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie Gemütszustand im Erwachsenenalter und für Herzprobleme und demenzähnliche Zustände im Alter.

Referenten sind Dr. Christine Kühn, Fachärztin für Nuklearmedizin, Dr. Albert Schreiber, niedergelassener Facharzt für Chirurgie, und Dr. Roland Mayer, Chefarzt der Klinik für Radiologie am Klinikum Neumarkt. Der interessierten Bevölkerung werden Ursachen, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten aber auch Vorbeugeempfehlungen an die Hand gegeben.

Beginn der Veranstaltung ist am Dienstag um 18.30 Uhr im neuen Konferenzraum des Klinikums. Er ist von der Eingangshalle aus ausgeschildert. Der Besuch des Gesundheitsforums ist kostenlos.
14.01.08
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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