Freie Liste Zukunft
Streit um FLitZ-Logo?
NEUMARKT. Der Streit zwischen Stadtrat Hans-Walter Kopp und seinen früheren Freunden von FLitZ geht weiter.
Kopp hatte vor einigen Tagen "menschlich tief enttäuscht" die Freie Liste Zukunft verlassen (wir berichteten).
In einer Erklärung am Samstag wies Kopp nun darauf hin, daß "die Urheberrechte des Logos der Freien Liste Zukunft" bei ihm lägen. "Die Freie Liste Zukunft ist nicht berechtigt, dieses ohne meine Zustimmung zu verwenden", heißt es in der Mitteilung weiter.
Ob er diese Zustimmung gibt, teilte Kopp nicht mit...22.12.07
Gloßner führt Liste an
NEUMARKT. Nach dem überraschenden Verzicht von Hans-Walter Kopp führt nun Johann Gloßner die FLitZ-Liste an.
Kopp hatte nach einem offenbar heftigen Streit das Handtuch geworfen und auf seinen Spitzenplatz in der FLitz-Liste verzichtet sowie seine Ämter im Vorstand des Vereins niedergelegt (
wir berichteten). In einem gespräch mit
neumarktonline deutete er an, daß er auch aus der Wählervereinigung ganz ausgetreten wäre, wenn dies nicht die Statuten verhindern hätten. Er sei "menschlich tief enttäuscht".
Der Rückzug Kopps machte eine neue Stadtratsliste notwendig, bei der es naturgemäß nur kleinere Änderungen gab. Ein bißchen peinlich für die Wählergemeinschaft, die bei jeder Gelegenheit die "Öffentlichkeit" von Beschlüssen und Diskussionen anmahnt: Die Vereinssatzung schrieb vor, daß über die neue Liste unter Ausschluß der Öffentlichkeit abgestimmt wird. "Gerade wir von FLitZ dürfen uns da keine Satzungsverstöße erlauben", meinte ein etwa zerknirschter Hans-Jürgen Madeisky.
Jetzt wird Johann Georg Gloßner, von Beruf Küchenmeister, Gastwirt und Schäfer, die "Liste 5 - FLitZ" anführen. Gloßner trat bei der Oberbürgermeisterwahl vor zwei Jahren als FLitZ-Kandidat an, obwohl er damals noch Grünen-Mitglied war und auch für die Grünen in den Stadtrat gewählt wurde. Kurze Zeit nach der Wahl verließ er die Partei und schloß sich auch als Stadtrat FLitZ an.
Auch Sieglinde Harres - als Grüne in den Stadtrat gewählt - hat inzwischen ihre Partei verlassen und will im März für FLitZ bei den Stadtratswahlen antreten.
Neu auf der FLitZ-Liste ist Jörg Erler, von Beruf Altenpfleger. Ansonsten bleibt die bisherige Reihung, teilte Madeisky am Samstag mit. Vorsitzender Ries vergaß nicht, Hans Walter Kopp "für sein langjähriges Engagement" zu danken und für die Zukunft "alles Gute" zu wünschen.
Bei der Wahl erhofft sich die Freie Liste Zukunft "vier Sitze". Nur so könne man mit der "dafür notwendigen Fraktionsstärke" weiter erfolgreich arbeiten.
Optimismus gibt es auch bei den eigenen Finanzen. 2008 werde nun schon zum dritten Mal der mit 1000 Euro dotierte "FLitZ-Bürgerpreis" verliehen, versicherte der Kassier Steffen Rogler. Gute Bewerbungen lägen bereits vor. Die Aktion: "Weihnachtsbraten für Bedürftige im Leb mit Laden der Diakonie" laufe bestens.
22.12.07
Braten gesichert
NEUMARKT. Stadträte und bedürftige Neumarkter sollten von FLitz zum Fest beglückt werden. Das Stadträte-Geschenk scheiterte.
Den Stadträten wollte die Freie Liste Zukunft einen Film des Bayerischen Fernsehens unter den Christbaum legen, der sich kritisch mit den Erfahrungen anderer Städte mit altstadtnahen Einkaufszentren auseinandersetzt. Dies scheiterte aber an den , so FLitZ, "immensen Kosten für das Copyright". 40 Euro pro Kopie hätte man bezahlen müssen.
Für knapp 300 bedürftige Neumarkter ist dagegen der von FLitZ versprochene Weihnachtsbraten gesichert. An Heiligabend werden die Bratenstücke vom Rind, Schwein oder Lamm, dazu Knödel oder Spätzle, an die Kunden im Leb-mit-Laden weitergereicht. FLitz dankte in diesem Zusammenhang den Metzgereien und anderen Spendern.
21.12.07
"Anträge noch offen"
NEUMARKT. An acht "noch offene FLitZ-Anträge" erinnert die Freie Liste Zukunft in einem Schreiben an den Oberbürgermeister.
Bei Einigen davon sei die Dreimonatsfrist, innerhalb der von Rechts wegen die schriftlichen Begehren auf die Tagesordnung des Stadtrats hätte gesetzt werden müssen, "längst überschritten", heißt es in einer FLitZ-Pressemitteilung. Einige Anträge stünden in engem Zusammenhang mit dem Haushalt und müßten daher noch vor der Verabschiedung des Etats behandelt werden.
Bei den Anträgen geht es um Forderungen wie den Umbau der Staufer Hauptstraße bis hin zu "brennenden Fragen zur Stadthalle".
20.12.07
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