Christlich Soziale Union
Zuschuß soll erhöht werden

Die CSU will die Zuschüsse für die Schwimmvereine erhöhen
Foto: Pixabay
NEUMARKT. Für die Neumarkter Schwimmvereine war die Eröffnung des Schloßbades ein Dämpfer: sie mußten seitdem für Übungseinheiten bezahlen.
Die schon damals umstrittene Entscheidung im Neumarkter Stadtrat ließ die CSU-Fraktion nicht ruhen: jetzt verlangt die Fraktion wenigstens den Zuschuß pro Übungseinheit zu erhöhen.
Daß die Schwimm-Vereine sauer waren und sind ist nachvollziehbar: schließlich mußten sie zuvor keinen Cent bezahlen und jeder Fußball- oder Turnverein im Landkreis bekommt von den Kommunen ganz selbstverständlich einen sauber gemähten Sportplatz oder eine Turnhalle zur Verfügung gestellt.
In ihrem aktuellen Antrag fordert die CSU-Stadtratsfraktion nun eine größere Unterstützung der Neumarkter Schwimmvereine seitens der Stadt: So soll der Förderbetrag für eine bislang 45minütige Übungseinheit im Schlossbad, deren Gesamtkosten sich auf 60 Euro belaufen, von 40 auf 45 Euro angehoben werden. Gleichzeitig wollen die Christsozialen die Dauer einer solchen Einheit auf 60 Minuten anheben – zugunsten der Vereine und der trainierenden Mitglieder.
Seit dem letzten Beschluss des Stadtrates, für die Neumarkter Wassersportvereine Nutzungsgebühren für das Schlossbad zu erheben, habe sich die finanzielle Situation der betroffenen Vereine massiv verschlechtert, sagte Fraktionsvorsitzender Marco Gmelch. Dies sei vor allem auf die Erhöhung der Beiträge zurückzuführen, die zur Deckung der Kosten notwendig geworden seien. „Die sich daraus ergebenden hohen Austrittszahlen der Mitglieder haben die Vereine weiter in finanzielle Schwierigkeiten gebracht“, sagte Bürgermeister Markus Ochsenkühn. Durch eine Erhöhung des städtischen Förderanteils an den Nutzungsgebühren von 40 auf 45 Euro wolle man diese negative Entwicklung „etwas abmildern“.
Sportreferent Roland Kuß sieht neben dem finanziellen auch einen organisatorischen Handlungsbedarf: Die Wege vom Eingang bis zum Schwimmbecken und wieder zurück seien im Schlossbad – trotz eines separaten Eingangs für die Mitglieder der Schwimmvereine – sehr lang, der daraus resultierende Zeitverlust dementsprechend hoch. So bleibe von den bisher reservierten 45 Minuten effektiv oftmals nur eine halbe Stunde Zeit für das Training.
Die notwendige Umstellung und die neue Einteilung der Trainingseinheiten sollten die Stadtwerke in Zusammenarbeit mit den betroffenen Wassersportvereinen durchführen – „vor allem zugunsten derjenigen Kinder und Jugendlichen, die gerade jetzt nach der Coronazeit einen großen Nachholbedarf bei der Schwimmförderung haben“, sagte Gmelch.
21.04.23
Neuer Vize gewählt

Die CSU-Kreistagsfraktion wählte ihre Vorstandschaft neu
Foto: Peter Hollweck
NEUMARKT. Zur Halbzeit der laufenden Legislaturperiode des Kreistagsgremiums wurde bei der CSU-Kreistagsfraktion die Vorstandschaft neu gewählt.
Vorsitzender der Fraktion bleibt der ehemalige Deininger Bürgermeister Alois Scherer. Sein Stellvertreter Ferdinand Ernst stellte aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung. Die 26 Fraktionsmitglieder wählten den Stadtverbandsvorsitzenden und Fraktionsvorsitzenden im Neumarkter Stadtrat Marco Gmelch zum neuen Stellvertreter.
Einstimmig wurde die Dietfurter Stadträtin Ilse Werner zur Geschäftsführerin gewählt. Als Beisitzer wurden die drei Bürgermeister Alexander Dorr aus Freystadt, Horst Kratzer aus Postbauer-Heng und Dr. Martin Hundsdorfer aus Mühlhausen sowie Peter Hollweck bestimmt.
Neben den Vorbereitungsarbeiten für die allmonatlich stattfindenden Fraktionssitzungen soll eine Rundfahrt und eine Klausurtagung für das zweite und dritte Quartal veranstaltet werden. Vor jeder Sitzung wird künftig ein Unternehmen oder eine Landkreiseinrichtung besichtigt.
19.04.23
Ochsenkühn tritt an

Bürgermeister Markus Ochsenkühn mit Gattin Carola und Stadtverbandsvorsitzendem Marco Gmelch inmitten von CSU-Prominenz
NEUMARKT. Bürgermeister Markus Ochsenkühn soll nach 18 Jahren für die CSU den Oberbürgermeister-Sessel im Neumarkter Rathaus zurückerobern.
Bei der Aufstellungsversammlung des Neumarkter CSU-Stadtverbandes wurde er am Sonntagabend mit 100 Prozent der Stimmen zum CSU-Kandidaten gewählt.
Er wird voraussichtlich gegen Amtsinhaber Thomas Thumann (UPW) antreten.
Was vor dem Super-Gau im Jahr 2005 für die jeweiligen CSU-Kandidaten praktisch eine „gemähte Wiese“ war entwickelte sich danach für sie eher regelmäßig zum Himmelfahrtskommando: 2005 verloren die Christsozialen erstmals seit Kriegsende völlig überraschend die OB-Wahl gegen den vergleichsweise unbekannten Thomas Thumann von der UPW. Thumann erzielte damals sensationelle 53,5 Prozent der Stimmen und mußte nicht einmal in die Stichwahl.
Und die Neumarkter waren offenbar zufrieden mit dem UPW-OB: Thumann baute seine Erfolge bei den Wiederwahlen in den Jahren 2011 und 2017 auf jeweils über 68 Prozent aus. Die durchaus honorigen Gegenkandidaten der CSU kamen bei den OB-Wahlen nur auf demütigende 32 Prozent (2005), 21,5 (2011) und 25,44 Prozent (2017).
Nun soll es für die CSU der amtierende ehrenamtliche Bürgermeister Markus Ochsenkühn richten. Er ist seit 2010 im Stadtrat, war von 2014 bis 2020 CSU-Fraktions-Chef und ist seit 2020 erster Vertreter des amtierenden Oberbürgermeisters. Dieser Amtsbonus mag dabei ein gewisser Vorteil sein, kann aber im Wahlkampf bei Angriffen auf die Stadt-Spitze natürlich auch zum Bumerang werden.
In seiner Bewerbungsrede bei der Aufstellungsversammlung des Neumarkter CSU-Stadtverbandes am Sonntagabend hielt sich der anschließend gewählte Kandidat staatsmännisch zurück - der Name des amtierenden Oberbürgermeisters fiel dabei kein einziges Mal.
Viele Kommunen würden Neumarkt um die Gestaltungsmöglichkeiten beneiden, sagte Ochenkühn. Dies sei auf eine jahrzehntelange Gemeinschaftsleistung von den Bürgern, der Wirtschaft und der Politik zurückzuführen. Neumarkt sei von den „Oberbürgermeistern seit dem zweiten Weltkrieg gut geführt“ worden.
Da aber politische Entscheidungen „keine One-Man-Show“ seien müsse in Zukunft die Kommunikation zwischen Stadt-Spitze, der Verwaltung und der Fraktionen und Parteien verbessert werden.
Ochsenkühn ging auch auf derzeit heftige umstrittene Themen wie die Diskussion um den Parkplatz für Wohnmobile ein - und vor allem den dafür vorgesehenen Standort am alten Bauhof.
Weitere Themen waren die Sanierung des Freibades, die Sanierung der Parkhäuser und der öffentliche Nahverkehr, der von noch mehr Bürgern genutzt werden sollte.
Auch die umstrittene Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung, die Themen Kindergärten und Schulen und das weite Feld „bezahlbarer Wohnraum in Neumarkt“ sprach Ochsenkühn an.
Die Energiewende werde „auch hier in Neumarkt“ nur gelingen, wenn man es schaffe, die Bürger mitzunehmen, sie bei der Planung von PV-Anlagen oder Windrädern frühzeitig zu informieren und einzubinden: „die Bürger müßten die Gelegenheit haben, sich an der Anlage zu beteiligen“.
Ochsenkühn kündigte einen fairen Wahlkampf an; auch hier müsse ein Maß an Respekt und Verständnis gelten: „Und ich habe vor jedem Kandidaten, der sich dieser Wahl stellt, Respekt“.
17.04.23
Übrigens: Sie können jetzt alle Themen aus
neumarktonline auch im
NEUMARKTER FORUM diskutieren