Kirchen
Konzert für Christuskirche
NEUMARKT. Unter dem Titel "Unter einem (neuen) Dach" musizieren am Sonntag um 17 Uhr alle Musikgruppen und Chöre der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Neumarkt bei einem Konzert zugunsten der dringend notwendigen Sanierung des Kirchturms der Christuskirche.
Das Flötenensemble "Flauto dolce", der Gospelchor, Kantorei und Kinderchor, Posaunenchor und Vokalensemble präsentieren ein interessantes und abwechslungsreiches Programm, das von alten Renaissancetänzen, über Barockmusik, Intraden und Gospels bis hin zu modernen Tänzen reicht.
Der Posaunenchor wird das Konzert eröffnen mit dem festlichen Bläserstück "See Nature, rejoicing" von Henry Purcell sowie einer Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart, den "Mozart-Erinnerungen" von Ulrich Knörr.
Das Flötenensemble "Flauto dolce" spielt unter Leitung von Waltraud Heidingsfelder verschiedene Tänze wie Syrinx oder Sambuca. Ein besonderer Ohrenschmaus wird das Spiel auf Gemshörnern sein.
Unter der Leitung von Klaus Rauchensteiner singt der Gospelchor, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert, u.a. "Deep river" und "Irish blessing".
Nachdem das Vokalensemble barocke Kompositionen über die Kunst der Musik dargeboten hat, wird die Kantorei Psalmvertonungen von Mendelssohn und Homilius singen.
Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, Spenden werden für die Kirchturmsanierung erbeten.
13.02.06
Wählen mit 14
NEUMARKT. Mit 14 Jahren an die Wahlurne - bei der Pfarrgemeinderatswahl dürfen schon Jugendliche abstimmen.
(pde) Noch bis 19. Februar werden Jugendliche, Frauen und Männer gesucht, die das Leben in ihrer Pfarrgemeinde aktiv mitgestalten wollen. Denn am 12. März wird in den rund 270 Pfarreien der Diözese Eichstätt der Pfarrgemeinderat neu gewählt. 360.000 Katholiken sind zur Wahl aufgerufen.
Die Aufgaben des Gremiums sind vielfältig: Soziale Projekte, Mitwirkung bei der Gottesdienstgestaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Betreuung der Kommunion- und Firmvorbereitung, Organisation von Veranstaltungen und Pfarrfesten, Erstellen des Pfarrbriefes. Doch die Arbeit im Pfarrgemeinderat kann noch sehr viel mehr bedeuten. „Es kommt darauf an, Gesamtverantwortung zu übernehmen“, erklärt Diözesanratsgeschäftsführer Richard Ulrich. „Es ist wichtig, nach den Herausforderungen der Zeit zu fragen.“
In der Diözese Eichstätt gibt es viele Beispiele für konkretes Engagement: In Gunzenhausen erfuhr der Pfarrgemeinderat, dass in der Gemeinde überdurchschnittlich viele Mitglieder am Rande des Existenzminimums leben. „Zusammen mit der evangelischen Pfarrei wurde eine Art Tafel eingerichtet.“ Dort können sich Bedürftige kostenlos mit Lebensmitteln eindecken. In Nürnberg werden in einer Gemeinde mit vielen Zuzügen Neuankömmlinge mit einem Hausbesuch willkommen geheißen. In Schwanstetten besuchen ehrenamtliche Helfer unter dem Motto „Projekt Zeitschenker“ Senioren im Altersheim. „Wir erzählen ihnen vom alltäglichen Geschehen in der Welt, lesen ihnen etwas vor, gehen mit ihnen spazieren, singen mit ihnen und sind einfach für sie da“, berichten die „Zeitschenker“. Über ein Dutzend Männer und Frauen machen mit. In Feucht wiederum hat sich der Pfarrgemeinderat Gedanken gemacht, wie man den Eingangsbereich der Kirche einladender gestalten könnte. Gleichzeitig wurde ein Meditationsraum eingerichtet, in dem kleinere Gruppen Gottesdienste feiern können.
Bei derartigen Aktionen ist es wichtig, dass die Mitglieder des Pfarrgemeinderats nicht nur selbst aktiv werden, sondern auch andere zur Mitarbeit motivieren. „Man sollte versuchen, den ehrenamtlichen Mitarbeiterkreis in der Pfarrgemeinde zu erweitern“, so ein Tipp des Diözesanratsgeschäftsführers. Dabei helfe es, wenn regelmäßig über die Arbeit berichtet wird – wenn Sitzungsprotokolle in den Schaukästen ausgehängt, Termine in der Tageszeitung bekannt gemacht werden. „Ein Klima der Öffentlichkeit muss da sein.“ So falle es auch leichter, neue Kandidaten zu gewinnen: „Dann wird deutlich, worauf man sich einlässt.“
Es sind vor allem die Frauen, die in dem Gremium aktiv sind: 55 Prozent macht ihr Anteil aus. Ulrich: „Der Trend ist, dass die Frauen auch zunehmend die Leitung übernehmen.“ Bisher liege der Frauenanteil bei den Vorsitzenden um die 30 Prozent – jedoch mit steigender Tendenz. Weitere Zahlen aus der Statistik: Neun Prozent der Räte sind 16 bis 24 Jahre alt, 33 Prozent 25 bis 40 Jahre, acht Prozent über 60. „Der Bereich unter 30 Jahren ist unterrepräsentiert“, bedauert Ulrich.
Der Diözesangeschäftsführer setzt zumindest auf eine höhere Wahlbeteiligung. „Ich hoffe, dass wir bei der Wahlbeteiligung über 30 Prozent kommen.“ Vor vier Jahren waren es 28 Prozent – und damit immerhin vier Prozent mehr als bei der vorherigen Wahl. Indiz für ein besseres Ergebnis im Jahr 2006 ist die hohe Zahl von Wahlbenachrichtigungskarten. Sie wurden von über 90 Prozent der Pfarreien angefordert und laden jeden Wahlberechtigten persönlich zu Wahl ein. „Das hat sicher den Effekt, dass die Wahlbeteiligung höher sein wird als vor vier Jahren“, hofft Ulrich.
Neu ist, dass die Pfarreien ihre Kandidaten im Internet präsentieren und bereits am Wahlabend die Ergebnisse von jedermann abgerufen werden können.
Übrigens: Kandidieren können Personen ab 16 Jahren, wählen Pfarrgemeindemitglieder ab 14 Jahren.
Link zum Thema:
www.bistum-eichstaett.de12.02.06
Beten für künftigen Bischof
NEUMARKT. Aus dem Raum Neumarkt stammende Missionare in Afrika und Südamerika beten für "den zukünftigen Bischof von Eichstätt".
(pde) Mit ihren Gebeten wollen sie ihre Verbundenheit mit der Heimatdiözese Eichstätt ausdrücken. „Ich bete täglich für den zukünftigen Bischof von Eichstätt“, schreibt Schwester Rufina Hollweck, die aus Pilsach stammt und in Südafrika tätig ist. „Dieses Amt zu vertreten ist keine leichte Aufgabe.“
In Afrika arbeiten neun Schwestern, elf Patres und Brüder aus der Diözese Eichstätt. Wie viele andere auch schreibt Schwester Rufina regelmäßig an das Referat Weltkirche, um ihre Sorgen zu schildern. In ihrem jüngsten Brief beklagt sie Diebstahl, Kriminalität und hohe Arbeitslosigkeit. Zu schaffen macht ihr auch das Wetter: „Unser Frühling ist anders als in der Vergangenheit. Man weiß nicht, was morgen kommt. Heute sollten wir 26 Grad Wärme haben, aber es ist den ganzen Tag kühl und regnerisch.“
Schwester Gerlinde Ott, ebenfalls in Südafrika im Einsatz, schreibt: „Wir hoffen und beten, dass Eichstätt bald wieder einen guten Bischof bekommt. Sicher trauert die Diözese noch Bischof Mixa nach. Nach all den Erlebnissen des Jahres 2005 fragt man sich: Was wird das neue Jahr mit sich bringen?“ Schwester Gerlinde ist in Reichenholz (bei Berg) geboren.
Schwester Edelinde Ehbauer stammt aus Gaishof (Landkreis Amberg-Sulzbach) und ist jetzt in Tansania tätig. Sie bedankt sich in ihrem Schreiben für ein Geldgeschenk, das ihre Arbeit unterstützt. „Meine Gegengabe verspreche ich durch mein Gebet – für die ganze Diözese Eichstätt und vor allem die Bitte um einen guten Hirten auf dem Bischofsstuhl.“
Schwester Frieda Bogner arbeitet in Brasilien. „Im Jahr 2005 hat sich viel getan in der Diözese und in der Welt. Auf der einen Seite viel Gutes, auf der anderen aber bitteres Leid, Tränen und Verzweiflung. Möge doch 2006, so Gott will, leichter werden.“ Schwester Frieda Bogner stammt aus Berching und ist der Heimatdiözese bis heute eng verbunden. „Nun hoffen und beten wir, dass Eichstätt bald wieder einen Bischof bekommt.“
In Lateinamerika sind zwölf Schwestern, zwölf Patres und Brüder aus der Diözese Eichstätt in Einsatz. Adolf Bittschi arbeitet in Bolivien, er schreibt an das Referat Weltkirche: „Nachdem ich seit April 2004, also fast zwei Jahre lang, gelegentlich für einen guten Bischof in der Nachbardiözese Tarija gebetet habe – vor zwei Wochen kam die Ernennung – bin ich noch in Übung.“ Das Gebet des aus Eichstätt stammenden Priesters lautet: „Lieber Gott, schenke uns einen guten Hirten ganz nach dem Vorbild des Guten Hirten, der uns das Herz des Vaters gezeigt hat.“
09.02.06
Weniger Kirchenaustritte
NEUMARKT. 1.202 Menschen im Bistum Eichstätt traten im letzten Jahr aus der katholischen Kirche aus.
Damit ist die Zahl nach Angaben der Diözese erneut zurückgegangen: 2004 waren es noch 1.369 und 2003 sogar 2.001 Austritte. Die Zahl der Wiedereintritte war dagegen noch nie so hoch wie im vergangenen Jahr: 116 Personen, die in früheren Jahren die Kirche verlassen hatten, ließen sich 2005 wieder aufnehmen.
Zugleich gab es im Bereich des Bistums auch 69 Übertritte in die katholische Kirche. Zur Diözese Eichstätt gehören rund 435.000 Katholiken.
08.02.06
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