Gesundheit
Einstimmiger Beschluß

Dr. Harald Hennig ist neuer Ärztlicher Direktor des Klinikums und Nachfolger von Dr. Ute Meister
Foto: Oliver Schwindl
NEUMARKT. Der Chefarzt des Notfallzentrum Dr. Harald Hennig wurde vom Verwaltungsrat einstimmig zum Ärztlichen Direktor am Neumarkter Klinikum bestimmt.
Sein Stellvertreter wird der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie, Dr. Michael Janka. Das Gremium entsprach damit einem Votum der Chefärzte.
Dr. Hennig ist damit Nachfolger der Chefärztin der Gefäßchirurgie, Dr. Ute Meister, die dieses Amt seit Januar 2023 innehatte. Landrat Willibald Gailler dankte Dr. Meister für ihren engagierten Einsatz. Sie habe sich in dieser Position große Verdienste erworben.
Die Geschäftsordnung des Kommunalunternehmens sieht einen turnusmäßigen Wechsel der Ärztlichen Direktion nach zwei Jahren vor. Der Ärztlichen Direktion obliegen insbesondere die Bearbeitung und Wahrnehmung ärztlicher und medizinischer Grundsatzfragen. In dieser Funktion ist die Ärztliche Direktion mit dem Vorstand und dem Pflegedirektor Mitglied der Leitungskommission, die den Verwaltungsrat bei wichtigen und strategischen Entscheidungen unterstützt.
10.01.25
Auch heuer Blutspenden

Auch im neuen Jahr werden im Landkreis Neumarkt Blutkonserven gebraucht
Foto: BRK
NEUMARKT. Auch im neuen Jahr werden Blutspenden gebraucht. Schon am zweiten Tag des neuen Jahres ist der erste Termin im Landkreis.
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird der Druck auf eine konstante Versorgung mit überlebenswichtigen Blutkonserven auch im kommenden Jahr voraussichtlich weiter steigen, sagte BRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann.
Im Landkreis Neumarkt hat man die Möglichkeit, sich als Blutspender zwischen 18 und 45 Jahren bei allen Terminen des Blutspendedienstes als Stammzellspender registrieren zu lassen. Eine entsprechende Reservierung im Vorfeld ist erforderlich.
Die Termine im Landkreis Neumarkt im Januar:
- Donnerstag, 2.Januar: Velburg, Grundschule, 17 bis 20.30 Uhr
- Montag, 13.Januar: Neumarkt, Kleine Jurahalle, 14 bis 20 Uhr
- Mittwoch, 15.Januar: Seubersdorf, Mittelschule, 17 bis 20.30 Uhr
- Montag, 27.Januar: Berching, Volksschule, 16.15 bis 20.30 Uhr
- Donnerstag, 30.Januar: Deining, Volksschule, 17 bis 20.30 Uhr
02.01.25
„Hasenpest“ entdeckt

Auffällige Hasen sollten gemeldet werden
Symbolfoto: Pixabay
NEUMARKT. Bei Berching wurde bei einem auffälligen Feldhasen die seltene „Hasenpest“ nachgewiesen, die auch für den Menschen gefährlich werden kann.
Es handelt sich dabei um eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die auf andere Tiere und auch den Menschen übertragen weren kann. In seltenen Fällen kann die Krankheit für Menschen sogar lebensgefährlich sein.
Anfang Dezember wurde bei einem Feldhasen im Bereich Berching die Infektionskrankheit mit dem medizinischen Namen „Tularämie“ nachgewiesen. Der Hase hatte einen taumelnden Gang und ist kurz nach dem Fund gestorben.
Die Hasenpest ist eine seltene Zoonose, die durch das Bakterium
Francisella tularensis hervorgerufen wird. Die Erkrankung kann wildlebende Hasenartige und Nagetiere betreffen und ist auf Wild- und Haustiere sowie Menschen übertragbar. Der Mensch ist für den Erreger sehr empfänglich und eine Infektion mit dem Bakterium kann in seltenen Fällen sogar lebensbedrohlich verlaufen.
Die meisten Infektionen beim Menschen sind auf den Kontakt mit infizierten Feldhasen zurückzuführen, dabei sind nur wenige Keime notwendig. Eine Übertragung kann durch Haut- und Schleimhautkontakt mit infektiösem Tiermaterial, durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminiertem Fleisch oder Wasser stattfinden, selten durch Stiche von infizierten blutsaugenden Insekten oder Zecken, kontaminierte Stäube und Aerosole.
Übertragungen von Mensch zu Mensch sind nicht bekannt.
Kranke Hasen sind meist apathisch, verlieren Scheu und Fluchtdrang, haben Fieber und eine hohe Atemfrequenz. Innerhalb weniger Tage verenden die meisten Tiere. Bei chronischem Verlauf findet man Abmagerung, Milz- und Leberabszesse vor.
Die Gefahr für Jagdhunde ist gering, aber eine Infektion ist möglich. Infizierte Hunde zeigen Appetitlosigkeit, Fieber und eine Schwellung der Lymphknoten.
Die Inkubationszeit beim Menschen beträgt meist drei bis fünf Tage. Erkrankte zeigen Allgemeinsymptome wie plötzliches hohes Fieber, Unwohlsein, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen.
Wird der Erreger eingeatmet, kann es zu einer Lungenentzündung mit trockenem Husten kommen.
Von Januar bis Oktober wurden in Bayern bei Feldhasen 28 Fälle von Hasenpest, bei Menschen 20 Fälle nachgewiesen. Bereits im Mai, Juni und September 2024 wurden im Landkreis Nürnberger Land insgesamt fünf Fälle von Tularämie gemeldet. Der jetzige Nachweis von Hasenpest im Umfeld von Berching war seit längerer Zeit der erste Fall im Landkreis Neumarkt.
Tote Tiere, insbesondere Hasen, sollten auf keinen Fall berührt werden. Wer ein totes Tier findet, sollte stets den jeweiligen Jagdrevierbesitzer oder die Polizei informieren. Bei auffälligen Tieren sollte man das Veterinäramt informieren.
Das Veterinäramt empfahl Jägern, die Feldhasen oder Wildkaninchen erlegen, das Tragen von Mundschutz und Einmalhandschuhen sowie die gründliche Reinigung und Desinfektion der Hände nach der Arbeit.
29.12.24
Übrigens: Sie können jetzt alle Themen aus
neumarktonline auch im
NEUMARKTER FORUM diskutieren