Gesundheit

"Heilkräfte der Natur"


Die Trocknungsanlage der Bionorica AG.
Foto:obs/ Bionorica AG
NEUMARKT. Die Neumarkter Bionorica verzeichnete 2005 das erfolgreichste Jahr ihrer Firmengeschichte.

Trotz der seit 2004 gesetzlich geltenden Selbstzahlung für apothekenpflichtige Naturarzneien stiegen bei dem im Absatz national führenden Hersteller aus Neumarkt die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 27,7 Prozent auf insgesamt 79,1 Millionen Euro.

Die vor allem durch das Atemwegs-Präparat "Sinupret" bekannte Bionorica AG vertreibt insgesamt 14 pflanzliche Arzneien über fast alle bundesdeutschen Apotheken. Im letzten Jahr steigerte der Hersteller, der erneut 15 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investierte, seinen Marktanteil im sogenannten Phytomarkt in Deutschland auf 7 Prozent (Vorjahr 6,5 Prozent). In den Produktgruppen finden sich Medikamente im Bereich Atemwegserkrankungen, Gynäkologika, Schmerzen, Durchblutung und das Medikament Tonsilgon für die Stärkung des Immunsystems.

Prof. Dr. Michael Popp, Vorstand Bionorica AG: " Es findet ein Umdenken statt, trotz fehlender Erstattung der Krankenkassen". Die intensive Forschung in der "Schatzkammer der Natur" lohne sich. Immer mehr Patienten, Ärzte und Apotheker vertrauten den Heilkräften der Natur, und damit Medikamenten, die "im Gegensatz zu chemisch-synthetischen Arzneien nebenwirkungsarm sind".

Bionorica hat sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren international zu expandieren. Vor allem im osteuropäischen Pharma-Markt, speziell in Russland, plant der oberpfälzische Arzneimittelhersteller weiteres Wachstum. Derzeit beliefert das deutsche Unternehmen rund 70 Prozent der russischen Apotheken mit sechs Präparaten. Außerordentliche Umsatzsteigerungen erzielten im letzten Jahr auch hier Erkältungsprodukte, wie Sinupret, und gynäkologische Arzneien gegen Wechseljahresbeschwerden, wie Klimadynon.

Mit gezielten Kampagnen im In- und Ausland will Bionorica weiterhin Ärzte, Apotheker und Patienten für Heilpflanzen-Präparate sensibilisieren. Für die in 2006 und den Folgejahren erwarteten Absatzsteigerungen will das Unternehmen seine Mitarbeiterzahl deutlich aufstocken. Derzeit beschäftigt Bionorica 550 Mitarbeiter.
20.02.06

Zahngold rettet Leben

NEUMARKT. Zahnärzte aus dem Landkreis Neumarkt haben Zahngold gesammelt und dafür dem BRK Frühdefibrillatoren spendiert.

Die Überlebenschance von Notfallpatienten mit Herzstillstand zu erhöhen, das haben sich die Zahnärzte in der Oberpfalz zum Ziel gesetzt. Daher hatten die Zähnärzte über ein Jahr hinweg Zahngold von Patienten gesammelt. Das Bayerische Rote Kreuz durfte sich nach dieser Sammelaktion über eine Spende von 70.000 Euro für die Anschaffung von Frühdefibrillatoren freuen. Diese Geldspende wurde bereits Ende 2005 an den BRK Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz übergeben.

Von diesem Geld konnte der ostbayerische Bezirksverband Frühdefibrillatoren anschaffen, die nun an die entsprechenden Kreisverbände mit ihren "Helfern vor Ort" und ihren "Schnelleinsatzgruppen" (SEG) überreicht werden. Für den BRK-Kreisverband Neumarkt bedankte sich das Rote Kreuz stellvertretend beim Freien Obmann der Zahnärzte Neumarkt, Dr. Michael Hollunder.

Die offizielle Übergabe der sechs Frühdefibrillatoren an den BRK-Kreisverband Neumarkt erfolgt durch den Obmann der Zahnärzte, Dr. med. dent. Michael Hollunder im Beisein von BRK-Bezirksgeschäftsführer Gerold Neumaier, BRK-Chefarzt Dr. Heinz Sperber, BRK-Kreisbereitschaftsleiter Uwe Suchomel und BRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann am Mittwochabend.

Der Defibrillator ist dazu gedacht, bei Herzstillstandsfällen von den zuerst am Notfallort eintreffenden Helfern angewendet zu werden. Statistisch gesehen stirbt in Deutschland alle fünf Minuten ein Mensch am "plötzlichen Herztod". Je früher die Defibrillation erfolgt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit des Überlebens ohne bleibende körperliche Schäden.

Bei einem Herzinfarkt oder Herzkrankheiten wird im Notfall also schnelle Hilfe gebraucht. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen spricht man von mehr als 75 Prozent der Betroffenen, die mit Hilfe eines "Notfall-Defibrillators" innerhalb der ersten Minuten schadensfrei gerettet werden können.

Im ländlichen Gebiet vergeht mehr Zeit als in der Stadt bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bzw. des Notarztes. In Randgebieten kann sich die Zeitspanne ausdehnen, die sich bei schlechten Witterungsverhältnissen (z.B. Eis- und Schneeglätte) nochmals verlängert.

Andererseits ist die erfolgreiche Primärversorgung von Notfallpatienten auch von kurzen Einsatzzeiten abhängig. Aufgrund der Erkenntnis, dass eine deutliche Verkürzung des therapiefreien Intervalls nur möglich ist, wenn gut ausgebildete Ersthelfer mit entsprechender Ausrüstung, die direkt vor Ort sind, mit den Sofortmaßnahmen beginnen und diese bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes weiterführen, haben die BRK-Bereitschaften mit dem Aufbau der Einrichtung "Helfer vor Ort" begonnen und werden diese überall dort, wo es notwendig und sinnvoll ist in ganz Bayern einrichten, vor allem dort wo die nächste Rettungswache mindestens acht Minuten Anfahrtszeit hat.

Der Helfer vor Ort leistet qualifizierte Erste Hilfe, erkundet die Lage, gibt eine qualifizierte Meldung an die Rettungsleitstelle und weist Rettungsmittel ein. Helfer vor Ort sind entsprechend für diesen Einsatz ausgebildete, im Rettungsdienst erfahrene Mitglieder der BRK-Bereitschaften, die bei Notfällen von der Rettungsleitstelle zusätzlich zu dem entsprechenden Rettungsmittel gerufen werden, um die Primärversorgung "vor Ort" durchzuführen.
16.02.06

Tolle Tage ohne Kater

NEUMARKT. In der Faschingszeit fließt der Alkohol reichlich. Die Neumarkter Apotheken geben Tipps, wie man´s gut übersteht.

Damit der Kater am nächsten Morgen nicht ganz so schlimm wird, sollte man vor der Feier fettreich essen, beispielsweise eine Bratwurst. Dies verzögert die Aufnahme des Alkohols, man wird langsamer betrunken. Aber auch Kohlenhydrate dürfen nicht fehlen, etwa in Form eines Brötchens, denn durch den Alkohol sinkt der Blutzuckerspiegel.

Außerdem sollte man bei einer Alkoholsorte bleiben und zwischendurch viel Wasser trinken, empfiehlt der Sprecher der Apotheken im Landkreis Neumarkt, Michael Popp. Das beugt einer Austrocknung vor. Der Alkohol wirkt entwässernd, es werden zu viel Flüssigkeit und Mineralstoffe ausgeschieden. Der Körper holt sich das notwendige Wasser auch aus dem Gehirn - wodurch wiederum Kopfschmerzen entstehen. Außerdem enthalten alkoholische Getränke neben dem Trinkalkohol auch Begleitstoffe, die in giftige Substanzen abgebaut werden. Diese werden vom Körper von allein entsorgt, aber das dauert eben seine Zeit.

Am Morgen danach braucht der Körper Salz - beispielsweise in Form von Rollmops und Gurken. Zusätzlich viel trinken, am besten Apfelschorle oder Kräutertee. Auch ein Espresso mit einem Schuss Zitronensaft kann gegen die Kopfschmerzen helfen, oder man nimmt ein leichtes Schmerzmittel ein.

Wer auf synthetische Wirkstoffe verzichten will, bekommt in der Apotheke verdünntes Pfefferminzöl, das auf die Stirn aufgetragen wird.

Das Wort Kater soll übrigens vom griechischen Wort "Katarrh" abstammen, der medizinischen Bezeichnung für Schleimhautentzündungen. Aber mit einer Entzündung hat er nichts zu tun, nur mit zu viel Alkohol.
15.02.06
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ISSN 1614-2853
15. Jahrgang
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