Gesundheit
"TÜV-geprüftes" Krankenhaus
NEUMARKT. Das Kreiskrankenhaus Parsberg ist seit Mittwoch "zertifiziert", also quasi TÜV-geprüft.
Die öffentliche Zertifikatsüberreichung für das Kreiskrankenhaus Parsberg durch den
TÜV Süd bildet den vorläufigen Abschluss eines aufwändigen Verfahrens zur Anerkennung der Etablierung eines Qualitätsmanagementsystems.
Vorstand Peter Weymayr und Chefarzt Dr. Rainer Munzinger betonten am Mittwoch, dieser Schritt stelle einen wichtigen Schritt für die qualitätsvolle Behandlung der Patienten im Kreiskrankenhaus Parsberg dar.
Das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 sorgt für eine permanente Überwachung aller klinikrelevanten Abläufe. Damit können Schwachstellen frühzeitig entdeckt und zielgerichtet behoben werden. Dieses wichtige Instrument zur Qualitätssicherung in Diagnostik und Therapie sowie den patientenfernen Organisationsabläufen soll dazu beitragen, eine hohe medizinische, pflegerische und allgemeine Zufriedenheit des Patienten zu erreichen und letztlich zu einer höheren Behandlungsqualität führen, hieß es.
Zur Vorbereitung der Zertifizierung mussten über mehrere Monate zahlreiche Prozessabläufe dokumentiert und bewertet werden. Als Folge davon wurden Leitlinien, Standards und Prozessbeschreibungen entwickelt. Der
TÜV Süd überprüfte schließlich in einem Audit im Mai die Ergebnisse und attestierte mit der Zertifizierung die Einhaltung der weltweit genormten Richtlinien des Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2000.
Mit dem Zertifikat ist der Prozess jedoch nicht abgeschlossen. Jedes zertifizierte System muss sich in regelmäßigen Abständen einer erneuten Überprüfung unterziehen, um das Zertifikat behalten zu dürfen.
Die Einführung des Qualitätsmanagementsystems in Parsberg führt die im vergangenen Jahr begonnene Zertifizierung der beiden Kliniken des Landkreises Neumarkt fort. Bis 2008 sollen alle wesentlichen Bereiche der Häuser in Neumarkt und Parsberg nach DIN ISO EN 9001 zertifiziert sein. Dies stelle einen Eckpfeiler für die medizinische und wirtschaftliche Sicherung der Zukunftsfähigkeit beider Krankenhäuser dar, hieß es.
25.07.07
Gesund durch Bewegung
NEUMARKT. Am Freitag findet der zweite "Mitarbeitertag" der
Neumarkter Lammsbräu statt. Unter dem Motto "Gesundheit und Mobilität" sind nicht nur alle Mitarbeiter der Öko-Brauerei eingeladen, sondern auch deren Angehörige.
In der Zeit von 9.30 bis 14.30 Uhr steht der gesamte Brauereihof ganz im Zeichen der Gesundheit. Auch die Kunden des Abholmarktes der Lammsbräu sind eingeladen, das breite Informations- und Serviceangebot zu nutzen.
Von der Anleitung zum richtigen
Nordic Walken über einen Mini-Tanzkurs bis hin zu einem Fahrrad-Check durch einen Fachmann - alle zehn Aussteller befassen sich mit dem Zusammenhang von Bewegung und Gesundheit. Ungewöhnlich ist der Infostand über die breiten Anwendungsmöglichkeiten von EM (Effektive Mikroorganismen).
Abgerundet wird das Programm durch eine "Wasserbar" des Klosters St. Josef und die Ausstellung "Essen für den Klimaschutz". Sie informiert, wie leicht jeder Verbraucher durch die bewusste Entscheidung für Bio-Lebensmittel einen messbaren Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstoßes leisten könne. Mitarbeiter und Besucher können bei Bio-Crêpes und Bio-Getränken gleich damit anfangen.
Nach der positiven Resonanz vom ersten Mitarbeitertag im vergangenen Jahr erwartet Brauerei-Chef Dr. Franz Ehrnsperger auch heuer wieder zahlreichen Zuspruch der Mitarbeiter und ihrer Familien.
18.07.07
Neue Schmerz-Klinik

Klinikum-Vorstand Peter Weymayr und Dr. Rüdiger Schmiedl
stellten die neue Tagesklinik für Schmerztherapie vor.
Foto:Susanne Weigl
NEUMARKT. Das Klinikum Neumarkt bietet mit einer Tagesklinik für Schmerztherapie eine weitere medizinische Fachrichtung an.
Die Tagesklinik unter der ärztlichen Leitung von Dr. Rüdiger Schmiedl bietet Hilfe für chronisch Schmerzkranke an, für die eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreicht.
Im Gegensatz zum akuten Schmerz, der eine biologische sinnvolle Warnfunktion ausübt, überdauert der chronische Schmerz eine Grundkrankheit um Monate oder Jahre. Die Betroffenen leiden darunter mit Depressionen, eingeschränkter Erlebnis- und Arbeitsfähigkeit sowie sozialer Verarmung, so Dr. Rüdiger Schmiedl bei einem Pressegespräch am Donnerstag.
Er bezeichnet das Programm in der Tagesklinik als geeignet für Patienten, die an chronischen Rückenschmerzen, chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates, Ganzkörperschmerzen, Nervenschmerzen, chronischen Kopf- und Gesichtsschmerzen leiden und in Beruf und Alltag dadurch stark eingeschränkt sind. Ziel ist es, die Schmerzauslöser zu erkennen und dem Schmerzkranken Techniken zur Schmerzlinderung zu vermitteln. Hierdurch wird der Schmerz besser bewältigt oder vermindert, die Schmerzmedikation kann verringert werden. Als Folge wird der vom chronischen Schmerz Gepeinigte verloren gegangene Fähigkeiten und Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit wiedererlangen. Seine individuelle Lebensqualität steigt wieder an, sagte Schmiedl.
Die ersten Patienten werden in der nächsten Woche behandelt. Dabei durchlaufen sie ein vierwöchiges, breit angelegtes Behandlungsprogramm, an deren Ende die zum Teil verloren gegangene Alltagstauglichkeit wieder erlangt werden soll. Tagsüber befinden sich die Patienten in der Klinik, nachts und an Wochenenden sind sie zuhause. Dadurch behalten sie ihre gewohnte Umgebung weiter, was sich positiv auf den Behandlungserfolg auswirkt. In dem Konzept finden sich Bausteine wie körperliche Aktivierung, Physio- und Psychotherapie, Arbeitsplatztraining, Entspannungsübungen oder Biofeedbackverfahren.
Das Behandlungsteam besteht aus Ärzten, Psychologinnen, Physiotherapeutinnen, einer Ergotherapeutin, Krankenschwestern und Arzthelferinnen.
Dr. Rüdiger Schmiedl, der seit über 25 Jahren am Neumarkter Klinikum als Oberarzt in der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin tätig war, hatte eine mehrjährige Weiterbildung in Regensburg mit der Zusatzbezeichnung "Spezielle Schmerztherapie" abgeschlossen. Vor zwei Jahren eröffnete er am Klinikum die Schmerzambulanz für die ambulante Behandlung von Schmerzkranken. Die Etablierung der Tagesklinik sorge nun für eine nachhaltige Fortentwicklung der Patientenversorgung auf dem Gebiet der Schmerztherapie, hieß es am Donnerstag.
Seinen Dank für die neue Einrichtung sagte Klinikum-Vorstand Peter Weymayr dem Bayerischen Sozialministerium und den Krankenkassen, die dem Antrag des Klinikums auf Etablierung einer Schmerztagesklinik entsprochen haben. Die medizinische Spektrumserweiterung des Klinikums Neumarkt sei hierbei unabdingbare Voraussetzung für die Sicherung der Wirtschaftlichkeit für die Zukunft, sagte Weymayr.
12.07.07
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