Gesundheit
Der Grippe keine Chance

Landrat Albert Löhner eröffnet die Grippeschutz-Impfkampagne.
Medizinaldirektor Dr. Heinz Sperber verabreicht schonend das
"Spritzlein".
Foto: Erich Zwick
NEUMARKT. Über diesen alten Witz kann Medizinaldirektor Dr. Heinz Sperber nicht mehr lachen: Eine Grippe ohne vorheriger Impfung dauert 14 Tage; mit Impfung zwei Wochen.
Das mit den zwei Wochen stimmt freilich nicht, weil gerade der kleine Pieks in den Oberarm ausreichend Abwehrstoffe gegen die Krankheitserreger bilden lässt, damit eine Influenza gar nicht erst aufkommen kann.
Landrat Albert Löhner ging am Montag mit gutem Beispiel voran. Er ließ sich vom Leiter seines Gesundheitsamtes, Dr. Heinz Sperber, die segensreiche Spritze verabreichen, wobei es sich eher um ein "Spritzlein" handelt und die ganze Prozedur nicht einmal mit der eines Schnakenstiches vergleichbar ist.
Der Impfstoff - noch ist er in ausreichender Menge vorhanden, und für alle Versicherten wird er kostenlos verabreicht - bewirkt, dass die Virusgrippe (Influenza) nicht auftritt. Bei ihr handelt es sich um eine schwere Infektionskrankheit, die sich bekanntermaßen durch plötzliches Auftreten und hohem Fieber auszeichnet. Dadurch, dass lebenswichtige Organe in Mitleidenschaft gezogen werden, kann es zu Todesfällen kommen. Dr. Sperber bezifferte die Zahl der Menschen, die jährlich an einer Virusgrippe versterben, auf 10.000.
Gefährdet sind insbesonders ältere Menschen sowie Personen, die an chronischen Erkrankungen leiden. Da die Viren sehr leicht übertragen werden können, sollten sich alle, die viel Kontakt mit anderen haben (Publikumsverkehr) vorsorglich impfen und einer Grippewelle keine Chance lassen.
Gerade jetzt ist die ideale Zeit für diese vorbeugende und segensreiche Maßnahme, hieß es.
Erich Zwick
01.10.07
Beschwerden über Ratten

Die Wanderratte
Foto:Wikipedia
NEUMARKT. Rattenplage im Landkreis Neumarkt ? In den letzten Tagen wurde das Gesundheitsamt mit zahlreichen Anfragen und Beschwerden konfrontiert. Im Herbst, mit Beginn der kalten Jahreszeit, ziehen sich die Nager wieder in die Siedlungsbereiche der Menschen zurück.
Das Rattenproblem ist auch in Neumarkt alt, erklärte der Chef des Neumarkter Gesundheitsamtes, Medizinaldirektor Dr. med. Heinz Sperber. Die nachtaktiven Nager profitieren dabei von unserer Wegwerfgesellschaft und ihrem großen Nahrungsangebot. Die Ratten holen sich ihr Fressen überwiegend aus den Abwässern, Müllsammelstellen und Kompostanlagen. Gleichzeit nehmen Sie damit Erreger auf und können so zum Überträger von Infektionskrankheiten werden.
Eine komplette Ausrottung der ungeliebten Nager ist aufgrund der enormen Fruchtbarkeit (Wanderratte: ein bis drei Mal pro Jahr bis zu 20 Junge, Hausratte: ein bis drei Mal pro Jahr bis zu zehn Junge) nicht möglich. Ihr Bestand könne aber durch nachhaltige Bekämpfung und Reduzierung des Nahrungsangebotes in Grenzen gehalten oder dezimiert werden.
Um einem Rattenbefall auf eigenem Grundstück vorzubeugen, sollte man keine "Freßquellen" bieten und folgende Grundregeln beachten:
- keine organischen Abfälle oder Essensreste über die Toilette entsorgen
- Eigenkompostierung nur mit Garten- und Küchenabfällen pflanzlicher Herkunft (Infos zur Eigenkompostierung gibt es beim Team der Abfallwirtschaft im Landratsamt, Telefon 09181/470209 oder 470211)
- Abfälle nur in die dafür vorgesehenen Behältnisse werfen, fest verschließen und das Umfeld sauber halten
- Abfallbehältnisse wie "gelber Sack" oder "Biosack" erst am Tag der Abholung bereitstellen
- wildlebende Tiere nicht füttern; von den nicht aufgenommenen Krümeln und Resten profitieren die Ratten
- Rohrleitungen in Ordnung halten. Es sind Fälle bekannt in denen sich Ratten durch schadhafte Rohrleitungen nach oben gegraben haben oder durch einen verkrusteten Abfluss und weiter durch das WC bis in die Wohnung gelangt sind.
Sobald Rattenbefall auf ein Grundstück festgestellt wurde, sollen Maßnahmen zur Beseitigung schon im eigenen Interesse eingeleitet werden, hieß es vom Gesundheitsamt.
Rattenbekämpfungsmaßnahmen auf privaten Grund sind keine gemeindliche oder städtische Aufgabe, sondern Privatangelegenheit. Für professionelle Hilfe stellt das Gesundheitsamt gerne Adressen von Schädlingsbekämpfungsfirmen zur Verfügung (Telefon 09181/470517 oder 470521).
Werden Ratten auf öffentlichen Plätzen oder Anlagen sowie im öffentlichen Kanalnetz wahrgenommen, soll man die entsprechende Stadt- oder Gemeindeverwaltung informieren.
Bei "Gefahr im Verzuge" kann das Gesundheitsamt übrigens erforderliche Maßnahmen zur Bekämpfung anordnen. Die Bekämpfung umfasst Maßnahmen gegen das Auftreten, die Vermehrung und Verbreitung sowie zur Vernichtung von Gesundheitsschädlingen. Die Kosten einer behördlich angeordneten Bekämpfung sind dann vom Eigentümer oder vom Nutzungsberechtigten zu tragen.
24.09.07
Zahnbürstl tauschen
NEUMARKT. Zum "Tag der Zahngesundheit" am Dienstag tauscht die Neumarkter AOK alte Zahnbürsten gegen neue um.
In den Geschäftsstellen in Neumarkt, Mariahilftstraße 39 und Parsberg, Rotkreuzstraße 3 können Kinder, Jugendliche und deren Eltern in der Zeit von 8 bis 16.30 Uhr ihre alte gegen eine neue Zahnbürste umtauschen. Bei einem Gewinnspiel mit Fragen zur Zahngesundheit winken attraktive Preise. Außerdem gibt es - solange der Vorrat reicht - zahngesunde Kaugummis.
Der Tag steht unter dem Motto "Gesund beginnt im Mund - auch unsere Zähne leben länger". Die Aussage versteht sich als deutlicher Hinweis auf die zunehmende Lebenserwartung der Bevölkerung. Demnach sollten Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch regelmäßige Zahnpflege und Zahnarztuntersuchungen dazu beitragen, dass ihre Zähne länger gesund bleiben und bis ins hohe Alter ihren Dienst tun können.
Eltern sollten mit ihren Kindern die halbjährlich vorgesehenen zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen unbedingt in Anspruch nehmen. Kinder und Jugendliche sind von der Praxisgebühr befreit.
23.09.07
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