Europaabgeordneter Albert Deß
Deß wiedergewählt
NEUMARKT. MdEP Albert Deß wurde einstimmig als Vorsitzender der EVP-Arbeitsgruppe Landwirtschaft und ländliche Entwicklung wiedergewählt.
Die Arbeitsgruppe würdige damit seine Arbeit, hieß es am Donnerstag. Deß wertete das Vertrauen als "ein Zeichen, dass die Arbeit der vergangenen fünf Jahren fortgesetzt werden kann. Mit der Agrarreform haben wir durch unsere politische Arbeit viel für die Landwirte erreichen können. Hier werden wir weiterarbeiten und versuchen, die noch strittigen Punkte zugunsten unserer bäuerlichen Landwirtschaft zu verändern".
Die Agrarreform müsse unbürokratisch umgesetzt werden, damit die Landwirtschaft in der EU wettbewerbsfähig und nachhaltig bleibe. Hier sieht Albert Deß einen Schwerpunkt seiner Arbeit als Vorsitzender und damit agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion.
03.07.14
"Höchste Priorität"
NEUMARKT. "Die neue Agrarreform muss unbürokratisch umgesetzt werden, damit die Landwirtschaft in der EU wettbewerbsfähig und nachhaltig bleibt. Die landwirtschaftlichen Direktzahlungen sind zur Sicherung der Arbeitsplätze und Weiterentwicklung der ländlichen Räume in der EU unverzichtbar", so formuliert Albert Deß als agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion seine Prioritäten.
Mit der Annahme der Gesetzesvorschriften zur Ausgestaltung der Agrarreform hat der Agrarausschuss im Europaparlament den Weg freigemacht für die EU-Agrarreform 2014 - 2020 und auch ein Stück Parlamentsgeschichte geschrieben: "Das hartnäckige Bestehen des Agrarausschusses auf wichtige Änderungen bei den Rechtstexten zur Agrarreform war ein bisher einmaliger Vorgang im Europaparlament. Das Europäische Parlament hat die EU-Kommission gezwungen, ihre eigenen Umsetzungstexte zur Agrarreform entscheidend zu überarbeiten", so Albert Deß.
Man habe entscheidende Nachbesserungen durchgesetzt. Der Anrechnungsfaktor beim Anbau von Eiweißpflanzen auf Vorrangflächen wurde von 0,3 auf 0,7 erhöht. Damit bestehe die Möglichkeit, im Sinne der europäischen Eiweißstrategie Proteinpflanzen auf diesen Flächen anzubauen. "Beim Anrechnungsfaktor für Energiepflanzen sind noch Nachbesserungen erforderlich", so Deß weiter.
Das Durchführungsgesetz für Direktzahlungen wurde neulich im Bundesrat angenommen und wird nun rechtzeitig ab dem Förderjahr 2015 wirksam sein. "Dies ist ein Erfolg für Landwirtschaft und Umwelt in Europa und somit für bäuerliche Zukunftsperspektiven", so Deß.
25.06.14
Dess bleibt MdEP

Kein überschwänglicher Jubel am Wahlabend: MdEP Albert Deß zusammen mit seiner Mitarbeiterin (und Vize-Landrätin) Heidi Rackl und Statssekretär und CSU-Kreisvorsitzendem Albert Füracker
NEUMARKT. Ein sehr nachdenklicher wiedergewählter Europaabgeordneter Albert Deß kommentierte am Sonntagabend das Wahlergebnis. "Vor allem möchte ich wissen, wieso die CSU stärker verloren hat als die Schwesterpartei CDU", sagte er in einem Gespräch mit
neumarktonline.
Kurz zuvor hatte Albert Deß erfahren, daß sein Wieder-Einzug ins Europäische Parlament mit seinem fünften Listenplatz sicher ist. Champagner-Korken knallten bei der "Wahl-Party" der CSU im Neumarkter Johanneszentrum allerdings nicht: "Ich sitze im Augenblick vor einem leichten Weizen", sagte Deß am Telefon.
22.669 Wähler gaben am Sonntag bei der Europawahl im Landkreis Neumarkt der CSU ihre Stimme, das sind 53,42 Prozent. Fünf Jahre zuvor waren es knapp 60 Prozent und vor zehn Jahren sogar über 70 Prozent.
MdEP Albert Deß konnte den aktuellen Zahlen im Gespräch mit
neumarktonline nur den einen positiven Aspekt abgewinnen, daß die Verluste im Landkreis Neumarkt "unterdurchschnittlich" waren. Und einige wirklich erfreuliche Zahl gab es für Deß auch: in seiner Heimatgemeinde legte die CSU auf über 66 Prozent zu - in seinem Heimatort Röckersbühl waren es sogar 86 Prozent.
Doch die Lage ist ernst: "wir müssen die Gründe für die Verluste genau analysieren", sagte Deß. Ihn stimme vor allem nachdenklich, daß die CSU prozentual höher verloren habe als die CDU.
Größter Gewinner der Europawahl im Landkreis Neumarkt ist neben dem Senkrechtstarter AfD (mit 6,77 Prozent) vor allem die SPD: die Sozialdemokraten kamen auf 13,63 Prozent, nachdem sie fünf Jahre zuvor ein Fiasko mit 7,6 Prozent der Stimmen erleben mußten.
Die Freien Wähler halbierten ihre Stimmen praktisch auf 5,66 Prozent; fünf Jahre zuvor hatten sie noch fast elf Prozent bekommen.
3477 Stimmen heimsten die Grünen ein. Sie verbesserten ihr Ergebnis damit auif stolze 8,19 Prozent; vor fünf und zehn Jahren lagen sie noch jeweils bei rund 6,8 Prozent.
Das Interesse der Neumarkter an Europa hat insgesamt gelitten: von den knapp 100.000 Stimmberechtigten im Landkreis gingen nur 42.582 tatsächlich zur Wahl. Gültige Stimmen wurden 42.437 abgegeben, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 42,75 Prozent. Vor fünf Jahren lag die Beteiligung noch bei 46,7 Prozent.
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Deß und Parteifreunde bei der Wahlparty: soeben gibt es die ersten Prognosen

Das Buffet konnte bei der CSU nur ein bißchen über die Stimmen-Verluste hinwegtrösten

Das vorläufige Endergebnis im Landkreis Neumarkt

Gewinne und Verluste im Landkreis
25.05.14
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