Rotes Kreuz - Kreisverband Neumarkt
(Die aktuellen Blutspende-Termine finden Sie
hier)
"Überstunden" geleistet

Die Fußball-Weltmeisterschaft sorgte auch für Mehrarbeit beim Roten Kreuz.

Das "Führungstrio" des BRK-Kreisverbandes Neumarkt: Vorsitzen-
der Landrat Albert Löhner, Raiffeisenbank-Vorstand Josef Dunkes
und Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann.
Foto: Erich Zwick
NEUMARKT. "Es ist eine Freude, ehrenamtlicher Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes Neumarkt zu sein." Ein schöneres Kompliment hätte Landrat Albert Löhner dem "bedeutendsten Sozialverband im Landkreis" gar nicht machen können, als ihm und den Medien am Donnerstag Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann den Jahresbericht 2006 vorstellte.
Nicht minder große Freude bereitete sicherlich dem BRK-Vorsitzenden die beruhigende Feststellung des ebenfalls ehrenamtlich tätigen "Finanzministers" Josef Dunkes - im Hauptberuf Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank: "Die Vermögens- und Finanzlage war und ist stabil; die Liquidität war jederzeit gesichert."
Ehe Klaus Zimmermann das "besondere BRK-Jahr" mit Fußball-Weltmeisterschaft, Papstbesuch und Schneekatastrophe Revue passieren ließ, lobte der Landrat die gute Zusammenarbeit mit anderen Sozialverbänden, wobei er die Diakonie und die Caritas namentlich nannte. Im Rettungsdienst hingegen sei das BRK "Monopolist".
"Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit" unter einen Hut zu bringen sei eine schwierige Aufgabe, die von Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann hervorragend gemeistert würde. In keinem anderen Verband sei das Zusammenspiel von Hauptamtlichen und Freiwilligen so ausgeprägt und reibungslos wie beim BRK Neumarkt, der von Gemeinschaftsgeist durchdrungen sei.
"Neumarkt ist ein kerngesunder Kreisverband", fasste Vorsitzender Löhner zusammen, der im gleichen Atemzug forderte, die geschaffenen "Freiräume" zu erhalten. Versuche von Landesverbänden, sich auf Kosten der nachgeordneten Gliederungen sanieren zu wollen, seien im Keime zu ersticken.
Schier unvorstellbar ist die Zahl der Einsatzstunden, die die BRK-Bereitschaften im vergangenen Jahr leisteten: 107.657 waren es exakt, die sich in 1.571 Hilfeleistungen niederschlugen. Das sind 4.000 Einsatzstunden mehr als im Vorjahr, verkündete Klaus Zimmermann mit berechtigtem Stolz.
Die ambulante Pflege mit 58 Mitarbeitern hatte 334 Patienten zu betreuen, worüber das BRK noch einen eigenen Rechenschaftsbericht vorlegen will. 3.763 Teilnehmer haben einen der 254 angebotenen Kurse besucht. Das ist bei den Kursen eine Steigerung von 49. Gleich mit einer Steigerung um 18.000 kann eine andere Sparte aufwarten, auf die aber keiner neidvoll herabzublicken braucht. Es handelt sich nämlich um Lose an den 27 Glückshäfen, bei denen 320.030-mal in den Topf gegriffen wurde.
Eine andere Zahl ringt einem da noch mehr Respekt ab: 10.223
Blutspenden wurden abgegeben; davon 508 von Erstspendern. Sie kamen zu 63 Spendeterminen. Einige erschienen bis zu viermal.
Der Rot-Kreuz-Kindergarten bietet Platz für 98 Knirpse; und alle Plätze sind ausgebucht, so dass auch für dieses Jahr wieder eine Warteliste besteht. Um die Kleinen kümmern sich zehn Betreuungspersonen.
Im Rahmen seiner Sozialarbeit bietet der BRK-Kreisverband vielfältige Hilfen an; beispielsweise die Kontaktgruppen für Körperbehinderte in Neumarkt und Berching. In diesen Gruppen treffen sich monatlich rund 60 Schicksalsgenossen zum gemütlichen Beisammensein. Für den Behindertenfahrdienst stehen vier Spezialfahrzeuge mit Hebebühnen bereit, damit auch an den Rollstuhl gefesselte Patienten am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Weitere Aufgabegebiete des sozialen Dienstes sind Seniorengymnastik-Angebote, von denen 350 fit bleiben wollende Alternde in 17 Gruppen freudig Gebrauch machen. Im Hilfsmitteldepot sind Gehhilfen, Rollstühle und Krankenbetten verfügbar; in der Kleiderkammer können sich benachteiligte Mitbürger und Asylanten "bedienen" und schließlich müssen noch gut 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges Vermisstenanfragen behandelt werden.
Wer bei dieser stolzen Bilanz noch etwas "vermisst", dem sei der Flyer mit dem kompakten Jahresbericht 2006 empfohlen, der beim BRK-Kreisverband, Klägerweg 9, in Neumarkt erhältlich ist.
Erich Zwick
08.03.07
Hilfe zum Helfen
Foto: Rotes Kreuz
NEUMARKT. Das Rote Kreuz veranstaltet in Neumarkt ein Demenz-Seminar unter dem Motto "Hilfe zum Helfen".
"Mutter ist nicht mehr wie früher. Ich verstehe sie immer weniger." Diese Erfahrung machen viele Angehörige eines Alzheimer Kranken. Je weiter die Erkrankung fortschreitet, umso mehr entfernt sich der Patient von dem Bild des vertrauten Menschen, der er einmal war.
Für Außenstehende ist dieser Prozess sehr schwer zu verstehen, und manchmal scheint es Angehörigen unmöglich, die Krankheit als Tatsache zu nehmen und sich darauf einzustellen. Der langsame und unaufhaltsame Abbau geistiger Fähigkeiten erschwert das Zusammenleben, und nicht selten kommt es dann auch zu Aggressionen.
Möglichst viel über die Erkrankung zu wissen, hilft, den Patienten zu verstehen um sich und den Kranken besser gerecht zu werden. An der Krankheit ist nichts zu ändern.
Niemand kann und muss diese Aufgabe auf Dauer und ganz alleine erfüllen. Im Interesse des Kranken ist es wichtig und dringend angeraten, mit den eigenen Kräften hauszuhalten und sich frühzeitig nach Möglichkeit der Beratung und Entlastung umzusehen.
Die Beratungsstelle des Roten Kreuzes für Pflege und Demenz möchte an sieben Abenden mit einem weiteren Seminar Hilfestellung anbieten.
Beginn ist am 17. April um 19 Uhr im Roten Kreuz am Klägerweg. Die Kosten betragen 60 Euro; eine Rückerstattung durch Kassen ist möglich. Die Leitung hat Eva-Maria Fruth. Anmeldung unter Telefon 09181/48316
05.03.07
"Angehörige pflegen"
NEUMARKT. Beim Neumarkter Roten Kreuz beginnt im März wieder ein Kurs "Angehörige pflegen Angehörige".
Kursbeginn ist am Montag, 5. März. Ab 19 Uhr trifft man sich zweimal wöchentlich (Montag und Donnerstag) beim Roten Kreuz Neumarkt im Klägerweg.
Der BRK-Kurs geht auf die besondere Situation und Problematik pflegender und betreuender Angehöriger ein und wird von den Krankenkassen erwünscht und bezahlt. Er richtet sich aber auch an alle, die sich vor einer bestehenden Pflegesituation informieren möchten.
Die aktivierende Pflege und das Einüben praktischer Fähigkeiten stehen bei diesem Kurs im Vordergrund. Die Information zur Pflegeversicherung und die eigene psychosoziale Kompetenz zur Bewältigung der Pflegesituation stärken aber auch das Verstehen und den Umgang mit verwirrten älteren Menschen.
Anmeldungen unter Telefon 09181/483 16 und im Internet unter
www.brk-neumarkt.de
Die Kosten betragen 65 Euro.
15.02.07
Fit auch im Alter
NEUMARKT. "Bewegung bis ins Alter" - unter diesem Titel bietet das Bayerische Rote Kreuz wöchentlich Gymnastik und Wassergymnastik an.
Ziel dieser Angebote ist es, älteren und alten Menschen Freude an der
Bewegung zu vermitteln und sie zu altersgerechter
Betätigung einzuladen. Durch regelmäßiges Üben können die Senioren ihre
Vitalität bis in ein hohes Alter erhalten.In der Gruppe finden sie auch
leicht neue Kontakte und sie erleben mit Gleichgesinnten aktive gesellige
Stunden.
Diese Gruppen sind noch aufnahmefähig:
- BRK-Seniorengymnastik:
Dienstag von 13.30 bis 14.30 Uhr in der Schulturnhalle Hasenheide
Dienstag von 15 bis 16 Uhr in der Grundschule Holzheim bei Übungsleiterin Roswitha Laube.
- BRK-Wassergymnastik in der Lebenshilfe Höhenberg:
Dienstag von 16 bis 17 Uhr und von 17 bis 18 Uhr bei Übungsleiterin Emma Beringer
Donnerstag von 16 bis 17 Uhr und von 17 bis 18 Uhr bei Übungsleiter Alfred Gerner.
Die Gymnastikstunden finden wöchentlich statt, außer in den Schulferien.
Information: Christine Lübeling, BRK-Kreisverband Neumarkt, Telefon 09181/48332
30.01.07
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