NEUMARKT. Im Streit um die Frage, wem ein Hund gehört, bedrohte am Donnerstag ein Mann den neuen Freund seiner Ex mit einer Reizstoff-Pistole.
Der Streit in Neumarkt endete schließlich mit einem Großeinsatz der Polizei, aber ohne Verletzte - und mit gegenseitigen Strafanzeigen.
Gegen 11.15 Uhr begab sich eine 45jährige Frau mit ihrem jetzigen Freund (49) zum Haus ihres ehemaligen Partners (46) in Neumarkt. Dort forderten die beiden die Herausgabe eines Hundes, der angeblich der Frau gehörte, und drohten Konsequenzen an.
Es kam zum Streitgespräch und gegenseitigen Vorwürfen. Nachdem der 49jährige "Neue" auf seiner Forderung beharrte und seinen Fuß in die Tür des Anwesens setzte, holte der 46jährige Ex einen pistolenähnlichen Gegenstand und hielt ihn dem 49jährigen Mann vor den Kopf.
Daraufhin flüchtete das Pärchen und verständigte die Polizei. Die vermeintliche Bedrohungslage löste zunächst einen Einsatz mit mehreren Streifenfahrzeugen aus.
Der 46jährige Mann wurde schließlich von den Polizisten aufgefordert, die vermeintliche Schusswaffe zu Boden zu legen, was er schließlich auch tat. Schließlich konnte er gefesselt und durchsucht werden. Die Schusswaffe stellte sich als Reizstoffsprühgerät in Form einer kleinen Pistole heraus.
Beide Männer erstatten gegenzeitig Anzeige, der eine wegen Bedrohung, der andere wegen Hausfriedensbruch.
Ungeklärt blieb bei der ganzen Sache, wem der Hund nun wirklich gehört. Das Tier blieb vorerst beim 46jährigen Mann.
12.03.20
neumarktonline: Streit um Hund
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